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Erich schrieb:Nach meiner Information hat General Wladimir Michailow bei der Bekanntgabe der Entscheidung für die Mil Mi-28 N (2003) angekündigt, dass von diesem Muster bis 2010 rund 50 Exemplare und insgesamt mindestens 300 Kampfhubschrauber beschafft werden sollen.
Die erste Serienmaschine der Mil ist dann Anfang 2006 ausgeliefert worden, seither läuft die Auslieferung nach meiner Kenntnis,
während ich über die Ka-52 keine weiteren Angaben habe 
Von 300 Kampfhubschraubern kann nicht die Rede sein. Bis 2015 sollten lediglich insgesammt 156 neue Hubschrauber beschaffen und eingeführt werden. Dazu gehören die Mi-28N, Ka-50 sowie einige Ka-60 und weitere für die Marine. WO aber die Zahl "300" zu finden ist, ist bei dem Modernisierungsplan. Bis 2015 sollten insgesammt 372 Hubschrauber modernisiert werden. Möglicherweise ein Fehler bei der Übersetzung ?
Turin schrieb:(Zahl unklar) Die Zahl ist bekannt. Voraussichtlich nächstes Jahr solle alle 9 Ka-52 Hubschraubern der GRU (Hauptverwaltung für Aufklärung) übergeben werden. Am Ka-52 sollten sich die Russen sowieso nicht allzu sehr fixieren. Zwei Hubschrauber serienmäßig parrall zu bauen, deren Grundlage von ein und derselben technischen Aufgabenstellung zurückgeht ist - sagen wir mal - nicht sehr klug. Es gibt sinnvollere Berreiche.
Zitat:Dort steht auch der sehr doppeldeutige Ausdruck "bis zu 10 Hubschrauber pro Jahr". Meines Erachtens eine leere Phrase, die vielleicht von dem ausgeht, was Mil theoretisch pro Jahr fertigen kann, aber das noch längst nicht mit dem in Einklang steht, was tatsächlich bestellt und bezahlt wird.
Mil und Kamov sind in der Lage, deutlich über dieses Maß zu produzieren. Das ist nicht der Punkt. Das größte Problem sellt zur Zeit der Mangel an Triebwerken dar, deren Produktion in Russland momentan relativ bescheiden ist. Das VK-2500 Triebwerk wurde ursprünglich vom russischen Klimow-Werk entwickelt, doch heute produziert die ukrainische Fabrik Sitsch serienmäßig dieses Triebwerk, mit denen die Hubschrauber Mi-28N und Ka-52 und Transporthubschrauber ausstattet werden. Das Klimov-Werk selber stellt nur sehr wenig her, alle Teile müssen aus der Ukraine importiert werden. Seit 1996 will man sich durch eigene Produktionstätten von dieser Abhängigkeit weglösen. Erst 2006 wurden Vereinbarungen getroffen, die der Produktion von eigenen Triebwerken im im Moskauer Werk "Tschernyschev" grünes Licht gaben. Die ersten Triebwerke sollen dort bereits 2009 gebaut werden. Naja, wer weiß, vielleicht kommen sie somit letzten Endes doch noch auf 10 Stück im Jahr.
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Zitat:Mil und Kamov sind in der Lage, deutlich über dieses Maß zu produzieren. Das ist nicht der Punkt. Das größte Problem sellt zur Zeit der Mangel an Triebwerken dar, deren Produktion in Russland momentan relativ bescheiden ist. Das VK-2500 Triebwerk wurde ursprünglich vom russischen Klimow-Werk entwickelt, doch heute produziert die ukrainische Fabrik Sitsch serienmäßig dieses Triebwerk, mit denen die Hubschrauber Mi-28N und Ka-52 und Transporthubschrauber ausstattet werden. Das Klimov-Werk selber stellt nur sehr wenig her, alle Teile müssen aus der Ukraine importiert werden. Seit 1996 will man sich durch eigene Produktionstätten von dieser Abhängigkeit weglösen.
Ergo "kann" Mil eben, bezogen auf dem Mil-28 nicht mehr fertigen. Darum gings doch. Dass jedes Rüstungswerk grundsätzlich seine Kapazitäten hochfahren kann, wenn alles verfügbar ist (Geld und/oder Zulieferer), ist mir schon klar.  Wäre auch ein bißchen arm, wenn ein Hersteller wie Mil oder Kamov von sich selbst nicht über zehn Maschinen pro Jahr käme. Ich wollte mit dem Satz auch keine Wortklaubereien auslösen. Trotzdem interessant, das mit den Triebwerken.
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Turin schrieb:Zitat: habt Ihr nähere Quellen dazu?
Nach meiner Information hat General Wladimir Michailow bei der Bekanntgabe der Entscheidung für die Mil Mi-28 N (2003) angekündigt, dass von diesem Muster bis 2010 rund 50 Exemplare und insgesamt mindestens 300 Kampfhubschrauber beschafft werden sollen.
Schau mal eine Seite vorher, da rechnest du selbst die Lieferzahlen nach einer Meldung von RIA durch. Dort steht auch der sehr doppeldeutige Ausdruck "bis zu 10 Hubschrauber pro Jahr". Meines Erachtens eine leere Phrase, die vielleicht von dem ausgeht, was Mil theoretisch pro Jahr fertigen kann, aber das noch längst nicht mit dem in Einklang steht, was tatsächlich bestellt und bezahlt wird.
Selbst wenn diese Rate erreicht werden würde, würde man für die Gesamtbeschaffung demnach ca. 25 Jahre brauchen (wenn man die Handvoll Ka-52 für die Spezialkräfte abzieht), bis die Beschaffung abgeschlossen wäre. ..... meine Frage bezog sich auf die KA 52, nicht auf die Mil .... sorry, falls ich mich unverständlich ausgedrückt haben sollte
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Turin schrieb:Ergo "kann" Mil eben, bezogen auf dem Mil-28 nicht mehr fertigen. Darum gings doch. Dass jedes Rüstungswerk grundsätzlich seine Kapazitäten hochfahren kann, wenn alles verfügbar ist (Geld und/oder Zulieferer), ist mir schon klar. Wäre auch ein bißchen arm, wenn ein Hersteller wie Mil oder Kamov von sich selbst nicht über zehn Maschinen pro Jahr käme. Ich wollte mit dem Satz auch keine Wortklaubereien auslösen. Trotzdem interessant, das mit den Triebwerken.
Oi, dann habe ich dich wohl falsch verstanden. :?
Hier der Trend des aktuellen Rüstungsprogramms:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://mdb.cast.ru/img/content/2-2007/fig_5_1_2_2007.gif">http://mdb.cast.ru/img/content/2-2007/f ... 2_2007.gif</a><!-- m -->
Naja, trotz anstieg wird deutlich, dass die Gelder für die Neubeschaffungen immernoch nicht aussreichend ausffallen.
Wenns jemanden interessiert: Hier die Übersicht der Militärtechnik, die 2007 beschaffen wurde:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://mdb.cast.ru/mdb/2-2007/item1/item2/">http://mdb.cast.ru/mdb/2-2007/item1/item2/</a><!-- m -->
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/safety/20071005/82620120.html">http://de.rian.ru/safety/20071005/82620120.html</a><!-- m -->
Zitat:Neue Frontbombenflugzeuge für russische Luftstreitkräfte im Fernen Osten
15:52 | 05/ 10/ 2007
MOSKAU, 05. Oktober (RIA Novosti). Ab November dieses Jahres wird die Fernöstliche Vereinigung der russischen Luftstreitkräfte und der Luftverteidigung mit modernisierten Frontbombenflugzeugen ausgestattet.
...
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Über die Modernisierung der Tu-95 gibt es bei SpOn nen längeren Artikel mit allgemeinen Ausführungen über die russische Rüstungsindustrie.
Hier der Link:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,509367,00.html">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 67,00.html</a><!-- m -->
Im Artikel wird erwähnt, dass Russland bis 2015 50 neue Langstreckenbomber beschaffen will.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm">http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm</a><!-- m -->
(ganzer Text, da die Nachricht vom Marineforum nur kurz im Netz ist)
Zitat:Schon im kommenden Jahr soll bei Sevmash in Severodvinsk (Weißmeer) mit dem Bau eines vierten strategischen U-Bootes (SSBN) der BOREJ-Klasse begonnen werden.
Dies erklärte Präsident Vladimir Putin am 18. Oktober bei einer „Bürgerfragestunde“. Zugleich kündigte er noch für dieses Jahr den Beginn erster Erprobungen des Typbootes YURI DOLGORUKIY an (in diesen Wochen waren erste Standproben an der Pier geplant). Mit den derzeit bei Sevmash im Bau befindlichen weiteren Booten ALEKSANDER NEVSKIY (Fertigstellung in 2009) und VLADIMIR MONOMAKH (Fertigstellung in 2011) würde die russische Marine damit zunächst vier U-Boote dieser neuen Klasse erhalten, von denen je zwei bei Nordflotte und Pazifikflotte stationiert werden sollen.
Insgesamt sind acht Einheiten geplant. Die neuen SSBN sollen in den kommenden Jahrzehnten das Rückgrat der seegestützten nuklearen Abschreckung Russlands bilden und in dieser Rolle ältere SSBN DELTA-III/IV ersetzen. Die getaucht 24.000 ts verdrängenden, 170m langen BOREJ werden dazu mit jeweils zwölf SLBM des derzeit entwickelten Typs Bulava bestückt, die – wie bei den typischen „Buckel-DELTA“ – wieder in Startschächten hinter dem Turm untergebracht werden. Bulava (SS-NX-30) ist die Marineversion der landgestützten Interkontinentalrakete SS-27 Topol-M, soll eine Reichweite von „mindestens 8.000 km“ haben und zehn nukleare Gefechtsköpfe tragen. Ob dieser Flugkörper bei Indienststellung der YURI DOLGORUKIY schon einsatzreif ist, bleibt fraglich. Bei Erprobungen hat es mehrfach herbe Rückschläge gegeben.
DOLGORUKIY war im April dieses Jahres getauft und aus der Bauhalle in Severodvinsk ausgerollt worden – mehr als elf Jahre nach Baubeginn. Vor allem finanzielle Probleme hatten das Vorhaben immer wieder verzögert. In einer russischen Fachzeitschrift kann man lesen, dass es der Werft an für den U-Bootbau geeignetem Stahl fehlte. Der bisherige Hauptlieferant Azovstal fand sich nach dem Zerfall der Sowjetunion plötzlich in der Ukraine wieder, und das Verteidigungsministerium hatte kein Geld, dort den nun plötzlich sehr teuren Stahl zu kaufen. So kam der Bau der DOLGORUKIY im Januar 1998 (damals ohnehin nur zu 5 % fertig) zum Erliegen.
Dass das neue SSBN schließlich doch gebaut wurde, scheint vor allem auch dem Improvisationstalent der Werft zu verdanken zu sein, deren Direktor vorschlug, doch vorhandene Produktionsvorräte zu nutzen. Damit meinte er allerdings keinen Rohstahl, sondern fertige Rumpfsektionen für bereits begonnene U-Boote anderer Klassen „vorhergehender Generationen“, deren Bau Sevmash unter den Finanzproblemen ebenfalls eingestellt hatte. So ungewöhnlich, vielleicht auch abwegig dieser Vorschlag auch anmuten mag – er wurde tatsächlich realisiert. So soll die DOLGORUKIY die komplette Bug – und Hecksektion des begonnenen, dann aber wegen Geldmangel nicht weiter gebauten U-Bootes KUGUAR (AKULA-II) erhalten haben. Bei Schwesterboot ALEKSANDER NEVSKIY sollen fertige Rumpfsegmente der RYS, eines weiteren AKULA-II Verwendung gefunden haben. Daneben sollen sich auch Sektionen von U-Booten der OSCAR-II-Klasse in den beiden ersten Booten der BOREJ-Klasse finden. Rumpfsegmente sollen überdies auch von der U-Bootwerft Komsomolsk, die ebenfalls AKULA baut, nach Severodvinsk verschifft worden sein.
Die Verwendung typfremder Rumpfsegmente hat wahrscheinlich signifikante Veränderungen am ursprünglichen Design notwendig gemacht. Einem Medienbericht zufolge soll es sich bei der in diesem Jahr getauften DOLGORUKIY gar nicht mehr um das ursprünglich 1996 begonnene U-Boot handeln. Dieses sei komplett abgerüstet worden. Wie dem auch sei: Jedenfalls stellte die ungewöhnliche Maßnahme die Fertigstellung des Typbootes der prestigeträchtigen neuen Klasse sicher. Zugleich zeigte es sich, dass durch die Verwendung typfremder Module eine Art Standardisierung erfolgte, die letztendlich auch eine deutliche Senkung der Baukosten zur Folge hatte – sicher ein für die nun so zügige Fortsetzung des BOREJ-Programmes wesentlicher Faktor.
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Zitat:Russland modernisiert Iskander-Raketen bei Ausstieg aus INF-Vertrag
Russland modernisiert das mobile Raketensystem Iskander im Falle des Ausstiegs aus dem Vertrag über Vernichtung von Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag).
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/safety/20071114/88073723.html">http://de.rian.ru/safety/20071114/88073723.html</a><!-- m -->
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Zitat:Russlands Streitkräfte bekommen 2009 neue Superpanzer
Ein prinzipiell neues Panzermodell wird 2009 in die Bewaffnung der russischen Armee aufgenommen, das alle seine Vorgänger deutlich übertrifft.
...
Makarow zufolge handelt es sich um einen Panzer mit einem absolut neuen Laufwerk, Motor, Feuerleitsystem und Bewaffnung. In Bezug auf seinen Kampfwert wird der neue Panzer alle existierenden Modelle im In- und Ausland übertreffen.
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/safety/20071222/93776778.html">http://de.rian.ru/safety/20071222/93776778.html</a><!-- m -->
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Zitat:According to the press-service of the French company Thales, it has made a contract with Rosoboronexport on supplying around 100 thermal vision cameras (Catherine FC model) to Russia for being set up on the Russian newest T-90 tanks.
Catherine FC cameras provide effective target recognition in various lighting conditions of day and night. The cameras were designed for being set up in compact optoelectronic modules which can be placed on any kind of platforms and later be integrated in more complex informational systems of battle sites.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.russia-ic.com/news/show/5499/">http://www.russia-ic.com/news/show/5499/</a><!-- m -->
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Und schon wieder, mehr westliche Technik in russischen Gerätschaften.
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damcon schrieb:Und schon wieder, mehr westliche Technik in russischen Gerätschaften.
und?
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Und? Das zeigt, dass die Russen nicht fähig sind soetwas in gleicher Qualität selbst zu entwickeln? Solch ein Deal mindert meiner Meinung nach die Leistungsfähigkeit des russischen Militär-Industrie-Komplexes.
Auch wenn es viel billiger ist etwas zu kaufen als selbst zu entwickeln, die Russen hatten auch vorher schon Wärmebildkameras, wie´s aussieht können die nicht mit den Westlichen mithalten... schade.
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So neu ist es nicht, das Russland militärische Ausrüstung von Frankreich kauft. Noch zu Zeiten der Sowjetunion hat man in Frankreich und Italien Ausrüstung für Kampfflugzeuge gekauft. Rumänien konnte sich gar einige Kampfhubschrauber vom Typ Gazelle beschaffen.
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Das Rumänien Gazelle bekommen hätte ist mir neu, meinst du vielleicht die Aérospatiale Alouette III, die als IAR 316 die schon 1971 in Lizenz gebaut wurde.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/IAR_316">http://en.wikipedia.org/wiki/IAR_316</a><!-- m -->
Französische Helikopter sind in Rumänien übrigens keine Seltenheit, der Puma wurde auch schon in Lizenz gebaut, allerdings nach Sowjetzeiten.
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