(Land) Jaguar (EBRC) von KNDS
#46
Es geht ja eigentlich um die Frage wer braucht einen leichten Panzer 105mm zum Direktbeschuss ?

Es gibt Foristen die wollen dise in die Infanterieregimenter schicken. Meiner Meinung nach ein Irrweg.
Für den Direktbeschuss gibt es doch die Roboter-Kampfeinheit Pendragon
Dort wird doch Material und Einsatzdoktrin getestet. Zur Zeit eher mit kleineren Kalibern.

Eine 105mm Kanonendrohne würde auf ein Gewicht von ca 32 t hinauslaufen. Zuviel für eine Drohne Bleibt die Idee eines CTA <80 mm . Mal sehen was die Zukunft bringt.
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#47
Ein Jaguar-Nachbau zur Ausbildung echter Soldaten
FOB (französisch)
Nathan Gain 18. März 2026
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...189449.png]

Ein Jaguar-Nachbau zur Ausbildung der Besatzungen der Landstreitkräfte – das ist Gegenstand einer europäischen Ausschreibung, die gestern von der Generaldirektion für Rüstung (DGA) veröffentlicht wurde.

Hinter dieser recht originellen Anfrage steht ein „Ersatzfahrzeug für die Kavallerie“ (MSCAV), das als leichtes Fahrzeug konzipiert ist und die allgemeinen Funktionen des Jaguar erfüllt, jenes gepanzerten 6×6-Fahrzeugs aus dem SCORPION-Programm, das in erster Linie den AMX 10RC ersetzen soll. Bis Ende 2025 wurden fast 130 Exemplare von KNDS, Arquus und Thales ausgeliefert, während weitere 30 in diesem Jahr in den Regimentern der leichten Panzer-Kavallerie erwartet werden. Das bedeutet, dass ebenso viele Soldaten an einem komplexen und sich ständig weiterentwickelnden System ausgebildet werden müssen, und das alles vor dem Hintergrund der endgültigen Ausmusterung der ERC-90 Sagaie.

Dieser auf die Ausbildung ausgerichtete, vereinfachte Jaguar dient der Vermittlung taktischen Know-hows, von der Manövrierung über den Einsatz optronischer Mittel bis hin zur internen und externen Kommunikation. Dieser MSCAV konzentriert sich auf zwei der drei Besatzungsmitglieder: den Fahrzeugführer und den Schützen. Das Augenmerk auf Realismus liegt daher vor allem auf dem Turm, der zwar nicht drehbar ist, aber dennoch mit einer Attrappe einer Kanone ausgestattet ist. Die Darstellung der Schussfunktion wird nicht über die Mensch-Maschine-Schnittstelle hinausgehen. Es obliegt dem künftigen Auftragnehmer, die optischen und optronischen Systeme sowie die physischen und softwaretechnischen Schnittstellen zu entwickeln, aus denen sich das Beobachtungssystem für den Schützen und den Fahrzeugführer zusammensetzt. Die zu integrierenden Informations- und Kommunikationssysteme werden vom Heer bereitgestellt.

Der künftige Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren sieht die Beschaffung von 20 Systemen in der festen Tranche vor. Je nach Aktivierung der optionalen Tranchen können bis zu 160 weitere Exemplare hinzukommen. Bei einem solchen Umfang könnte der Einsatz des MSCAV über den Rahmen von Schulen und Ausbildungslagern hinausgehen und sich auf Regimenter ausweiten. Die Bewerbungen, die auf europäische Akteure beschränkt sind, werden für Anfang Mai erwartet.

Der Bedarf ist nicht näher spezifiziert, doch ein solches Werkzeug dürfte dazu beitragen, den Einsatz von Jaguars zu vermeiden, die anderswo potenziell nützlicher sind, und nebenbei Kapazitäten für Übungen, Missionen und Auslandseinsätze zu erhalten, wodurch bestimmte Kosten gesenkt werden könnten. Auf halbem Weg zwischen Einsatzgerät und Simulation wäre dieser simulierte Jaguar, sollte er realisiert werden, gerade jetzt, da es der Armee an speziellen Ausbildungs- und Trainingsmitteln mangelt, nicht überflüssig.

Nach der Einstellung des SERKET-Auftrags und der Verschiebung des SEMBA-Auftrags beschränkt sich der Simulationsbereich des Jaguar vorerst auf die im letzten Jahr bestellten Simulatoren SERAK und ET40-REC. Weitere Lösungen könnten sich aus SITTACS ergeben, einem neu ins Leben gerufenen Programm, das in Zusammenarbeit mit Belgien gestartet wurde und dessen Leitung der Gemeinsamen Organisation für Rüstungszusammenarbeit (OCCAr) übertragen wird.
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