EU vs. USA
»Lebenswichtig für den Golden Dome«
Zitat:Trump bekräftigt Anspruch auf Grönland
Donald Trump bleibt bei seinen Forderungen nach Grönland. In einem Post begründet er den Anspruch nun mit einem neuen US-Flugabwehrsystem. Von der Nato erwartet er Unterstützung.
14.01.2026, 14.02 Uhr
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Grönland ist zumindest für die Grönländer lebenswichtig - und natürlich für die weltweit Handel treibenden Europäer zur Kontrolle des Nordatlantik mit seiner Infrastruktur (z.B. Kabelverbindungen) und seinen Handelswegen.
Da darf man von der NATO auch Unterstützung erwarten.
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(09.01.2026, 21:06)DopePopeUrban schrieb: Jarlov sie Scharlatan, das war unsere Idee mit dem multinationalen Grönlandkontingent! Big Grin
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und wir setzen es auch um:
Dänemark will Militärpräsenz auf Grönland ausbauen
Zitat:Grönland gehört zu Dänemark, doch Kopenhagens Truppen sind auf der Insel nur spärlich vertreten. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen will das ändern. Er fordert zudem mehr Nato-Übungen in der Arktis.
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Bundeswehr schickt Soldaten nach Grönland
Zitat:Deutschland schickt Soldaten nach Grönland.
Wie das Ministerium am Mittwoch bestätigte, soll ein Erkundungsteam entsendet werden. Bereits am Donnerstag soll der Trupp starten, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf mehrere Quellen in Deutschland und Skandinavien sowie auf nicht benannte Quellen der Bundesregierung und des Bundestags.
Hintergrund der Truppenentsendung ist eine deutliche Verstärkung der dänischen Militärpräsenz in der Arktis. Kopenhagen hatte am Dienstag angekündigt, mehr Übungen, Überwachungsflüge und Marineaktivitäten rund um Grönland durchzuführen.
Zudem sollen alliierte Truppen aufgenommen werden. ... Die Bundeswehr ist bereits in der Arktis aktiv: Anfang Januar 2026 lief die Fregatte „Sachsen“ mit rund 250 Soldaten zu einem Einsatz in arktischen Gewässern aus. Ziel ist der Schutz strategischer Seewege und kritischer Infrastruktur im Nordatlantik.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte eine stärkere Nato-Präsenz in der Arktis in Aussicht gestellt – darunter Überwachung, Patrouillen und gemeinsame Übungen. Er betonte dabei die enge Abstimmung mit Dänemark und den Bündnispartnern. ...
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Zitat:Bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Amtskollege Marco Rubio haben der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die grönländische Außenministerin Vivan Motzfeldt klargemacht, dass Grönland ein Teil des dänischen Königreichs ist und bleiben soll. Danach sagte Rasmussen, es gebe eine "fundamentale Meinungsverschiedenheit" zu der Frage. Dänemark habe "rote Linien" klargemacht, sich aber gemeinsam mit Grönland offen für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen mit den USA gezeigt. Dazu sei eine hochrangige Arbeitsgruppe mit den Vereinigten Staaten vereinbart worden, die in den kommenden Wochen erstmals zusammenkommen soll.
www.n-tv.de/politik/Daenemark-und-Groenland-ziehen-in-Washington-rote-Linien-id30241854.html
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es gibt auch "nichtmilitärische Aktionen":
Frankreich eröffnet Konsulat in Grönland - gegen Trumps „expansionistische Ambitionen“
Zitat:Frankreich wird am 6. Februar ein Konsulat in Grönland eröffnen. Das kündigte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Mittwoch im französischen Radiosender RTL an. Die Eröffnung sei bereits seit dem vergangenen Jahr geplant gewesen, erfolgt nun aber vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über das arktische Territorium zu übernehmen.
Barrot forderte die Vereinigten Staaten auf, ihre Erpressungsversuche gegenüber Grönland einzustellen. „Grönland ist nicht zu verkaufen", erklärte der Minister in dem Radiobeitrag. Die autonome dänische Insel wolle weder von den USA besessen, noch regiert, noch eingegliedert werden. „Grönland hat sich für Dänemark, für die Nato und für die Europäische Union entschieden", betonte Barrot.
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Vielleicht hätte man dem französischen Außenminister mal sagen sollen das sich die Bevölkerung Grönlands in einer Volksabstimmung gegen die EU entschieden hat und auch nicht zur europäischen Union gehört .
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Bis 1953 war Grönland eine dänische Kolonie, heute ist es weitgehend autonom. Dennoch behält Dänemark in zentralen Bereichen wie Außen- und Sicherheitspolitik das letzte Wort, da Grönland Teil des dänischen Königreichs ist. Damit gehört die Insel automatisch zur NATO und ist durch einen Sonderstatus mit der EU verbunden.
Zitat:Entgegen der weithin verbreiteten Ansicht ist Grönland 1985 nicht aus der EU ausgetreten. Ein Austritt ist nur Mitgliedstaaten möglich. Grönland ist als Region von Dänemark 1973 den damaligen Europäischen Gemeinschaften beigetreten.
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Durch einen "Statuswechsel" wurde Grönland zu einem EU-Überseegebiet. d.h., Grönland blieb und ist aufs Engste mit der EU assoziiert.

"Sicherheitspolitische Spannungen"
Europäische NATO-Staaten zeigen demonstratives Engagement in Grönland (Überblick) - Veröffentlicht am 14.01.2026
Dänemark und Schweden schicken Truppen nach Grönland - Von afp Aktualisiert am 14.01.2026 - 20:05 Uhr
Nach Gipfel in den USA: Erste Truppen aus Europa in Grönland gelandet - 15.01.2026 07:02
sowie
Dänemark verstärkt Militärpräsenz - Vorhut der dänischen Streitkräfte in Grönland eingetroffen
Zitat:Dänemark hat damit begonnen, militärische Ausrüstung und erste Truppenteile nach Grönland zu verlegen. Das berichten Quellen des staatlichen Rundfunks DR. Demnach ist bereits eine Vorhut der dänischen Streitkräfte auf der Insel eingetroffen. Sie soll die Voraussetzungen für die Entsendung größerer Verbände schaffen.
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Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen ... kündigte an, die Frage einer langfristig stärkeren militärischen Präsenz in Grönland nun grundlegend anzugehen.
Dabei gehe es nicht nur um dänische Kräfte, sondern auch um die Beteiligung anderer Staaten. Schweden signalisiert Bereitschaft für eine Stationierung seiner Truppen in Grönland.
Ähnlich wie bereits 2025 sollen auch 2026 wieder andere Nato-Länder an Übungen und Ausbildungsaktivitäten in Grönland teilnehmen. Die verstärkte Präsenz bezeichnete der Minister als klare Reaktion auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Arktis.
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(15.01.2026, 00:49)alphall31 schrieb: Vielleicht hätte man dem französischen Außenminister mal sagen sollen das sich die Bevölkerung Grönlands in einer Volksabstimmung gegen die EU entschieden hat und auch nicht zur europäischen Union gehört .

Was heute wahr ist, kann morgen anders sein. 29 gegen 51
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Erste Soldaten aus Nato-Ländern in Grönland
Zitat:Streitkräfte aus Frankreich sind in Nuuk eingetroffen, weitere Armeeangehörige von Nato-Verbündeten folgen in den kommenden Tagen. Die 13 deutschen Soldaten für die Erkundungsmission sollen morgen aus Dänemark anreisen.
und
Inoffizieller Grönlandgipfel
Hinter verschlossenen Türen drohen die Amerikaner genauso wie Trump auf offener Bühne
Zitat:Der inoffizielle Grönlandgipfel in Washington eskaliert nicht – schon das ist ein Erfolg. Die Hoffnungen ruhen nun auf einer Truppeninitiative der Europäer.

(15.01.2026, 13:26)voyageur schrieb: Was heute wahr ist, kann morgen anders sein. 29 gegen 51
oder gar gegen 52?
Island als 52. US-Bundesstaat? Aussage von designiertem US-Botschafter Billy Long verärgert Reykjavik
Zitat:Eine Aussage des designierten US-Botschafters in Island, Billy Long, hat in Reykjavik für Fragen und Verärgerung gesorgt. Wie das Nachrichtenportal Politico berichtete, hat die Regierung Islands nach Longs jüngsten Kommentaren in Bezug auf die Insel eine Anfrage an Washington geschickt und Klärung verlangt.

Wie Politico zuvor berichtete, soll Long im US-Parlament gescherzt haben, Island werde nach Grönland der 52. US-Bundesstaat und er selbst werde dessen Gouverneur sein. ...
also, wenn dann anders rum:
die Wikinger aus Island und Grönland waren schon in Nordamerika, da waren die Mayflower-Leute noch gar nicht auf der Welt geschweige denn unterwegs.
Aber zurück zu Island und dem Kontext (auch aus dem Link)
Zitat: ...
Island erlangte – anders als Grönland – am 17. Juni 1944 ihre vollständige Unabhängigkeit von Dänemark und ist somit seit gut 80 Jahren ein souveräner Staat. Die Republik ist der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas, hat aber nur etwa 380.000 Einwohner – was es zu einem der am dünnsten besiedelten Länder der Welt macht.
Island ist kein EU-Mitglied. Das Land stellte zwar im Jahr 2009 einen Beitrittsantrag, zog diesen jedoch im Jahr 2015 zurück. Stattdessen ist Island jedoch Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und des Schengen-Raums, was eine enge wirtschaftliche Anbindung an die EU ermöglicht.
Und insofern passt die Diskussion zu Island genauso hierher wie die zu Grönland.
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Island ist Gründungsmitglied der NATO und hat ein Verteidigungsabkommen mit den USA. Trump und Co drehen ordentlich am Rad.
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Donald Trump droht Ländern, die seinen Plan für Grönland nicht unterstützen, mit Zöllen
Le Figaro (französisch)

Donald Trump drohte am Freitag mit Zöllen für Länder, die seinen Plan zum Erwerb Grönlands nicht unterstützen, nachdem mehrere europäische Länder angekündigt hatten, zur Unterstützung Dänemarks Militär nach Grönland zu entsenden.

„Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie in Bezug auf Grönland nicht mitspielen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit”, erklärte der US-Präsident bei einem Rundtischgespräch im Weißen Haus und bekräftigte damit seine Absicht, dieses Gebiet in der Arktis zu erwerben, obwohl Dänemark, ein Verbündeter der Vereinigten Staaten als NATO-Mitglied, dies abgelehnt hat.
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Sein wesentliches Drohmittel sind also Zölle, mit denen die USA ihrer eigenen Bevölkerung resp. den Konsumenten massiv schaden - leider kann man den Mann nicht mehr seriös nennen, muss ihn aber ernst nehmen.
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Um mal etwas positives anzumerken:
Zitat:US-Delegation sagt Grönland Unterstützung zu [...]

Eine überparteiliche Delegation von US-Parlamentariern hat Dänemark und Grönland angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Unterstützung des Kongresses zugesichert. Die elfköpfige Delegation unter Leitung des demokratischen Senators Chris Coons traf in Kopenhagen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen und ihrem grönländischen Amtskollegen Jens-Frederik Nielsen zusammen. [...]

"In einer Zeit zunehmender internationaler Instabilität müssen wir uns unseren Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen", erklärte Senator Coons Anfang der Woche. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, die Rhetorik zu einer Übernahme Grönlands untergrabe die Nato und spiele Russland und China in die Hände.

"Ich weiß, dass es hier in Dänemark und in Grönland echte, tiefe Besorgnis gibt", sagte sie. "Aber ich glaube, dass sich vernünftigere Köpfe durchsetzen werden." Der Delegation gehören zwar überwiegend Demokraten an, aber auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Lisa Murkowski sind dabei.
https://www.n-tv.de/politik/US-Delegatio...49254.html

Interessant auch:
Zitat:Most Americans oppose Trump’s push on Greenland, poll shows [...]

In a CNN poll released Thursday, 75 percent of those surveyed oppose the U.S. “attempting to take control of Greenland,” including 52 percent who strongly reject the idea. Just one in four respondents said they support efforts to acquire the semi-autonomous Danish territory, which Trump has argued is vital to U.S. national security and strengthening NATO. [...]

Self-described Republicans were evenly split, with 50 percent supporting the president’s efforts and 50 percent opposing them. Democrats were far less divided, with 94 percent opposing the move overall, including 80 percent who said they strongly oppose it.
https://www.politico.com/news/2026/01/15...ce=dlvr.it

Ergo: Trump fährt sein Programm, seinen aggressiven und teils erratischen Kurs. Diesen kennen wir aber alle mittlerweile relativ gut und wir sollten nicht bei jeder Injurie aus dem Weißen Haus sofort hektisch im Kreis herumrennen und antiamerikanische Töne hoffähig machen.

Denn: Die deutlich Mehrheit der Amerikaner lehnt diesen Kurs ebenso ab, selbst die Republikaner sind gespalten. D. h.: Die nordatlantische Verbundenheit ist nicht zerstört und auch nicht tot, sie wird derzeit nur durch einen sehr, sehr schwierigen Präsidenten extrem belastet - wobei aber US-Präsidenten gottlob kommen und gehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir jede dieser Spitzen dieses Herren in Washington nun auch noch aufgreifen, potenzieren und in geradezu unreifer Hinsicht mitbefeuern sollten.

Schneemann
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(07.01.2026, 20:44)DopePopeUrban schrieb: @Kongo Erich
Die einzige permanente Militärpräsenz der Vereinigten Staaten in Grönland ist die Pituffik Space Base und das ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Space Base. Da sind rund 150 Angehörige der Space Force beheimatet, die hauptsächlich im Bereich SIGINT und Frühwarnung tätig sind.

Ich fürchte da gibt es nicht wirklich was zum ergänzen.
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Grundsätzlich bin ich in Bezug auf eine europäische Abschreckung auf Grönland aber ungefähr bei euch.

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die Pituffik Space Base - bis 2023 unter dem Namen "Thule Air Base" bekannt - hatte 2007 tatsächlich nur noch 131 US-Soldaten stationiert. Das waren während des "Kalten Krieges" auf Thule und anderen - stillgelegten und aufgegebenen oder für zivile Nutzung umgewandelten - Stützpunkten aber deutlich mehr. Das müssen Tausende von Soldaten gewesen sein.

(12.01.2026, 11:40)Kongo Erich schrieb: ...
Ruhig, klar und deutlich die eigenen Anstrengungen zeigen, also die eigenen Truppen angemessen erhöhen, ohne daraus selbst ein Theater zu machen, ist dagegen psychologisch die deutlich bessere Methode.

Also:
Eine oder zwei Staffeln Eurofighter / Gripen / Rafale mit Luft/Luft und Luft/Schiff-Effektoren und
Saab 340AEW Erieye Aufklärer nach Grönland entsenden, sowie sowie Bodentruppen zum Objektschutz stationieren, das ganze mit einer öffentlichen Parade feiern, und dazu Medien aus den USA (am Besten natürlich die vom Republikaner-Rand, z.B. Fox) einladen.
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das wird inzwischen auch geprüft:
Soldaten auf Erkundungsmission
Bundeswehr prüft Verlegung von Eurofightern nach Grönland

Zitat:16.01.2026, 17:16 Uhr
Die europäischen Verbündeten haben Dänemark Hilfe zugesagt, um Grönlands Souveränität zu verteidigen. Die Bundeswehr schließt den Einsatz von Fregatten zur Seeraumüberwachung nicht aus, sogar die Verlegung von Eurofightern sei vorstellbar.
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Das Risiko, dass zwischen den USA und den anderen NATO-Mitgliedern ein massiver Riss entsteht, ist wohl ernster als geschätzt:
Zitat:Ex-Bündnischef Stoltenberg über Trumps Imperialismus
»Ich kann nicht versprechen, dass die USA in der Nato bleiben«
Greift Donald Trump wirklich nach Grönland? Der frühere Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mahnt die Europäer, die Drohungen aus dem Weißen Haus ernst zu nehmen.
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(16.01.2026, 22:28)Kongo Erich schrieb: Das Risiko, dass zwischen den USA und den anderen NATO-Mitgliedern ein massiver Riss entsteht, ist wohl ernster als geschätzt:

Was hätte denn einen größeren Mehrwert in 20,35 oder 50 Jahren für die USA. Ein Fortbestand der NATO oder Grönland zu besitzen?
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(17.01.2026, 00:59)lime schrieb: Was hätte denn einen größeren Mehrwert in 20,35 oder 50 Jahren für die USA. Ein Fortbestand der NATO oder Grönland zu besitzen?

Ich weiß nicht, ob das eine ernstgemeinte oder rhetorische Frage ist, aber der Fortbestand der NATO und mit großem Abstand.
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