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Generell sind die Anforderungen an eine rein militärische Konstellation ganz andere. Wenn die Bodenterminals etwas komplexer und teurer sein müssen, ist das generell erstmal nicht so problematisch, also benötigt man keine so engmaschige Konstellation, außerdem sind Bandbreiten- und Abdeckungsanforderungen andere. Und einzelne Satelliten müssen nicht auf minimalste Kosten getrimmt sein.
Ein paar dutzend bis hundert in niedrigen bis mittleren Orbits sind da ausreichend. Nur geostationär wäre bezüglich Abdeckung allerdings problematisch - geostationäre Laufbahnen sind schließlich äquatorial, das wäre gerade für arktische Abdeckung suboptimal. Von deutlich höheren Latenzen ganz zu schweigen.
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(27.01.2026, 10:07)Fox1 schrieb: Ich gehe davon aus, dass Rheinmetall perspektivisch OHB übernimmt. Das wird auch nicht das letzte Unternehmen sein. Da entsteht ein deutsches Leonardo oder BAES.
Wenig wahrscheinlich.
Rheinmetall agiert auf dem Markt ausschließlich als Reseller, da steckt null Entwicklungsarbeit hinten dran. Und geliefert haben die bis jetzt ja auch noch nichts.
OHB dürfte mittelfristig sich wahrscheinlich auf Satellitenbetrieb als Kernmarkt zurückziehen, vielleicht noch etwas Design. Das können se.
(27.01.2026, 11:34)alphall31 schrieb: Wieviel Satelliten hat starlink , 8-9000?
Der Starlink-Vergleich ist nur für die Presse.
Konzeptionell dürfte BwSatCom Stufe 4 näher an
Telesat Lightspeed dran sein. Würde mich ehrlich gesagt nicht mal wundern, wenn Rheinmetall versucht von MDA ne Lizenz für dieselben Satelliten zu kriegen. Die haben bei Lightspeed auch durch höhere Orbits eine deutlich höhere Lebenszeit als der Starlink-Schrott.
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(14.12.2025, 13:49)Frank353 schrieb: https://youtu.be/Hm17N81fIeM?si=JdOhirCHq9CPsRWL
Ergänzung: Die SPOCK-Satelliten sind ja für die Litauenbrigade gedacht und sollen auf taktischer Ebene ein Lagebild in nahezu Echtzeit an die militärischen Führer im beziehungsweise vor dem Gefecht liefern.
Diese taktischen Satelliten können den Führern im Gefecht direkt und schnell. ausreichend gute Bilder liefern. Es können pro Durchlaufzyklus sogar noch kurzfristige Änderungen erfolgen.
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(27.01.2026, 11:34)alphall31 schrieb: Wieviel Satelliten hat starlink , 8-9000?
Stellt sich die Frage ob ich nicht mit 10 geostationären Satelliten billiger komme als mit 200 im niedrig Orbit.
Und wie es um die jeweilige Laufzeit bestellt ist . Geostationäre Satelliten haben eine Lebenszeit von bis zu 15 Jahren , die eines starlink Satelliten 5-7 Jahre.
Betreiben die usa , GB oder Frankreich eigentlich eigene Satelliten oder mieten die sich auch bloß bei privaten Firmen eine mitnutzung?
Für das Geostationäre gibt es Syracuse
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Für den niedrigen Orbit benutzen wir One Web
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(27.01.2026, 11:34)alphall31 schrieb: Wieviel Satelliten hat starlink , 8-9000?
Stellt sich die Frage ob ich nicht mit 10 geostationären Satelliten billiger komme als mit 200 im niedrig Orbit.
Und wie es um die jeweilige Laufzeit bestellt ist .
Dieser mediale Starlink-Vergleich ist Unsinn, weder soll ein solches Netzwerk aufgebaut werden, noch ist das zur militärischen Kommunikation notwendig. Tatsächlich sind 200 Satelliten in einer niedrigen Umlaufbahn günstiger als 10 geostationäre Satelliten, weil sie weniger Sendeleistung brauchen, weniger stark geschützt werden müssen, günstiger in Serie gefertigt werden können und aufgrund dieser Punkte die Starts signifikant günstiger sind.
Gegen geostationäre Satelliten sprechen neben den Kosten zudem noch die Distanz (das betrifft sowohl die Latenz wie auch die Antennengröße sowie Signalstärke) und vor allem die Abdeckung, denn die Polregionen können damit gar nicht erreicht werden, und selbst in mittleren Breiten kann es je nach Topographie schwierig werden. Es gibt von geosynchronen bis hin zu hochelliptischen Umlaufbahnen (die Sowjets nutzten letztere beispielsweise aus genau diesem Grund für die Molnija-Satelliten, weshalb häufig auch von Molnija-Umlaufbahn die Rede ist) durchaus Lösungen für die Polabdeckung, für die topographische Hindernisse braucht es hingegen mehr Satelliten auf mehr Umlaufbahnen. Allerdings sind Satelliten im LEO auch gefährdeter im Konfliktfall. Grundsätzlich ist für eine moderne, möglichst latenzarme auch militärische Kommunikation ein Netzwerk auf niedrigen Umlaufbahnen die sinnvollere Lösung. Umgekehrt können geostationäre oder geosynchrone Satelliten eine ebenso sinnvolle Ergänzung sein, zumal sich hierbei auch mehrere Nutzungszwecke über die Kommunikation hinaus anbieten.
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Es wurde jahrelang Inmarsat genutzt welche mit 4 Satelliten eine sehr gute Abdeckung haben. Bisher hat es keine Ausbaustufe von satcomBw an diese Abdeckung heran geschafft.
Stufe 4 klingt auch etwas irreführend , das klingt als würde das ganze immer weiter ausgebaut werden . Das wäre in dem Fall ja das erste Mal . Da ja SatcomBw3 erst 2029 kommen soll.
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Bedrohungen im Weltraum
Deutschland will Satelliten-Netz zum Schutz vor Russland und China aufbauen
03.02.2026, 19:41 Uhr
Zitat:Deutschland will in den kommenden Jahren ein militärisches Netz mit mehr als 100 Satelliten aufbauen. Das Vorhaben ist Teil des 35 Milliarden Euro schweren Rüstungsprogramms, mit dem Deutschland auf wachsende Bedrohungen durch Russland und China im Weltraum reagieren will, wie der Befehlshaber des Weltraumkommandos der Bundeswehr, Generalmajor Michael Traut, in einem Reuters-Interview sagte. Geplant sind Investitionen in Spionagesatelliten, Weltraumgleiter und Laserwaffen.
Anlass für die Pläne sei das seit der russischen Invasion der Ukraine deutlich umkämpftere Umfeld im Weltraum. "Wir müssen unsere Abschreckungsposition im Weltraum verbessern, da der Weltraum zu einem Operations- oder sogar Kriegsschauplatz geworden ist", erklärte Traut am Rande eines Kongresses in Singapur. Das als "Satcom Stufe 4" bezeichnete Netzwerk solle dem Modell der US-Behörde für Weltraumentwicklung folgen, die Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn zur Kommunikation und Raketenverfolgung einsetzt.
Kürzlich wurde bekannt, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall mit dem Satellitenbauer OHB über ein gemeinsames Gebot für ein deutsches Militärsatellitenprojekt verhandelt. Die drei größten europäischen Raumfahrtunternehmen - Airbus, Thales und Leonardo - arbeiten zudem daran, eine europäische Alternative zum Satellitenkommunikationsdienst Starlink von Elon Musk aufzubauen.
Deutschland werde keine zerstörerischen Waffen im Orbit stationieren, die Weltraumschrott erzeugen könnten, führte Offizier Traut aus. Man suche Alternativen: "Es gibt eine breite Palette möglicher Wirkungen im elektromagnetischen Spektrum, im optischen Bereich, im Laser-Spektrum und sogar einige aktive physische Maßnahmen wie Inspektorsatelliten."
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