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Wie von Nightwatch angesprochen...
Zitat:Trotzdem wäre ich dafür den Thread in schlicht "US-Wirtschaft" umzubenennen.
...habe ich den Titel des Stranges etwas neutraler gehalten und nun einmal umformuliert.
Schneemann
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Harvard-Professorin über Trumps Amerika
Zitat:»Ich fürchte, es wird noch schlimmer«
Ist die US-Wirtschaft wirklich so stark, wie Donald Trump behauptet? Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath erklärt, was gut läuft. Und warum sie trotzdem einen Billionencrash am Aktienmarkt erwartet.
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Das Handelsblatt (hätte ich eher auf einem Wirtschaftsliberalen Kurs und nicht "gutmenschelnd" vermutet) sieht die Problematik der harten Abschiebe-Politik für die USA aus wirtschaftspolitischer Sicht:
Zitat:Wie die Einwanderungsbehörde ICE zur Gefahr für Unternehmen wird
Das Vorgehen der US-Bundesbeamten ist nicht nur ein ethisches Problem, sondern auch ein ökonomisches. Mitarbeitende fallen aus, Einnahmen brechen weg. Firmen wehren sich – mit hohem Risiko.
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ich glaube, das ist genau das Gegenteil von dem, was DT mit seiner "Zoll-Politik" erreichen wollte:
US-Handelsdefizit weitet sich so stark aus wie seit 1992 nicht mehr Zitat:Washington, 29. Jan (Reuters) - Das US-Handelsdefizit hat sich im November überraschend kräftig ausgeweitet und den stärksten prozentualen Anstieg seit fast 34 Jahren verzeichnet.
Das Defizit habe sich fast verdoppelt und sei um 94,6 Prozent auf 56,8 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 40,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der prozentuale Zuwachs war der größte seit März 1992. Allerdings war das von US-Präsident Donald Trump kritisch beäugte Handelsdefizit im Oktober auch auf das niedrigste Niveau seit Mitte 2009 geschrumpft.
Volkswirte dürften nun ihre Schätzungen für das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2025 senken. Getrieben wurde das hohe Defizit von einem kräftigen Anstieg der gesamten Importe, die um fünf Prozent auf 348,9 Milliarden Dollar zulegten. Die Einfuhren von Waren stiegen sogar um 6,6 Prozent. Vor allem die Importe von Kapitalgütern wie Computern und Halbleitern schnellten um 7,4 Milliarden Dollar auf ein Rekordhoch, was mit dem Investitionsboom im Bereich der Künstlichen Intelligenz zusammenhängen könnte. Auch die Einfuhren von Konsumgütern, insbesondere von pharmazeutischen Produkten, nahmen deutlich zu.
Gleichzeitig brachen die gesamten Exporte um 3,6 Prozent auf 292,1 Milliarden Dollar ein. Die Ausfuhren von Waren fielen sogar um 5,6 Prozent. Belastet wurde die Bilanz hier von einem Rückgang bei Industriegütern und Rohstoffen um 6,1 Milliarden Dollar. Auch die Exporte von Konsumgütern sanken.
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(23.01.2026, 17:02)Nightwatch schrieb: ...
Seit bestehen dieses Threads genau zwei Zeiträume in denen sich die US-Wirtschaft tatächlich in einer Krise befans: 2007 bis 2009 als Folge der Finanzkrise und 2020 die Pandemie.
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darüber kann man streiten.
Einmal, in der Frage, wie lange die Finanzkrisen gedauert haben
(war die Pandemie 2020 schon wieder abgearbeitet) und dann in der Frage, ob es weitere Krisen gab oder unterschwellig eine strukturelle Krise nur leicht übertüncht weiter grummelt.
Ich würde z.B. auch 2025 mit dem Beginn der zweiten Amtszeit DT als Beginn eines weiteren akuten Krisenzeitraumes bezeichnen - Stichworte wären US-Zollpolitik, zunehmend fehlende Sicherheit ....
Zu letzterem
aktuell die Frankfurter Rundschau:
Zitat:Wirtschaft
Touristenschreck Trump bedroht Milliardenbranche: „Bleibt weg von den USA“
Stand:02.02.2026, 09:04 Uhr
In den USA sind seit Monaten die Touristenzahlen rückläufig. Politik und verschärfte Einreiseregeln schrecken ab. Für die Branche wird es eng und die Fußball-WM wird unattraktiv.
USA – Während weltweit wieder mehr gereist wird, meiden viele Menschen gezielt die USA. Die Vereinigten Staaten kämpfen mit einem anhaltenden Besucherschwund. Im Dezember sank die Zahl internationaler Reisender bereits den achten Monat in Folge, wie aus Daten des National Travel and Tourism Office hervorgeht, die Anfang Januar veröffentlicht wurden. Auch das Gesamtjahr 2025 zeigt einen Negativtrend: Aus zehn der zwanzig wichtigsten Herkunftsländer kamen weniger Touristen – darunter Deutschland, Indien und Südkorea.
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Für die Tourismusbranche sind das alarmierende Zahlen. Die Reise- und Tourismusindustrie unterhält im Jahr 2024 mehr als 15 Millionen Arbeitsplätze und erzeugte eine Wirtschaftsleistung von rund 1,3 Billionen US-Dollar. Besonders wertvoll sind internationale Besucher: Sie brachten 181 Milliarden US-Dollar ins Land. Genau diese Einnahmen brechen nun zunehmend we
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Der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt sagte gegenüber der Wirtschaftswoche: „Die USA verlieren die Attraktivität als Reiseland. Urlauber wollen nicht zu spüren bekommen, dass die Nationalgarde durch Los Angeles läuft und Razzien gegen Immigranten stattfinden.“ Die Situation sei „ziemlich einzigartig“, so Großbongardt. „Innerhalb weniger Monate hat sich das Verbraucherverhalten bei einem Hauptreiseziel drastisch verändert.“
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Der ehemalige Fifa-Präsident Sepp Blatter ... verbreitete auf dem Portal X ein Zitat des Strafrechtlers und ehemaligen Fifa-Kommissionspräsidenten Mark Pieth und schrieb dazu: „Ich denke, Mark Pieth hat recht damit, diese WM infrage zu stellen.“
Pieth hatte in einem Interview des Schweizer Tagesanzeigers gesagt: „Wenn wir jetzt alles zusammennehmen, worüber wir geredet haben, gibt es für die Fans nur einen Rat: Bleibt weg von den USA! Ihr seht es am Fernseher sowieso besser. Und: Bei der Einreise müssen Fans damit rechnen, dass sie, wenn sie den Beamten nicht gefallen, direkt in den nächsten Flieger nach Hause geschickt werden. [...] Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein autoritär werdender Staat.“ (ls)