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Der Autor hat mit dem skizzierten alternativen Weg völlig recht. Es wäre möglich gewesen, Grönland ohne weitergehende Flurschäden einzusacken.
Womit er nicht Recht hat ist die Annahme, dass Trump die Insel zum 51. Bundesstaat würde machen wollen. Es gibt dafür überhaupt keinen Anlass, im Gegenteil, die Republikaner würden niemals hre strukturelle Senatsmehrheit durch die Kreierung neuer Staaten zu gefärden. Grönland würde schlicht ein weiteres US Territory werden.
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(19.01.2026, 18:33)Nightwatch schrieb: Womit er nicht Recht hat ist die Annahme, dass Trump die Insel zum 51. Bundesstaat würde machen wollen.
Selbtsverständlich könnte er leicht die Panama-Kanalzone zum Bundesstaat erklären, oder Puerto Rico, oder dies oder das.
Der Grund, weshalb er Grönland will, ist dessen Größe.
Die USA (alt) haben 9,5 Mio qm.
Grönland hat 2,1 Mio qm.
Die USA (new, great and wonderful) haben dann 11,6 Mio. qm.
Damit verweist Donald der Eroberer Kanada mit 9,9 Mio. qm auf den Looser-Platz 3.
Der tickt wirklich so.
Er ist emotional im Sandkasten des Kindergartens steckengeblieben.
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(19.01.2026, 18:33)Nightwatch schrieb: Der Autor hat mit dem skizzierten alternativen Weg völlig recht. Es wäre möglich gewesen, Grönland ohne weitergehende Flurschäden einzusacken.
Womit er nicht Recht hat ist die Annahme, dass Trump die Insel zum 51. Bundesstaat würde machen wollen. Es gibt dafür überhaupt keinen Anlass, im Gegenteil, die Republikaner würden niemals hre strukturelle Senatsmehrheit durch die Kreierung neuer Staaten zu gefärden. Grönland würde schlicht ein weiteres US Territory werden.
naja, eine einfache Mehrheit in House und Senat würde schon reichen. Die Demokraten waren damals dafür und das Ding passierte die Abstimmung im Senat mit 27:25 Stimmen.
https://www.tsl.texas.gov/ref/abouttx/an...h1845.html
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(19.01.2026, 19:09)Schwabo Elite schrieb: Selbtsverständlich könnte er leicht die Panama-Kanalzone zum Bundesstaat erklären, oder Puerto Rico, oder dies oder das. Kann er nicht, das kann nur der Kongress. Und das wird nicht geschehen, weil die Bevölkerung dort jwls zwei demokratische Senatoren in den Kongress schicken würde.
Wenn sich die USA Grönland aneignen können, dann wird die Insel als US Territory und damit ohne politische Repräsentation inkorporiert.
Zardo schrieb:naja, eine einfache Mehrheit in House und Senat würde schon reichen. Die Demokraten waren damals dafür und das Ding passierte die Abstimmung im Senat mit 27:25 Stimmen. Nur im Haus. Solange der Filibuster noch existiert wären im Senat 60 Stimmen notwendig. Und ein Republikanischer Präsident könnte ein Veot einlegen, dass dann wieder zwei Drittel der Stimmen erfordert um es zu überschreiben.
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(19.01.2026, 19:35)Nightwatch schrieb: Kann er nicht, das kann nur der Kongress. Und das wird nicht geschehen, weil die Bevölkerung dort jwls zwei demokratische Senatoren in den Kongress schicken würde.
Schon lustig.
Er wird Grönland angreifen und annektieren und anschliessend geht er in den Kongress und liest sich neben der Verfassung dessen Geschäftsordnung durch.
Das ist in etwa so, als wenn Adolf Hitler für den 2. September 1939 Reichstagswahlen angesetzt hätte.
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Zitat:Trump’s Greenland threats push Europe toward divorcing America
With NATO thrown into question, some officials see the “coalition of the willing” as the basis for a new alliance without the U.S.
www.politico.eu/article/donald-trump-greenland-tariff-threats-tensions-push-europe-allies-toward-divorcing-america-transatlantic-power/
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https://truthsocial.com/@realDonaldTrump...8634299232
Nach den Trumpschen Nachrichten an Norwegen, welche öffentlich wurden, veröffentlicht Trump nun angebliche Text-Nachrichten von Macron. Internationale Politik hat das Niveau von Internetdrama erreicht. Zugegeben, diese Büchse der Pandora haben die Europäer geöffnet
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(20.01.2026, 08:31)DrKartoffelsalat schrieb: https://truthsocial.com/@realDonaldTrump...8634299232
Nach den Trumpschen Nachrichten an Norwegen, welche öffentlich wurden, veröffentlicht Trump nun angebliche Text-Nachrichten von Macron. Internationale Politik hat das Niveau von Internetdrama erreicht. Zugegeben, diese Büchse der Pandora haben die Europäer geöffnet 
Endlich mal transparente Politik
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Und es geht weiter …
Zitat:Nach Absage für "Friedensrat"
Trump droht Paris mit saftigen Zöllen auf Wein und Champagner
Die französische Regierung befürchtet durch den sogenannten Friedensrat von US-Präsident Trump eine Schwächung der Vereinten Nationen. Trump reagiert auf die ablehnende Haltung in Paris mit neuen Drohungen und adressiert Präsident Macron direkt.
US-Präsident Donald Trump hat Frankreich mit hohen Zöllen auf Wein und Champagner gedroht, nachdem Paris seine Einladung zur Teilnahme am sogenannten Friedensrat abgelehnt hat. "Ich werde seine Weine und seinen Champagner mit Zöllen von 200 Prozent belegen", sagte Trump an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gerichtet. Macron werde Teil des von Trump ins Leben gerufenen Gremiums werden, "aber er muss nicht teilnehmen", fügte Trump hinzu.
www.n-tv.de/politik/Trump-droht-Paris-mit-saftigen-Zoellen-auf-Wein-und-Champagner-id30260094.html
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Wir sind final auf dem Niveau mafiöser Schutzgelderpressung angekommen.
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(20.01.2026, 08:44)lime schrieb: Endlich mal transparente Politik  Eben das. Ich meine ja, das die Schlichtheit hinter den Kulissen kein sonderlich neues Phänomen ist.
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Jemand hat Trump erzählt was Starmer gerade mit den Chargos Islands veranstaltet. Wenig überraschend verwurstet er diesen Skandal auch für seine Grönland-Ambitionen:
Zitat:Shockingingly, our “brilliant” NATO Ally, the United Kingdom, is currently planning to give away the Island of Diego Garcia, the site of a vital U.S. Military Base, to Mauritius, and to do so FOR NO REASON WHATSOEVER. There is no doubt that China and Russia have noticed this act of total weakness. These are International Powers who only recognize STRENGTH, which is why the United States of America, under my leadership, is now, after only one year, respected like never before. The UK giving away extremely important land is an act of GREAT STUPIDITY, and is another in a very long line of National Security reasons why Greenland has to be acquired. Denmark and its European Allies have to DO THE RIGHT THING. Thank you for your attention to this matter. PRESIDENT DONALD J. TRUMP
https://x.com/Osint613/status/2013537273774587961
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(20.01.2026, 11:34)Nightwatch schrieb: Jemand hat Trump erzählt was Starmer gerade mit den Chargos Islands veranstaltet. Wenig überraschend verwurstet er diesen Skandal auch für seine Grönland-Ambitionen:
https://x.com/Osint613/status/2013537273774587961
Starmer scheint Labour komplett ruinieren zu wollen.
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(20.01.2026, 09:37)Nightwatch schrieb: Eben das. Ich meine ja, das die Schlichtheit hinter den Kulissen kein sonderlich neues Phänomen ist. Die findet sich nicht nur hinter den Kulissen:
Zitat:Grönlandfrage: Die Europäer haben noch ein Ass im Ärmel
Die EU steht in der Auseinandersetzung mit Trump nicht so blank da, wie oft behauptet wird. Gerade den amerikanischen Tech-Giganten könnte sie viel Schaden zufügen. Doch eine Schwachstelle hat sie.
Dank Büchern wie „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ ist die Öffentlichkeit schon seit einiger Zeit mit einem linken Pazifismus vertraut, der es vorzieht, dem Angreifer Teile des eigenen Landes zu überlassen, als Soldatenleben aufs Spiel zu setzen. Dass es eine noch schäbigere Variante auch von liberaler Seite geben kann, bewies am Montag die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. In einer Kolumne forderte sie die Europäer auf, mit Donald Trump gütlich über die Grönlandfrage zu verhandeln; die Strafzölle, mit denen er acht europäischen Ländern gedroht hat, falls sie nicht in den Verkauf Grönlands einwilligen, seien zu hoch, um eine Eskalation zu riskieren. Die Integrität der NATO, die Souveränität Dänemarks, ja sogar die staatliche Selbstbestimmung der Grönländer, sollte das wohl heißen, sind keine Wirtschaftskrise wert.
Doch wer säße in einem möglichen Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union eigentlich am längeren Hebel? In Wahrheit ist die Lage keineswegs so eindeutig, wie von Grimm behauptet. Nur ein Fünftel der EU-Exporte geht in die USA. Die angedrohten Zölle würden einige Branchen empfindlich treffen, die Auswirkungen auf das Wachstum wären aber insgesamt überschaubar. Außerdem ist auch Amerika in manchen Sektoren von der EU abhängig, etwa in der chemischen Industrie, der Elektrotechnik und beim Maschinenbau.
Ausschluss vom europäischen Binnenmarkt
Glücklicherweise deutet alles darauf hin, dass die EU Grimms Rat nicht beherzigt: Am wahrscheinlichsten ist, dass das Europäische Parlament die Verabschiedung des Zollabkommens aufschieben wird, auf das sich Trump und die EU-Kommission im Sommer vergangenen Jahres geeinigt hatten – die Konditionen waren sowieso nicht besonders günstig. Mit kurzer Frist könnte die EU so Zölle auf ausgewählte amerikanische Produkte erheben, die Liste liegt in Brüssel schon bereit. Natürlich müsste dann wiederum mit Gegenmaßnahmen gerechnet werden.
Kein Wunder, dass der französische Präsident bei diesen Aussichten auch über den spitzesten Pfeil im europäischen Köcher diskutieren will. Mit dem sogenannten Anti-Coercion-Instrument hat die EU Ende 2023 die Möglichkeit geschaffen, schnell auf ökonomischen Zwang von Drittstaaten zu reagieren. Eigentlich dachten die Abgeordneten an Länder wie Russland oder China, doch jetzt könnte das Instrument ausgerechnet gegen die USA zum Einsatz kommen. Es zielt darauf ab, ausländische Konzerne vom europäischen Binnenmarkt auszuschließen.
Im Falle der USA liegen Einschränkungen nahe, die in das Herz der amerikanischen Digitalwirtschaft zielen. Europa ist ein beträchtlicher Markt für große amerikanische Tech-Konzerne wie Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft oder Meta. Man könnte diese Abhängigkeit nutzen, um etwa Investitionsbeschränkungen zu verhängen, Unternehmenslizenzen auszusetzen, einzelne Konzerne von staatlichen Ausschreibungen auszuschließen oder Patente zu entziehen. Darüber hinaus gibt es weiterhin die Möglichkeit, die europäischen Niederlassungen der US-Konzerne stärker zu besteuern. Schließlich wäre da auch noch das gute alte Wettbewerbsrecht, mit dem sich gegen Tech-Giganten mit Monopolstellung vorgehen lässt.
Könnte die EU im Fall einer solchen Eskalation den USA gar mehr Schaden zufügen als andersherum? Die Einnahmen, die amerikanische Konzerne auf dem europäischen Markt erzielen, sind riesig. Würden darauf Steuern erhoben oder Strafzahlungen verordnet, wären die Einbußen bei Apple & Co. beträchtlich. Zumal auch andere Länder auf den Zug aufspringen könnten. Andererseits ist ein Großteil der europäischen Infrastruktur von amerikanischer Software und amerikanischen Clouddiensten abhängig: Im Oktober nahm der Ausfall eines Amazon-Rechenzentrums stundenweise viele Websites und Server vom Netz. Auch das amerikanische Drohpotential ist also groß – zumal Donald Trump viele der Tech-Oligarchen eng an sich gebunden hat.
Die letztlich entscheidende Schwäche Europas liegt aber anderswo. Rücksicht auf Trump muss die EU schon deshalb nehmen, weil sie ohne die USA kaum die Verteidigung der Ukraine stemmen kann, geschweige denn die Verteidigung des eigenen Territoriums. Das dürfte der Hauptgrund für die im Vergleich zu Macron zurückhaltenden Stellungnahmen des Bundeskanzlers sein. Solange diese Abhängigkeit fortbesteht, bleibt die viel beschworene europäische Souveränität eine Chimäre.
Kopie hier
Ergänzend:
1.
Laut Eurostat beliefen sich die EU-Direktinvestitionen in den USA im Jahr 2023, dem letzten Jahr, für das Daten vorliegen, auf insgesamt 2,4 Billionen Euro (2,8 Billionen US-Dollar) . In den drei Jahren vor 2023 stieg dieser Wert um durchschnittlich rund 65 Milliarden Euro (77 Milliarden US-Dollar) pro Jahr (Stanmd 23.09.2025).
Die EU ist damit an der Spitze der US-Investitionen aus dem Ausland. Eine Beschränkung dieser Investitionsmöglichkeiten würde die USA massiv treffen.
2.
Setzen Europäer US-Anleihen als Machtinstrument ein?
Im Streit um Grönland könnte die EU die USA zudem angesichts der hohen Staatsverschuldung unter Druck setzen. Dazu könnten europäische Investoren US-Staatsanleihen umschichten oder boykottieren. Wie eine solche dirigistische Maßnahme durchzuführen wäre - etwa über das eigene Abgabenrecht -, überlasse ich der Phantasie der (europäischen) Finanzbürokraten. Deren Einfallsreichtum war schon immer grenzenlos, wenn es darum ging, Gelder in die eigenen (europäischen) Staatskassen umzulenken.
Das würde den Staatshaushalt der USA empfindlich treffen - und die dem US-Haushalt zufließenden Zolleinnahmen dort ausgleichen.
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Die sogenannte Handel-Bazooka ist aber auch eine Nuklearoption. Mit breitem Explosionsradius. Allerdings sehe ich persönlich den Fokus auf die Digitalwirtschaft als verblendet an. Klar täte das ein paar Milliardären ein kleines bisschen weh, und sicher würde da auch einiges Geld zu machen sein, aber ich sehe das nicht als das wirklich scharfe Schwert, dass wirklich Einigung bringen würde.
Pharmazeutika und Rohstoffe für Pharmazeutika hingegen... rund 50% der Pharmazeutika in den USA kommen aus der EU, ebenso rund 50% der Rohstoffe für in den USA produzierten Pharmazeutika. Nichts würde einen handlungsunwilligen Kongress dazu bewegen, Ihren Präsidenten doch mal an den Verhandlungstisch zu zwingen, als ein sowieso schon fragiles Gesundheitssystem, das vollkommen zu kollabieren droht. Denn die Auswirkungen von temporären Exportverboten würden nicht ein paar Milliardäre spüren, die eh mehr Geld als Verstand haben, sondern das wählende Volk. Klingt brutal und eventuell auch etwas unbarmherzig, aber wenn man schon nukleare Optionen nutzen will, dann doch bitte effektive.
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