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(08.01.2026, 15:51)Helios schrieb: Kurz gesagt, die PC-12 (oder auch andere einmotorige Muster) haben signifikant geringere Zuladungen bei gleichzeitig geringerer Ausdauer als die zweimotorige King Air 360ER, die mir als das sinnvollste Muster für derartige Aufgaben bei gleichzeitig hoher Flexibilität für andere Aufgaben erscheint. Alternativen wären da eher, mit dann anderen Schwerpunkten, Maschinen wie die PZL M28.
Ja, für andere Missionen gibt's ja auch noch die neu aufgelegten Varianten von zuhause, wie Do228 NXT (General Atomics) und 328eco (Deutsche Aircraft). Wären sicher auch interessante Plattformen für uns, aber in anderem Einsatzgebiet.
Und ja, generell pflichte ich dir schon bei, dass eine zweimotorige Maschine sinnvoll ist, aber es kommt halt auch auf Einsatz- und Besatzungsanforderung und Mission-Payload an. Die PC-12 ist ja schon durchaus sehr performant was einmotorige Maschinen in der Größe angeht, daher auch mein ursprünglicher Schwenk zu ihr. Sie schafft mit 50% Treibstoffmenge halt doch schon eine Tonne "Useful Load" und hätte noch 1500km+ Reichweite mit Reserve. Die Full-Fuel-Range von über 3000km ist ja doch jetzt nicht so nützlich für uns, außer für Ferry-Flüge, wenn das Hauptziel Drohnenabwehr und Aufklärung über Deutschland sind. Da hast du immer noch 3+ Stunden Ausdauer bei gemächlichem Cruise-Speed. Dennoch hast du natürlich Recht, zwei Motoren bringen noch eine ganze Reihe anderer Vorteile.
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(08.01.2026, 17:34)DrKartoffelsalat schrieb: Da hast du immer noch 3+ Stunden Ausdauer bei gemächlichem Cruise-Speed.
Zum einen halte ich längere Bereitschaftszeiten gerade für die Drohnenjagd für sehr sinnvoll, zum anderen dürfen die "zivilen" Reichweiten, die sich aus optimierten Geschwindigkeiten auf optimierten Höhen ergeben, nicht mit den "militärischen" Reichweiten gleichgesetzt werden, die sich nach den Aufgaben richten müssen. Da werden dann aus 1.500 km aufgrund der Außenlasten schnell nur 1.200 km, und dann reduziert sich die theoretisch noch mögliche Ausdauer von drei Stunden aufgrund der notwendigen Geschwindigkeiten und Flughöhen auf zwei Stunden. Das empfinde ich für eine Aufgabe, bei der ich persönlich gerade die Ausdauer hoch Gewichte, für ziemlich knapp bemessen. Oder besser formuliert (denn das sind ja jetzt einfach nur willkürliche Zahlen), mehr ist da für mein Empfinden auf jeden Fall besser.
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Erfahrungen aus der Ukraine zur Abwehr von Klein- und Kleinstdrohnen sowie Verzögerungs-Munition mit der Flinte:
Es ist spezielle Anti-Drohnen Munition notwendig. Normale Schrottmunition ist unzureichend. Insbesondere das es zunehmend "geschützte" bzw. leicht gepanzerte Drohnen gibt. Auch die Frage der effektiven Reichweite und der "Drohnenstopp-Wirkung" sind hier elementar.
Es sind längere Läufe notwendig. Eine Mindestlänge von 28 Zoll ist erforderlich bzw. kürzere Längen sind sehr schnell nachteilig.
Selbstladeflinten mit einem wechselbaren Magazin sind besser. 10 Schuss Magazine sind vorteilhaft.
Es ist eine intensive Ausbildung notwendig. Soldaten die eine solche haben bzw. gute Schießfähigkeiten mit der Flinte haben, sind immens viel besser in der Abwehr solcher Angriffe als solche mit einer normalen Ausbildung. Weit überproportional.
Es erhöht die Abwehrwahrscheinlichkeit dramatisch, wenn mehrere Soldaten zugleich auf das anfliegende Objekt schießen. Um dann gemeinsam auf das nächste Objekt überzugehen. Das erfordert ein sehr hohes Maß an Koordinierung und gemeinsamen Training.
Spezielle Anti-Drohnen Visiere haben bisher keine signifikanten Vorteile gegenüber instinktivem Schießen gezeigt. Instinktives Schießen verbessert demgegenüber die Umgebungswahrnehmung und die Gesamtwahrnehmung.
Bei vorliegen der genannten Faktoren ist es möglich, sich selbst gegen sehr schnell und eratisch fliegende Drohnen und auch gegen mehrere Drohnen gleichzeitig erfolgreich zur wehr zu setzen.