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(14.01.2026, 17:33)Milspec_1967 schrieb: Und die Marine wird hier nicht Minen Bötchen anlegen wollen...die sitzen schon immer an der Ostsee ! Nein, 4. und 6. Minensuchgeschwader waren in Wilhelmshaven. (14.01.2026, 13:12)Bairbus schrieb: Ich hätte allerdings eher eine Entwicklung Richtung Logistik erwartet, als Minensuchboote. Das ist kein Widerspruch, im Gegenteil muss die Nachschub- und Versorgungsroute von Minen frei gehalten werden.
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Aber selbst wenn WHV es schaffen könnte die ganze Einsatzflottille 2 in Zukunft aufzunehmen, wäre ich für einen zweiten Stützpunkt, damit nicht alles in WHV konzentriert ist und man im Schadensfall noch eine ausgestattete(für Marineanwendungen) Ausweichmöglichkeit hat.
Frei nach dem Motto: Geteiltes Risiko ist halbes Risiko.
Die Luftwaffe macht es ja auch so: für jedes Geschwader gibt es einen Ausweichstützpunkt.
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(14.01.2026, 22:55)C-152 schrieb: Wie kommst du auf 28?
Selbst wenn es 8 F127 werden... zusammen mit 6 F126 (oder was auch immer), 3 EGV, 3 MBV und ganz kühn noch alle 4 F125 wären wie bei 24.
8x F-127
6x F-126 (oder adequates...)
4x EGV
4x Tanker
6x MUSE
Mit Anzahl Tanker und EGV aus dem Zielwert Marine 2035: 26
(15.01.2026, 00:00)DopePopeUrban schrieb: Gehen wir mal davon aus, dass die rule of thirds vollständigen Effekt zeigt. Dadurch entfallen 1/3 der Einheiten einer Klasse auf Werften und Docks. Gehen wir mal davon aus, dass die restlichen 2/3 in Wilhelmshaven verbleiben. Das wären dann 2x F125, 4x F126, ~6x F128, 2x EGV und weils so schön ist 2x MBV, also 16x Einheiten.
Die kriegt man problemlos in Wilhelmshaven untergebracht. Sowohl mit wie auch ohne Ausbau.
Ja....aber was ist mit allierten Einheiten (UK/DK/SWE/FIN,PL/NL/B...), die die Baltikum/Arktis Konvois begleiten ?
Insbesondere, weil unsere vielleicht nicht genügend Besatzung haben und tatsächlich im Hafen rum stehen.
Sicherlich ist das nur kurz zu leiten (rein, beladen, kurz aauf andere warten, raus)
Aber: Schaut Euch mal an, wie voll Kiel bei Baltops ist !
Es ist IMMER gut Assets auf mehrere Häfen verteilen zu KÖNNEN....heißt nicht, dass in BHV dann dauerhaft eine Fregatten/EBG/Tanker flotille stehen MUSS.
Wäre aber im Sinne der Diversifizierung durchaus sinnvoll, dort zumindest ständig einen schlagkräftigen Teil Verband liegen zu haben.
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(15.01.2026, 11:04)Milspec_1967 schrieb: 8x F-127
6x F-126 (oder adequates...)
4x EGV
4x Tanker
6x MUSE MUSE in WHV?
Wo steht das? Sollten die nicht als Tenderersatz in Kiel stationiert werden?
Vor allen Dingen: Was wird aus Kiel ohne die Tender? Lediglich 10 Minenboote plus Schlepper? Schwer vorstellbar.
Hast du eine Quelle zu jeweils 4 EGV und MBV?
Bisher habe ich überall jeweils 3 gelesen. Selbst der dritte MBV ist nich nicht beauftragt. Geschweige denn ein vierter EGV.
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(15.01.2026, 11:04)Milspec_1967 schrieb: 8x F-127
6x F-126 (oder adequates...)
4x EGV
4x Tanker
6x MUSE Es ging um die Größe der Schiffe in Bezug auf die Liegeplätze. MUsE soll 130m lang werden, fällt dahingehend also eher raus als die F125 mit ihren 150m. Ganz abgesehen davon, dass die MUsE in der Ostsee liegen sollten.
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(15.01.2026, 11:57)Broensen schrieb: Es ging um die Größe der Schiffe in Bezug auf die Liegeplätze. MUsE soll 130m lang werden, fällt dahingehend also eher raus als die F125 mit ihren 150m. Ganz abgesehen davon, dass die MUsE in der Ostsee liegen sollten.
MUSE ist aber prinzipiell neu.
Und auch die Anzahl 6 ist nicht wenig....mehr als die Tender vorher.
Zudem stellt sich die Frage, ob diese Klasse wegen Ihrer Fähigkeiten (SOF Einsätze, Drohen Führhungsschiff etc.)
auch im Einsatzspektrum (nicht nur Ostsee !) ganz anders betrachtet werden muss, als ein reiner "Kleinschiff Versorger"
(s. MUSE Strang, da haben ja ich und andere genügend zu geschrieben...hört man aber aktuell auch nix offiziell Neues mehr)
Die drei neuen 423 Aufklärer sind mit ca. 125m auch länger als ihre Anlieger in Eckernförde.
Insgesamt wird jede neue Klasse größer als die vorherige.
Und wer weiß, was in Bezug auf LHD/LPD etc noch kommt....
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Milspec_1967 schrieb:Ja....aber was ist mit allierten Einheiten (UK/DK/SWE/FIN,PL/NL/B...), die die Baltikum/Arktis Konvois begleiten ? Die operieren von ihren jeweiligen Heimatbasen aus. Geht aufgrund der individuellen Anforderungen an Werften, Munition usw auch gar nicht anders. Die Logistik übernehmen dann jeweils die verschieden Versorger bis die Einheit ausrotiert und durch eine andere ersetzt wird.
Zitat:Aber: Schaut Euch mal an, wie voll Kiel bei Baltops ist !
Kiel war nicht voll wegen BALTOPS, sondern wegen der Kieler Woche. BALTOPS 25 ging vom 5. bis zum 20. Juni, die Kieler Woche schloss direkt daran an (21. bis 29. Juni), deshalb war es da so voll, weil die ganzen Rückkehrer von BALTOPS dort einen Abstecher gemacht haben.
Zitat:MUSE ist aber prinzipiell neu.
Und auch die Anzahl 6 ist nicht wenig....mehr als die Tender vorher.
MUsE ersetzt die Klasse 404 im 1-1 Verhältnis.
Es gibt aktuell 6x Tender, aufgeteilt auf Kiel, Eckernförde und Warnemünde, und es werden 6x MUsE als deren Ersatz beschafft. Entsprechend werden diese ebenfalls an diesen Standorten verteilt werden.
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Mit anderen Worten: WHV ist nicht für 28 Schiffe, egal welcher Länge, offiziell im Gespräch.
In Eckernförde lagen die 423 auch schon alle hintereinander. 3 Plätze für die 424 sollten kein Problem sein.
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Wir können uns lange drum streiten, welche Schiffe wo Sinn ergeben, aber zwei Punkte sollten für die Ausgestaltung eines neuen Standorts grundsätzlich bestimmend sein:
1. Die EF2 verfügt derzeit über keinen geeigneten Ausweichstützpunkt für WHV.
2. Alle Schiffe werden größer, wodurch die Gesamtkapazität insbesondere hinsichtlich großer Einzelliegeplätze erhöhte Relevanz erhält.
Speziell bei einem Standort in Bremerhaven kommt noch hinzu, dass ein solcher Standort eine wichtige Rolle im Rahmen der NATO-Drehscheibe spielen könnte.
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(15.01.2026, 11:20)C-152 schrieb: Bisher habe ich überall jeweils 3 gelesen. Selbst der dritte MBV ist nich nicht beauftragt. Geschweige denn ein vierter EGV. Deutschland hat bei der NATO 5 "small support ships" eingemeldet. Also 3 EGV und 2 MBV.
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(15.01.2026, 16:00)Broensen schrieb: Wir können uns lange drum streiten, welche Schiffe wo Sinn ergeben, aber zwei Punkte sollten für die Ausgestaltung eines neuen Standorts grundsätzlich bestimmend sein:
1. Die EF2 verfügt derzeit über keinen geeigneten Ausweichstützpunkt für WHV.
2. Alle Schiffe werden größer, wodurch die Gesamtkapazität insbesondere hinsichtlich großer Einzelliegeplätze erhöhte Relevanz erhält.
Speziell bei einem Standort in Bremerhaven kommt noch hinzu, dass ein solcher Standort eine wichtige Rolle im Rahmen der NATO-Drehscheibe spielen könnte.
BIn ich so voll bei dir weshalb ich den Stützpunkt in Bremerhaven ausdrücklich befürworte.
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(15.01.2026, 18:35)kato schrieb: Deutschland hat bei der NATO 5 "small support ships" eingemeldet. Also 3 EGV und 2 MBV.
Laut den von Politico veröffentlichten Beschaffungsplänen steht für 2026 scheinbar nochmal eine Beschaffung für einen dritten MBV an.
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Zitat:Hier sollen bald deutsche Kriegsschiffe liegen
Von t-online, jon
22.01.2026 - 01:56 Uhr
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260122/ufi5bus5.webp]
Die Marine will sechs Minenjagdboote in Bremerhaven stationieren. Schon 2029 könnte es so weit sein. Doch das ist nur eines von zwei Militärprojekten.
https://bremen.t-online.de/region/bremen...ooten.html
Zusammengefasst: - Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes ist am Fischereihafen die Anlegung eines neuen Marinestandortes geplant. Dias Baurecht liegt laut T-Online bereits vor, 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.
- Dort plant die Marine die Stationierung von 6x Minenjagdbooten, die die Hafenzufahrt Bremerhaven vor Minen schützen sollen. Dabei handelt es sich zunächst um ertüchtigte Boote, also vermutlich Klasse 352 und/oder 332.
- Ein weiteres Projekt, ein größerer Militärhafen im Blexer Bogen mit schleusenfreiem Zugang zum Wasser, befinde sich derzeit in der Prüfung. Da diese Projekt aber im Gegensatz zu Beanspruchung des Fischereihafens das aus des Energy Ports nach sich ziehen würde, regt sich politische Opposition.
—————
Ich muss sagen, dass ich den Ansatz für falsch halte. 6x Minenjagdboote sind 50% unserer gesamten MCM-Fähigkeiten, die überall dringender gebraucht werden als in der Nordsee. Wenn russische U-Boote im V-Fall in der Lage sind, es lebendig durch die norwegische See und die Nordsee zu schaffen um Minen vor Bremerhaven zu legen, haben wir a) richtig Mist gebaut und b) ein ganz anderes Problem als mangelnde MCM-Fähigkeiten. Das erscheint mir doktrinal vollkommen aus der Zeit gefallen zu sein, so als wäre es nicht 2026 sondern 1986.
In Bezug auf den Energy Port bin ich mir unsicher, weshalb ich deshalb noch nicht urteilen will.
Auf der einen Seite braucht es mehr militärische Standorte und Bremerhaven ist aufgrund seiner Bedeutung natürlich ein idealer Standort. Auch die Nähe zu Wilhelmshaven könnte sich hier als vorteilhaft erweisen und Alternative Standorte wären vermutlich nur mit großem Kostenaufwand nutzbar.
Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch den Energy Port, da der Energiesektor einer der wenigen deutschen Wirtschaftssektoren ist, der sich die letzten 20 Jahre nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht und technologischen Fortschritt verschlafen hat, entsprechend noch global konkurrenzfähig ist. Soft Power durch die Abhängigkeit eines ausländischen Energiesektors von uns ist nicht zu unterschätzen, von solchen Hebeln haben wir sowieso schon viel zu wenig.
Mal gucken.
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@DPU
wie glaubst du fängt ein Krieg zur See an? Nein es wird nicht die Nordflotte sein, die Yarborough Style ausläuft und versucht die Nato SNMG 1 zu versenken.Es werden eher Schattenflottenschiffe sein, die mit Minen und Raketen Angriffe auf die Infrastruktur durchführen. Und dann ist eine MCM Flottille in Bremerhaven gut platziert. Zusätzlich legt man nicht alle Eier in einen Korb.
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ede144 schrieb:wie glaubst du fängt ein Krieg zur See an? Nein es wird nicht die Nordflotte sein, die Yarborough Style ausläuft und versucht die Nato SNMG 1 zu versenken. Nein, aber man wacht nicht eines morgens auf und plötzlich ist Krieg. Die Aktivität beim Feind intensiviert sich zuvor, Truppen werden in Grenznähe verlegt, Schiffe werden Seeklar gemacht, Funkverkehr nimmt zu. Sowas bekommt man Wochen bis Monate vor H-Hour mit und reagiert entsprechend.
Aus russischer Sicht dürfte man versuchen, möglichst viele U-Boote in See zu bringen bevor ein Angriff stattfindet, das bekommen wir aber mit da U-Boot Bewegungen unsererseits seit jeher eng überwacht werden, besonders durch die RN die im Nordmeer so gut wie nichts anderes mehr tut. Die Coverage pro Boot ist unfassbar hoch.
Einen Zustand, indem die russische U-Boot Flotte ausläuft und in der Nordsee Minen legt ohne, dass wir davon was mitbekommen, gibt es nicht.
Zitat:Es werden eher Schattenflottenschiffe sein, die mit Minen und Raketen Angriffe auf die Infrastruktur durchführen. Und dann ist eine MCM Flottille in Bremerhaven gut platziert. Zusätzlich legt man nicht alle Eier in einen Korb.
Das halte ich für äußerst unrealistisch. Schiffe der Schattenflotte sind zivile Frachtschiffe die durch Satellitenfirmen betrieben werden. Obgleich Personal der Marine oftmals an Bord ist, sind das keine militärischen Einheiten mit militärischen Befähigungen, die sollen einfach nur Fracht an Sanktionen vorbei transportieren.
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Und selbst wenn wir davon ausgehen, dass Bremerhaven potenziell MCM-Fähigkeiten benötigt, spricht mMn alles dagegen, dass wir diejenigen sind, die diese Fähigkeit stellen sollten. Die Niederlande, Belgien und Frankreich beschaffen MCM Einheiten die besonders für den expeditionären Kontext geeignet und mit der fehlenden transatlantischen Unterstützung durch Washington auch vermutlich weitgehend arbeitslos sein werden. Die könne sich um Bremerhaven kümmern, wir haben in der Ostsee wesentlich kritischere Einrichtungen die tatsächlich ernsthaft durch Minen gefährdet werden könnten.
MMn müssen wir mit sowas langsam mal anfangen, effizient zu denken denn wir haben nicht allzu viele verfügbare Ressourcen und die Front verläuft nicht mehr durch Deutschland.
Entsprechend werde ich aus diesem Vorhaben nach wie vor nicht schlau.
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