Ukrainische Drohnenpiloten radieren bei Übung ganze NATO-Bataillone aus
#16
Zitat: Und die Regierung, die sich im Baltikum militärisch engagieren möchte und deren Wähler deswegen davonlaufen, wird sich davor hüten, den Krieg mit Marschflugkörpern zu eskalieren. Und dann kann Russland sich zurücklehnen und schauen, wie sich so die Bündnisse NATO und EU weiter entwickeln bzw. abwickeln, und wenn man dann klarer sieht, wer im Ernstfall tatsächlich sich am Krieg beteiligt, entsprechend sich etwas einverleiben oder auch nicht.

Und das ist wohl neu und hat man nicht gewusst bei der Aufnahme dieser Länder ? Weshalb wurde die Aufnahme der Osteuropäer nach Ende des kalten Krieges wohl nicht zugestimmt in der NATO? Vielleicht lag es daran das man noch Politiker hatte mit etwas Weitsicht oder die überhaupt ihr Gehirn benutzt haben .


Zitat: Also aus meiner Sicht gibt es nicht unbedingt noch andere Fronten. Naja gut, die NATO könnte alle Schiffe kapern, die aus russischen Häfen ausgela

Das Einsatzgebiet beim letzten Bündnissfall lag mehr als 5000 km entfernt in Asien . Das wird anscheinend gerne vergessen.
Zitieren
#17
(Gestern, 02:41)alphall31 schrieb: Und das ist wohl neu und hat man nicht gewusst bei der Aufnahme dieser Länder ? Weshalb wurde die Aufnahme der Osteuropäer nach Ende des kalten Krieges wohl nicht zugestimmt in der NATO? Vielleicht lag es daran das man noch Politiker hatte mit etwas Weitsicht oder die überhaupt ihr Gehirn benutzt haben .



Das Einsatzgebiet beim letzten Bündnissfall lag mehr als 5000 km entfernt in Asien . Das wird anscheinend gerne vergessen.

Eben. Wenn keine Gegenschläge und nur geringe Verluste drohen und niemand nach Umstellung auf Kriegswirtschaft verlangt und wenn es um die USA geht, ist es leicht der Bündnispflicht nachzukommen.
Zitieren
#18
Allgemein:

Zitat:Der Teil mit der fehlenden Tarnung finde ich immer ganz amüsant

Ergänzend: die drei entscheidenden Signaturen sind heute: 1. Die Wärmesignatur - 2. die Spuren welche das Fahrzeug im Gelände hinterlässt - 3. Die Radarsignatur

Amüsanterweise ist das ein Argument für leichtere 6x6 Radpanzer, weil diese in allen drei Aspekten diesbezüglich Vorteile aufweisen.

Lieber Tee:

Zitat:Was wären denn die Kosten? 10.000 tote Soldaten ... naja, das ist für Putin verkraftbar. Teuer würde es tatsächlich erst, wenn NATO-Truppen Marschflugkörper auf russische Städte einsetzen, aber ob sie das Risiko eingehen ist halt fraglich.

Die paar tausend tote Russen sind natürlich nicht die Kosten. Sondern die wirtschaftlichen Folgen (wir sind nicht ansatzweise bei dem was hier gegen Russland möglich wäre), innere Destabilisierung, dass wir an anderer Stelle russisches Gebiet besetzen (Verhandlungsmasse schaffen), die Zerstörung wertvoller und nicht ausreichend schnell ersetzbarer strategischer Systeme, den Umstand dass lachende Dritte dies gegen Russland nutzen werden, die Stärkung und Einigung von NATO und EU, massive weitere Aufrüstung in der EU, deutsche Atomwaffen und und und und

Nimm als Vergleich den Ukrainekrieg: auch hier sind die Kosten insgesamt gesehen sehr viel höher als die bloßen Verluste in der Ukraine die gegenüber dem Gesamtschaden für Russland praktisch irrelevant sind.

Kurz und einfach: die negativen Auswirkungen einer solchen Aktion überschreiten jedweden Nutzen so dermaßen, dass man davon ausgehen muss, dass nur ein irrationaler Akteur so eine Aktion starten wird. Natürlich muss man trotzdem damit rechnen, gerade eben deshalb, weil Russland etwaig hier irrational agieren wird.

Zitat:Und damit kommen wir zum eigentlichen Punkt: Was soll die ganze Aktion?
Putin ist seit Jahren dabei die EU zu destabilisieren. Putin will russlandfreundliche, antieuropäische Parteien in die Regierungen bringen. Putin will einen Keil in die NATO/EU treiben. Putin verfolgt u.a. politische Ziele.

Zielsetzung und tatsächliche Zielerreichung sind aber völlig unterschiedliche Dinge. Denn was hat Putin in Wahrheit bewirkt?! Schweden und Finnland sind nun in der NATO. Die militärischen Problemstellungen für Russland haben sich vervielfacht. Europa rüstet auf. Und die Spaltung von NATO und EU wurde geringer statt stärker, die russischen Streitkräfte sind ausgeblutet und benötigen eine erhebliche Regenerationsphase für den nächsten ernsthaften Bodenkrieg, er hat Russland in die Abhängigkeit Chinas getrieben und und und

Kurz und einfach: Putins Politik ist vollständig gescheitert. Er hat schlussendlich das Gegenteil dessen bewirkt was beabsichtigt war.

Zitat:Ein kleiner Angriff aufs Baltikum würde allen aufzeigen, dass es keine Bündnisverpflichtung gibt, sondern dass es die freie Entscheidung jedes Staates ist, ob und wenn wie sehr er einem angegriffenen Bündnispartner zu Hilfe eilt.

Natürlich ist das die freie Entscheidung jeden Staates. Aber entsprechend bedeutet dies, dass hier für Russland immense Risiken bestehen für die vage Erfolgsaussicht hier die NATO zu spalten oder die EU zu schwächen. Aber nehmen wir es mal als Extremfall rein theoretisch an: Die Russen besetzen einen 20 bis 30 km breiten Streifen in Estland und es wird nicht darauf reagiert. Die Esten kämpfen tapfer, aber werden im Stich gelassen. Trotzdem wäre der Schaden aller sonstigen und indirekten Maßnahmen für die Russen gigantisch. Allein wirtschaftlich hätte Russland daraus folgend massivste Probleme. Im weiteren wäre dieser Streifen langfristig nicht einmal haltbar. Und es würde noch hektischer auf westlicher Seite aufgerüstet werden, deutsche Atomwaffen wären dann die zwingende Folge, Polen würde in hektischer Hysterie überrüsten und etwaig ebenfalls Massenvernichtungswaffen beschaffen, alle Probleme die Russland in Bezug auf seine Sicherheitspolitik hat, würden sich selbst in diesem Fall gigantisch erhöhen.

Russland hat berechtigte Sicherheitsinteressen. Wenn es aber ins Baltikum einfällt, dann schädigt es seine eigenen Sicherheitsinteressen massiv. Das ist der entscheidende Punkt.

Zitat:Und die Regierung, die sich im Baltikum militärisch engagieren möchte und deren Wähler deswegen davonlaufen, wird sich davor hüten, den Krieg mit Marschflugkörpern zu eskalieren.

Es gibt sehr viel mehr als nur Marschflugkörper und Deutschland wird in diesem Gesamtkonzert im weiteren auch gar nicht so wesentlich sein. Es wird dann keine Rolle mehr spielen, ob die verzagte kleinbürgerliche kleingeistige Nicht-Gesellschaft hierzulande der Regierung als Wähler entfleucht oder nicht.

Im weiteren wäre es Unfug die Marschflugkörper auf russische Städte abzufeuern wie du es hier schreibst. Die Zerstörung der Öl- und Gasindustrie, der Pipelines usw. würde Russland sehr schnell gegen die Wand fahren.

Zitat:Und dann hat man halt die Infanteristen in Estland stehen ... also ignorieren macht dann keinen Sinn.

Doch absolut. Das wäre militärisch in ganz vielen Szenarien eine der sinnvollsten Optionen. Weil es Verschwendung von Zeit und Mitteln und Kräften ist, sich mit russischer Infanterie in irgendeinem Sumpf oder Wald herumzuschlagen. Weil diese russische Infanterie in besagtem Gelände irrelevant ist, ihre Präsenz irrelevant ist und das Gelände irrelevant ist.

Das ist das was ich ja immer versuche zu erklären: dass der Besitz von Gelände heillos überschätzt wird und dies einer der wesentlichsten Denkfehler der militärischen Strategie der Gegenwart ist.

Zitat:Ja, von der Versorgung abschneiden wäre eine passende Taktik, dazu bräuchte man dann aber schon entweder mechanisierte Einheiten, die man zwischen die Infanteristen und ihrem Nachschub bringt, oder man unterbindet den Nachschub mit eigenen Drohnen. Letzteres ist eher keine NATO-Taktik

Wie gut das du genau weißt was NATO Taktik ist.......

Zitat:Was ich noch nicht verstehe .... wenn du sagst, die NATO würde dermaßen gewaltig die schwere russische Unterstützung zusammenbomben .... also wenn das Szenario ist, dass Russland wochenlang Truppen an der estnischen Grenze konzentriert, und dann im bekannten Tempo die Kolonne nach Westen kriecht, dann kann die NATO-Luftwaffe die Russen doch 10m hinter der Grenze komplett zusammenschießen, da bräuchten wir garkeine Drohnen mit Kill-Chain ... die brauchts ja zum Zusammenbomben der schweren russischen Unterstützung auch nicht, oder?

Richtig. Es wäre selbst ohne die aktuelle Form der Drohnenkriegsführung für die NATO möglich, die Russen am Boden komplett zu vernichten und zerlegen. Im übrigen ist das ein Argument der Gegner der Drohnen bzw. derjenigen welche Drohnen wie in der Ukraine als eine Anomalie sehen usw.

Alles was bei den Russen relevant ist, kann und wird aus der Luft vernichtet werden, den meisten Leuten ist überhaupt nicht klar, von was für einer Feuerkraft wir hier sprechen.

Warum aber bin dann beispielsweise ich ein Freund der Drohnenkriegsführung in der Art wie sie in der Ukraine stattfindet?! Die Antwort hatte ich schon mal gegeben: weil wir von der industriell-technologischen Kapazität her Russland immens überlegen sind, Drohnen sich gerade eben für die industrielle Massenfertigung eignen und wir die Russen wenn sie sich auf einen solchen "Drohnenkrieg" einlassen schlicht und einfach totrüsten und in jedem Aspekt der Drohnenkriegsführung leicht überflügeln könnten.

Wenn die Gesamtsituation also gar nicht so schlecht aussieht, was sind dann in Wahrheit die wesentlichsten Probleme?

1. Wir benötigen immens viel mehr Luft-Luft und Luft-Boden Wirkmittel für die Luftwaffe, auf Lager. Wir haben für die Luftkriegsführung zu wenig Munition / Wirkmittel in Europa. Diese Bestände massiv aufzustocken ist immens viel wichtiger als alles andere.

2. Wir benötigen mehr Lufteinheiten, Marschflugkörper, Boden-Boden Raketen etc. welche die russische Luftraumverteidigung zerstören können.

3. Nachdem wir diese weitgehend ausgeschaltet haben benötigen wir mehr Transportkapazität an Bomben in Form von mehr Flugzeugen, mehr Stunden in der Luft und mehr Einsätzen pro Zeiteinheit.

Eigene Massen an Drohnen sind in diesem Gesamtkonzert dann nur eine Ergänzung, welche die Russen bindet, sie aufklärt und sie schlussendlich unseren Luftwaffen ausliefert.

Vorausgesetzt wir würden diese sinnvoll und ernsthaft aufrüsten !

Deshalb wäre es beispielsweise so immens wesentlich, hier und jetzt nicht tausende GTK Boxer zu kaufen, sondern Flugzeuge und Wirkmittel für die Luftwaffe. usw usf.
Zitieren
#19
Ähh... Die gesamten Diesel Vorräte der Bundeswehr reichen für 2-3 Wochen.... Länger nur, wenn zivil Pkw Verkehr verboten wird.
Sprit für Flugzeuge nur, wenn der gesamte zivil Luft Verkehr eingestellt wird.
Im Gegensatz zu uns hat Russland keinen Mangel an Öl, Benzin, Kerosin und Diesel... Den produzieren die in Sibirien, jenseits jeglicher Waffen Reichweite.

Sorry, aber wir vernichten ohne MASSIV Bevorratung jetzt in neuen unterirdischen kavernen im Harz (nur durch Atomwaffen zu zerstören)vom russischen massiv Vormarsch (mit 500.000 Mann, (ca 40 Divisionen sind da noch frei laut General Schulz (damals Munster, General der Panzer, in 2022 auf meine Frage der Kampf Größe Russlands) im Osten GAR NICHTS.

Ich Verstehe daher überhaupt nicht, warum du den Russen so unterschätzt!
Ich denke :
Der macht uns fertig...Von außen, ca 2028 - 2030 geht's los.
... Rot grün wokismus schafft das aber vorher... von innen... Die Koalition geht vorher baden.

Deutschland ist zum verteidigungs unfähigsten Land der gesamten NATO geworden mit einer dagewesenen schlechten Ruf in der NATO ... Mit woker Feigheit, Meinungs Unterdrückung von allen was nicht links ist und Projekt - und Bürokraten Unfähigkeit.
Da hat Trump voll Recht!

Die BW kann niemanden aufhalten... Nicht jetzt, nicht in 2030...Nicht mal die Schweizer Feuerwehr.

Hingegen:
"Den orks musst du nur mitteilen, dass es im Baltikum Wodka Hektoliter weise und freies Vergewaltigen gibt... Dann kämpfen die Orks auch bei euch im NATO Gebiet bis zum umfallen ohne irgendwas infrage zu stellen"
... Das ist nicht polemisch... Da ist fast wörtlich ein Zitat von einem Ukrainer aus einem Dokumentar Film zum Ukraine Krieg!

Thorsten Heinrich zeigt dies jede Woche in seinem youltube live lagebericht Kanal,, dass die Annahme Russland könne sich selbst voll übernehmen und daran scheitern (wie du es oben sagst) eine historische Fehl Einschätzung ist.
Sönke Neitzel sagt das ebenso.
Und Ich teile diese Auffassungen ebenfalls zu 100%.
Zitieren


Gehe zu: