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Ich hab über die praktische Ausführung von CSAR keine Ahnung. Ich kenne auch die Taktiken und Vorgehensweisen in diesem Bereich nur so weit, wie OSINT dies zulässt und ich denke, da wird man bewusst falsche Bilder zeigen.
Meiner rein persönlichen Meinung / Vermutung nach, wäre es besser wenn man unter Beschuss vom Boden mit dem Heli sich darauf konzentriert so schnell wie möglich wegzukommen. Das beißt sich aber mit der Idee, mit den Bordwaffen gegen Bodenziele zu wirken. Denn das ist ein Widerspruch. Jede Sekunde die ich da vor Ort bleibe und feuere, erhöht meiner rein privaten Meinung / Vermutung nach das Risiko überproportional. Umgekehrt denke ich, dass dieses Feuer allenfalls eine begrenzte niederhaltende Wirkung haben dürfte.
Meiner Meinung nach müsste man sich stattdessen darauf konzentrieren bei Kontakt so schnell wie möglich wegzukommen. Und auch ein Sicherungsheli wird da nicht viel bringen. Auch der ist schneller abgeschossen als umgekehrt er selbst ausreichend Wirkung am Boden erzielen kann.
Es sei denn, es wären vereinzelnte feindliche Soldaten die ankommen und trotzdem sinnfrei nur mit Handwaffen das Feuer eröffnen. Aber wie wahrscheinlich ist das?
Meiner Meinung nach wäre es besser, zwei Transport-Helis zu haben, statt einem Sicherungs- und einem Transportheli. Aber wie gesagt, dazu habe ich keinerlei fundierte Kenntnisse.
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Ich kenne auch nur den Part von der anderen Seite vom Sere C . Bloß war bei uns der heli weiß mit 4 Rädern und acht Sitzen . Piloten müssen den Lehrgang aber auch machen , der ist aber anders aufgebaut .
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Es gibt ja versch. CSAR Taktiken. Ich bewege mich hier auf unsicherem Terrain, konstruktive Kritik ist willkommen.
Die Peers sind mE USA, Israel, Frankreich, UK.
Die Amis nutzen mE auch gepanzerte Blackhawk, könnten wir auch mit NH90 machen.
Die IDF nutzen CH53 und Blackhawk, Franzosen H225M und Tiger und Briten Merlin.
Ich denke je nach Rettungs-Szenario haben wir mehrere Möglichkeiten. Mir fehlt irgendwie der Wille bei der Bundeswehr ein schlagkräftiges CSAR-Konzept aufzusetzen. Motto: Wur gehen nur dahin, wo uns die Anderen rausholen. Da braucht man auch das richtige Mindset der Piloten dafür. Ich glaube mehr als 10 amerikanische Kampfretter haben das dt. Ehrenkreuz für Tapferkeit bekommen.
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Zitat:Da braucht man auch das richtige Mindset der Piloten dafür. Ich glaube mehr als 10 amerikanische Kampfretter haben das dt. Ehrenkreuz für Tapferkeit bekommen
Das wäre mir neu. Mir sind nur die bekannt die 2010 die verletzen und gefallenen der 3. ausgeflogen haben.
Und das waren normale MedEvac.
Man hatte mal ein gutes Konzept . Man hat auch sehr gut ausgebildetes Personal was allerdings bei der Luftwaffe verschwendet wird . Die Luftwaffe nutzt ja auch Ch53
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Das freut mich zu hören. Positive Überraschungen sind ja eher selten
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Frankreich und Spanien vereinbaren gemeinsame Entwicklung des Eurofl’Eye-Systems
FOB (französisch)
Nathan Gain 23. Dezember 2025
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...FS_001.png]
Frankreich und Spanien werden gemeinsam die Entwicklung des Eurofl’Eye-Systems finanzieren, eines von Safran Electronics & Defense entwickelten Panoramasichtsystems, das in die NH90-Hubschrauber integriert werden soll, die bald von den Spezialeinheiten beider Länder eingesetzt werden.
Für das 4. Hubschrauberregiment der französischen Spezialeinheiten (4e RHFS) und einige spanische Besatzungen ist es ein kleines vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Sie werden die ersten Nutznießer des Eurofl’Eye-Systems sein, dessen Entwicklung gestern von der NATO Helicopter Management Agency (NAHEMA) an Safran E&D, Thales und NHIndustries (NHI) gemeldet wurde. Der Umfang der gemeinsamen Investition ist nicht bekannt.
In Kombination mit der optronischen Kugel Euroflir 410 ermöglichen die sechs Infrarotkameras des Eurofl'Eye die Projektion einer multispektralen 3D-Ansicht der unmittelbaren Umgebung des Hubschraubers auf das Visier des TopOwl DD-Helms von Thales. Das System bietet dem Piloten und Copiloten ein 200°-Sichtfeld, wodurch sie ein besseres Situationsbewusstsein erhalten, insbesondere bei Nachtflügen, bei Nebel oder Staub.
Zwischen der Nase und der Euroflir 410-Kugel befindet sich eine Reihe von Eurofl'Eye-Weitwinkelsensoren, die zur Unterstützung der Steuerung in schwierigen Umgebungen entwickelt wurden
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...34x800.png]
(Bildnachweis: Safran E&D)
Der Mehrwert dieses Steuerungshilfesystems ist bekannt. „Eurofl’Eye vereinfacht den Zugriff auf wichtige Informationen, indem es diese direkt in das Sichtfeld der NH90-Piloten integriert. Dieses System verbessert die Reaktionsfähigkeit und Entscheidungsfindung der Piloten, insbesondere unter widrigen Außenbedingungen”, fasste Alexandre Ziegler, Direktor der Business Unit Defense bei Safran E&D, zusammen.
Auf französischer Seite soll Eurofl’Eye vor allem in die 18 NH90 FS eingebaut werden, die ab nächstem Jahr an die 4. RHFS in Pau ausgeliefert werden. Auf spanischer Seite wird es laut NHI Teil der neuesten Entwicklung der Version „Ground Spain Army“ (GSPA) sein, die als gemeinsame Basis für die drei Streitkräfte dient. Auch hier soll die Ergänzung einem Bedarf der Spezialeinheiten entsprechen. Das Eurofl’Eye würde somit die sechs NH90 TTH in der Konfiguration „Maritime Spanish Transport” verstärken, die Spanien am 19. Dezember im Rahmen einer zusätzlichen Tranche von 31 Maschinen für alle Nutzer erworben hat.
Die Ankündigung löst eine seit langem bekannte Lücke: Die Verschiebung der Integration des Eurofl’Eye in die französischen Maschinen auf eine spätere Stufe des NH90 FS-Programms, bis ein Partner gefunden ist, mit dem die Entwicklungskosten geteilt werden können. Das ist nun geschehen. Allerdings nennen die Hersteller keinen Zeitplan, und die ersten Maschinen könnten dennoch ohne diesen Baustein und ohne den dazugehörigen Helm ausgeliefert werden. Das ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, da diese Hubschrauber bereits über die erforderliche Verkabelung und den notwendigen Platz verfügen, um alles zu gegebener Zeit aufzunehmen.
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Ich bin irritiert. Wo ist jetzt der Zusamnenhang zu Technik und Ausrüstung der Bundeswehr?
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(25.12.2025, 22:54)Frank353 schrieb: Ich bin irritiert. Wo ist jetzt der Zusamnenhang zu Technik und Ausrüstung der Bundeswehr?
Es wird alles gepostet, was zu Systemen zu berichten gibt, die sich AUCH in BW Diensten befinden.
Der NH90 gehört dazu.
Dazu... Leicht OT, aber passend:
In Deutschland könnte möglicherweise in Zukunft die Ch47 die SOF Rolle übernehmen.
Offiziell ist das nicht... Aber wahrscheinlich, denn...
https://defence-blog.com/u-s-army-speeds...-fielding/
" Another major benefit of the Block II program is its shared component commonality with the special operations MH-47G variant. This interoperability allows the Army and U.S. Special Operations Command (SOCOM) to align modernization efforts, streamline logistics, and reduce both production and sustainment costs. Shared components simplify maintenance, reduce the supply chain burden, and enhance the flexibility of deployed units.
Interest in the upgraded Chinook is also growing abroad. One partner nation has already committed to acquiring 60 CH-47F Block II aircraft, and several others have expressed interest in purchasing the platform to strengthen their heavy-lift capabilities."
Dafür auch die Luftbetankung... Geheime Langstrecken Einsatz Überführung mit 2er Besatzung + SOF.
Bis zum Baltikum oder Schweden benötigt man keine Luftbetankung, das geht per Tank zwischenstop irgendwo in Freundesland.
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Was hat das bitte mit SOF bei uns zu tun und mit unserer Beschaffung ?
Ein Teil der Verbesserungen geht schon für die luftbetankungsfähigkeit drauf.
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(26.12.2025, 00:35)alphall31 schrieb: Was hat das bitte mit SOF bei uns zu tun und mit unserer Beschaffung ?
Ein Teil der Verbesserungen geht schon für die luftbetankungsfähigkeit drauf.
Die Anschlüsse für etwaige Sensor/ELOKA Aufrüstung sind bei unserer Block 2 vorhanden.... Und in die flug Software integrierbar.
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Das macht noch langen keinen SOF Hubschrauber . Außer GB hat diese auch noch kein weiteres Land bekommen , auch weißt nichts in dem Artikel darauf hin das wir solche bekommen sollen , wollen Oder gerne haben würden. Die Cockpits der Mh Maschinen der 160th SOAR haben auch nichts mit den serienmaschinen zu tun .
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(26.12.2025, 15:51)alphall31 schrieb: Das macht noch langen keinen SOF Hubschrauber . Außer GB hat diese auch noch kein weiteres Land bekommen , auch weißt nichts in dem Artikel darauf hin das wir solche bekommen sollen , wollen Oder gerne haben würden. Die Cockpits der Mh Maschinen der 160th SOAR haben auch nichts mit den serienmaschinen zu tun .
Es besteht die Option (!) da was nachträglich einzubauen... Hat ja noch Zeit
Erst Auslieferung 2027.
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Wieder ein Kunde weniger für NH90.
https://www.janes.com/osint-insights/def...opter-type
Was macht dieses Ding so ambivalent in der Beurteilung der Staaten?
D, F, E, NL halten unbeirrt dran fest.... Der Rest will ihn los werden?
Allerdings :
Wenn in Belgien nur 2 NH90 nicht fliegen können , ist 25%. (!) der Flotte nicht einsatzbereit.
In Deutschland wäre das... 2%... oder so (bezogen auf alle NH90, Heer und Marine)
Hat Belgien seinen Bedarf schlicht falsch eingeschätzt.? .. Und seine benötigte Umlauf Reserve.?
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Aus dem belgischen Bericht lassen sich folgende Kritikpunkte ableiten:
https://x.com/GarethJennings3/status/194...8584249829- zu teuer
- zu wenige
- niedriger Klarstand
- FOC wurde nie erreicht, da wichtige Komponenten nie beschafft wurden
Zwei von vier Kritikpunkten sind also nicht der Maschine anzulasten.
Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Historie des Musters.
Der Hubschrauber ist zu wartungsaufwendig und erreicht nur unter größten (auch finanziellen) Mühen halbwegs akzeptable Klarstände (@voyageur wird da mehr wissen; haben die Franzosen nicht zuletzt 55% gemeldet?). Doch diese Probleme werden durch manche Betreiber erheblich verschlimmert. Zumindest im Falle Australiens und Belgiens kann man das mit Gewissheit sagen.
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Mein rein persönlicher Eindruck ist nicht, dass der NH-90 zu wartungsaufwendig ist. Er ist wartungsaufwendiger als frühere, technisch einfachere Muster, aber das Wort zu würde implizieren, dass er überproportinal wartungsaufwendig wäre, was meiner Kenntnis nach nicht der Fall ist.
Es fehlt lediglich an Technikern im eigenen Hause, Ersatzteilen, ausreichend eingelagerter Technik, Werkzeuge usw.
Meine These ist, dass man deutlich höhere Klarstände haben könnte, ohne übermäßigen Mehraufwand. Wenn man das aber nicht leisten kann oder sich nicht leisten will, dann entstehen halt natürlich Probleme.
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