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(24.12.2025, 14:52)Nightwatch schrieb: Die Lebenserwartung ist in den USA deutlich geringer als in Europa, wobei das extrem zwischen den Ethnien divergiert. Rechnet man die Subgruppen raus die in Europa nicht wirklich präsent sind ist der Utnerschied gering bis nicht vorhanden. Welche Gruppen betrifft das denn? Natives und illegale Einwanderer, nehme ich mal an? Oder noch wen? Generell POC?
Und in der Folge könnte man dann auch noch hinterfragen, ob es überhaupt angebracht ist, diese Gruppen für den Vergleich herauszurechnen oder ob das nicht genau das Problem aufzeigt. Mit den Natives vergleichbare Gruppen haben wir zwar nicht, aber die Tatsache, dass wir mit Einwanderern anders verfahren als die Amerikaner, ändert ja nichts an den Problemen und Ursachen. Klar steigt der Durchschnitt, wenn ich die unteren Werte raus rechne. Und gerade bei der Lebenserwartung sind ja die Lebensumstände der entscheidende Faktor. Und um den Vergleich dieser Lebensumstände geht es doch.
Wenn bei uns alle Menschen sehr viel vergleichbarere Lebensumstände vorfinden, während das in den USA für große Teile der Bevölkerung nicht der Fall ist, dann kann man doch nicht einen Mittelwert gegenüberstellen, der bei uns alle miteinrechnet und in den USA nur jene, denen es besser geht als anderen.
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Zardo schrieb:Wen interessiert der Mittelwert? Bei einer schiefen Einkommensverteilung wie in den USA (das Durchschnittseinkommen wird aufgrund der kleinen Zahl extrem reicher Milliardäre nach oben "gerissen") ist der Median viel aussagekräftiger, wenn man Bevölkerungen vergleichen will, ohne von Verzerrungen durch Ausreisser (Superreiche) ein falsches Bild zu bekommen. Ja, deswegen schrieb ich ja durschnittliche und mittlere Einkommen. Beides ist in den USA höher als in der EU. Insofern weiß ich nicht worauf Erich anspielen wollte.
Broensen schrieb:Welche Gruppen betrifft das denn? Natives und illegale Einwanderer, nehme ich mal an? Oder noch wen? Generell POC? Indigene und Afroamerikaner haben drastisch niedrigere Lebenserwartungen als weiße Amerikaner. Die liegen in etwa auf (niedrigen) europäischen Niveau. Asiatische Amerikaner haben nochmal eine höhere Lebenserwartung.
Zitat:Und in der Folge könnte man dann auch noch hinterfragen, ob es überhaupt angebracht ist, diese Gruppen für den Vergleich herauszurechnen oder ob das nicht genau das Problem aufzeigt.
Die Amerikaner haben in ihrer Gesellschaft nun mal ethnisch und kulturelle recht klar abgrenzbare Subgruppen, die wir uin Europa nicht haben und eine drastisch niedrigere Lebenserwartung aufweißen. Das ist eine Festellung die nicht wegzudisktuieren ist und noch garnichts über die Ursachen dieses Zustandes aussagt.
Wir könnten das genauer betrachten, aber worauf ich damit hinauswollte ist schlicht folgendes: Es liegt nicht bloß an fehlenden sozialen Sicherungssystemen das bei denen die Lebenserwartung niedriger ist. Wäre dem so müsste die Lebenserwartung viel nivellierter niedriger sein als sie tatäschlich ist.
Tatsächlich aber verhält es sich so, dass spezifische sozioökonomische und kulturelle Probleme der besagten Subgruppen gepaart mit dem Fehlen sozialer Sicherungssysteme zu einer drastisch niedrigeren Lebenserwartung führen, nicht das Fehlen sozialer Sicherungssysteme an sich.
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(24.12.2025, 16:45)Broensen schrieb: Welche Gruppen betrifft das denn? Natives und illegale Einwanderer, nehme ich mal an? Oder noch wen? Generell POC?
Asiaten und Latinos haben in den USA eine signifikant höhere Lebenserwartung als Weiße. Also nur am Einkommen kann es nicht liegen.
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Bei der Lebenserwartung sollte man unterscheiden zwischen "ab Geburt" und ab z.B. 18 Jahren (Alter kann beliebig festgelegt werden)
Säuglingssterblichkeit beeinflusst die statistische Lebenserwartung extremst, weshalb nicht viel über die medizinische Versorgung und soziale Sicherung im Erwachsenenalter ausgesagt werden kann, solange man die Säuglingssterblichkeit nicht rausrechnet.
Wenn es um die soziale und medizinische Versorgung im Rentenalter geht, sollte die Lebenserwartung für Personen, die das 65. Lebensjahr erreicht haben, verglichen werden. Ein besser passender Begriff ist Sterberate (death rate).
https://www.cdc.gov/nchs/data/nvsr/nvsr72/nvsr72-14.pdf
Seite 3 Fig. 2
Tiefere Werte sind besser
https://www.oecd.org/en/data/indicators/...20advance.
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(24.12.2025, 14:52)Nightwatch schrieb: ...
Die Lebenserwartung ist in den USA deutlich geringer als in Europa, wobei das extrem zwischen den Ethnien divergiert. Rechnet man die Subgruppen raus die in Europa nicht wirklich präsent sind ist der Utnerschied gering bis nicht vorhanden. die unterschiedliche Lebenserwartung ist nicht genetisch bedingt und hat nichts mit Ethnien zu tun, wie Du vielleicht suggerierst. Da geht es um den unterschiedlichen Zugang zu gesunder Ernährung und Gesundheitsdiensten, wie medizinischer und pflegerischer Versorgung.
Was hier als "ethnisch" verklausuliert rüber kommt ist ein Problem von "arm und reich", und tatsächlich haben bestimmte Bevölkerungsgruppen bei Weitem weniger Chancen auf ein gesundes und risikoarmes Leben als andere.
Die "Milchmädchenrechnung" von den in der Berechnung nicht zu berücksichtigenden Subgruppen ist ungefähr so, wie wenn man in Deutschland Menschen ohne Schulabschluss aus der Einkommensstatistik streichen würde. Dann wären die in der Statistik verbliebenen alle reicher.
(25.12.2025, 09:54)lime schrieb: ..
Asiaten und Latinos haben in den USA eine signifikant höhere Lebenserwartung als Weiße. Also nur am Einkommen kann es nicht liegen. ja richtig - aber das hat (auch) mit den Ernährungsgewohnheiten zu tun. Es ist nun mal ein Unterschied, ob man von industriellem Fast Food lebt oder frischen und selbst zubereitenden Lebensmitteln.
DTs Wirtschaftsdesaster trifft nun zunehmend mehr Teile der Wirtschaft und damit der gesamten Bevölkerung
Zitat:Best of »Acht Milliarden«
Wie Trump die USA in den Strommangel treibt
Im Land der Spritschlucker und Dauerklimaanlagen versprach Donald Trump 2025 billiges Benzin und günstigen Strom. Tatsächlich dürfte er mit seiner Energiepolitik das Gegenteil erreichen.
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(26.12.2025, 22:48)Kongo Erich schrieb: die unterschiedliche Lebenserwartung ist nicht genetisch bedingt und hat nichts mit Ethnien zu tun, wie Du vielleicht suggerierst.
(26.12.2025, 22:48)Kongo Erich schrieb: Da geht es um den unterschiedlichen Zugang zu gesunder Ernährung und Gesundheitsdiensten, wie medizinischer und pflegerischer Versorgung.
Was hier als "ethnisch" verklausuliert rüber kommt ist ein Problem von "arm und reich", und tatsächlich haben bestimmte Bevölkerungsgruppen bei Weitem weniger Chancen auf ein gesundes und risikoarmes Leben als andere. Du beschreibst Symptome. Die Ursache das diese ethnisch abgrenzbaren Subgruppen in vielen Bereichen zurückfallen sind kulturellen Faktoren (Anti-Bildung, Gewalt- und Machogehabe, Misstrauen gegenüber Autoritäten, Kurzfristiges Denken, Opfer- und Anspruchsdenken), dem flächendeckenden Fehlen stabiler Familienverhältnisse, übersteigert wahrgenommenen Historischen Ballast und gut gemeinten aber letztlich destruktiven Staatliche Maßnahmen und Förderprogrammen.
Ich bin diesbezüglich ein Anhänger von Thomas Sowell und weiche damit sicherlich von der Manstream-Meinung ab.
(26.12.2025, 22:48)Kongo Erich schrieb: Die "Milchmädchenrechnung" von den in der Berechnung nicht zu berücksichtigenden Subgruppen ist ungefähr so, wie wenn man in Deutschland Menschen ohne Schulabschluss aus der Einkommensstatistik streichen würde. Dann wären die in der Statistik verbliebenen alle reicher. Nein, es wäre ungefähr so, wenn man diverse Migrantencommunities in Deutschland miteinander und mit der autochonen Bevölkerung vergleicht. Auch da wird man feststellen, dass diverse ethnisch abgrenzbare Subgruppen weit hinter den autochonen Deutschen oder auch nur dem Durschnitt zurückbleiben. Und diverse andere ethnisch abgrenzbare Gruppen dem Deutschen Michel outperformen.
Und nein, ausschlaggebend dafür sind auch auf dieser Seite des Atlantiks nicht irgendwelchen Gene.
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(03.12.2025, 12:44)lime schrieb: Ich habe Verwandtschaft in Texas. Inzwischen hat fast jede Ranch dort Windräder oder Solarfarmen. Allerdings begann der große Ausbau erst durch Förderungen des Bundes. Geschenktes Geld nehmen auch Trumpfans gerne mit. .... zum Thema "Energiewende" passt vielleicht dieser Bericht:
Trump stoppt Energie-Projekte und zieht Wut auf sich: "Unglaublich rücksichtslos"
Zitat:Mit dem vorläufigen Stopp mehrerer großer Windenergievorhaben an der US-Ostküste hat Donald Trump kürzlich heftige Kritik ausgelöst. Viele Umweltschützer und Experten werfen ihm vor, diese Entscheidung behindere die Energiewende in den USA massiv. Gegner, auch aus den eigenen Reihen, sprechen von einer „unglaublich rücksichtslosen“ Maßnahme, die Arbeitsplätze und die Umwelt gleichermaßen gefährdet.
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