(Allgemein) Bundeswehr – quo vadis?
(30.01.2026, 21:39)Quintus Fabius schrieb: Meiner rein privaten Meinung nach will man dadurch intentional die Kameradschaft, den Zusammenhalt und den Korpsgeist mindern bzw. so weit beseitigen, dass die Wahrscheinlichkeit dass echte oder eingebildete Missstände gemeldet werden deutlich steigt. Und zudem den Zusammenhalt so weit mindern, dass dadurch Denunziantentum befördert wird. Die systematische Zerstörung des Korpsgeist durch fortwährende Rotation um dadurch die Kontrolle über Einheiten auszuüben ist eine in dieser Bundesrepublik in etlichen Sicherheitsstrukturen inzwischen sehr übliche Maßnahme.

Sie mindert natürlich zugleich die Kampfkraft deutlich, aber Kampfkraft ist ja nicht das Ziel dieser wie nebenbei bewaffneten Beamtenbürokratie.

Ich will etwas zu diesem Thema beisteuern. Viele dieser Prinzipien existieren seit langem n der Fremdenlegion, und haben weder der Kampfbereitschaft, weder der Disziplin und auch nicht der Kameradschaft geschadet. Im Gegenteil.
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(30.01.2026, 21:46)voyageur schrieb: Ich will etwas zu diesem Thema beisteuern. Viele dieser Prinzipien existieren seit langem n der Fremdenlegion, und haben weder der Kampfbereitschaft, weder der Disziplin und auch nicht der Kameradschaft geschadet. Im Gegenteil.
Eben! Außerdem nützt es den militärischen Führern, andere Einheiten und Verbände kennenzulernen, man operiert ja nicht im luftleeren Raum. Es gibt nicht nur weltanschauliche Echokammern, sondern auch militärische, prozedurale, intellektuelle.
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https://www.zeit.de/news/2026-01/31/jobs...enz-sicher

Zitat:Das Bundeswehr-Beschaffungsamt habe den Turnaround geschafft. Nun gehe es darum, die Abläufe und die Organisation fit für die Zukunft zu machen, erklärte der Bundesverteidigungsminister. Dabei gehe es auch darum, zu prüfen, ob zusätzliche Standorte erforderlich seien.

Wie kommt man bitte zu so einer Lagebeurteilung? Huh

Wir erinnern uns mal z.B. an die Erfolgsgeschichten

- IRIS-T SLM: Steht nach zwei Jahren scheinbar immer noch zur "Erprobung" bei einer WTD rum.
- Boxer CRV: Seit zwei Jahren in der Erprobung.
- D-LBO: Zu der Erfolgsgeschichte müssen wir wohl nichts mehr sagen.
- F126: Wohl kein Erfolg, oder?
- F127: War mal geplant mit Zulauf ab 2032.

Um nur einige zu nennen... gerne können wir noch FvSMA, MUsE, K130 2. Los und viele weitere einreihen.
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(31.01.2026, 19:21)DeltaR95 schrieb: https://www.zeit.de/news/2026-01/31/jobs...enz-sicher


Wie kommt man bitte zu so einer Lagebeurteilung? Huh

Wir erinnern uns mal z.B. an die Erfolgsgeschichten

- IRIS-T SLM: Steht nach zwei Jahren scheinbar immer noch zur "Erprobung" bei einer WTD rum.
- Boxer CRV: Seit zwei Jahren in der Erprobung.
- D-LBO: Zu der Erfolgsgeschichte müssen wir wohl nichts mehr sagen.
- F126: Wohl kein Erfolg, oder?
- F127: War mal geplant mit Zulauf ab 2032.

Um nur einige zu nennen... gerne können wir noch FvSMA, MUsE, K130 2. Los und viele weitere einreihen.

Das ist es, was ich an Politikern, insbesondere deutschen, so leidenschaftlich hasse : Diese Beweihräucherung von Müll.
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Ich war lange Zeit in ein und derselben Einheit. Mir hat das nicht unbedingt gutgetan. Dass Chefs, Zugführer, Spieße und Kompanietruppführer aus anderen Kompanien oder Bataillonen kamen, war während meiner Dienstzeit nicht unüblich. Das hat dann auch mal neuen Wind in die Kompanie gebracht. Heute sitzen die Leute ja teilweise wesentlich länger auf ihren Diensposten. Der Anteil an BS ist auch wesentlich höher. Ohne das Fehlverhalten der Fallis hätte es diese Maßnahmen gar nicht gegeben. Es gibt auch ungesunden Korpsgeist.
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Zitat:Der Anteil an BS ist auch wesentlich höher. Ohne das Fehlverhalten der Fallis hätte es diese Maßnahmen gar nicht gegeben. Es gibt auch ungesunden Korpsgeist.

Die Maßnahme betrifft auch nur die LL Truppe . Schon deshalb wird es nicht funktionieren . Der Wechsel von DP ist ja schon immer vorgesehen, das fehlende Personal hindert die Truppe doch daran das es nicht gemacht wird.
Das zur Last gelegte fehlverhalten wurde zu grössten Teil von Mannschaften an den Tag gelegt und das auch nach dem Dienst . Nichts von den Maßnahmen hätte die Vorfälle verhindert und letztendlich werden die massnahmen dazu führen das die damit verbundenen laufbahnnachteile dazu führen das der Dienst in der LL Truppe als BS oder länger als 8-12 Jahre unattraktiv wird für Dienstgrade.

Man lässt sich hier wieder von der Presse durchs Dorf treiben anstatt klare Ansage zu machen. Und das hätte bei Ablösung des RgtKdr schon passieren müssen, im Notfall durch denn DivKdr.

Ich frag mich aber immer noch wie mich eine trainingsmassnahme Umgang mit sexueller Selbstbestimmung im Alltag- und gefechtssituationen handlungssicher machen soll? Aber vielleicht kann mir das jemand im Kates Dirty Club erklären. Vielleicht hätte man in Zweibrücken auch einfach Strip Club eröffnen sollen .
Immerhin hat man erkannt das es möglichst Sinnvoll wäre wenn am Leitbild für die Luftlandetruppe diese auch beteiligt wird, aber es ist nicht zwingend notwendig . Es erarbeitet erst mal das Referat innere Führung etwas.
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(Gestern, 17:56)alphall31 schrieb: Das zur Last gelegte fehlverhalten wurde zu grössten Teil von Mannschaften an den Tag gelegt
Der Gedanke dahinter ist ja wohl eher, dass man sicherstellen möchte, dass die Vorgesetzten nicht einfach drüber hinwegsehen, was bei häufigeren Wechseln auch tatsächlich der Fall sein dürfte. Am Grundproblem ändert das natürlich nichts, es kann höchstens die Vertuschung ein bisschen unterbinden.

Aber vieles sind wie üblich Placebo-Maßnahmen.
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Exakt darum geht es, die Verbundenheit der Vorgesetzten von ihren Untergebenen zu mindern und umgekehrt. Damit jeder jeden bespitzelt und meldet.
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(Gestern, 18:49)Quintus Fabius schrieb: Exakt darum geht es, die Verbundenheit der Vorgesetzten von ihren Untergebenen zu mindern und umgekehrt. Damit jeder jeden bespitzelt und meldet.

Mein lieber Fabius, ein Vorgesetzter erwirbt sich meinen Respekt, wenn er alles besser kann als ich... weil Er es besser können muss... Durch Nichts anderes.
Aber nicht dadurch, dass er mich Fäkalien lecken lässt, sexistische Sprüche gegen weibliche Soldaten von sich gibt oder Nazi hurra pstriotische Sauf Orgien begeht Angry

Für mich ist das Problem die monatelange Zwangs kasernierung dieser "Elire" Einheiten mit extremst jungen Uffz Soldaten (und in dheser DG Gruppe liegt das Haupt Problem) vor Ort, die vermutlich ausschließlich nach körperlicher Leistung statt geistiger und sittlicher Befähigung ausgesucht werden und denen ihr Testosteron durchgeht.

An meinem Reservisten Standort (Keine elite, nur sehr zivil arbeitende unterstützung Einheit ohne Kampf) sind 90% des Personals vor Ort wohnhaft, die meisten länger gediente Uffz (oder OStgfr verbreitet inzwischen) mit Familie und Kindern.... Mehr als ein paar schlülfrige Gags am Mittag Tisch gibt's da nicht (an denen ich mich als Akademiker nicht beteilige, weil mir selbst das zu doof ist)... Das ist wie zivil Job... Nur in Uniform.

Das, was da bei den Fschjg abgeht ist dagegen prinitivstes Russen Verrhalten und muss im Keim erstickt werden.!!
Due sollen KÄMPFEN lernen UND aber ganz wichtig auch FÜR WAS sie kämpfen... Nämlich genau das Gegenteil von dem, was da offensichtlich abgeht!
Jeder BEWEISBARE HINWEIS auf völlig widerliche Fehl Verhalten, insbesondere von Vorgesetztrn, st somit nicht nur legitim, sondern notwendig, um den Sumpf trocken zu legen.
Auf derartig primitive Eliten kann ich jedenfalls verzichten... Da hsbe ich lieber bataillone mit Panzer Grenadieren mehr in der BW... mit Wohnort Zukunft am Standort... mit Familien leben... Ohne Sauereien, die über " demokratisch tolerierbaren" Esprit de corps hinaus gehen.

Denunziatiion durch "unfähige" '(die dann heulen und gemobbt werde.... Sicher die Erfahrung vieler weiblicher Rekruten kann nur dadurch gelöst werden, dass man endlich erkennt, dass Frauen und Männer zusammen in solchen Problem Einheiten nix zu suchen haben.
Nazi Rituale... Dafur gibt es gar keine Entschuldigung.... Aber wir sehen ja an der AfD in Ost Deutschland, dass das( für meine West generation undenkbar) wieder Realität wird. Daher muss das mit doppelter Härte bestraft werden.

Wie das mit der Wehrpflicht laufen soll, bereitet mir Sorge.
In den 1980er gab es be miri als W15 keine Nazis in der bundeswehr...Zumindest nicht im Kasernen Alltag.
Da war der dumme alki sonder Schüler aus NRW das dümmste der Gefühle... Und denen ging ich aus dem Weg.
(Zum Glück war ich dann ab Monat 3 auch "Heim Schläfer" und musste nicht in der Kaserne bleiben nach Dienst.)
Aber wie soll saß jetzt werden, wenn die Thüringer Höcke Boys zum Bund kommen...???
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(Gestern, 18:49)Quintus Fabius schrieb: Exakt darum geht es, die Verbundenheit der Vorgesetzten von ihren Untergebenen zu mindern und umgekehrt. Damit jeder jeden bespitzelt und meldet.
Es ist absolut nicht normal und war in der Bundeswehr auch nie so vorgesehen, dass militärische Führer immer in ein und derselben Einheit bzw. in ein und demselben Verband dienen.

Ausnahme ist nur der MilFD.

Dass es bei den Fallschirmjägern und dem KSK überhaupt dazu kam, liegt in den begrenzten Verwendungsmöglichkeiten in der geschrumpften Bundeswehr (noch 1990 gab es z.B. drei LLBrig), bei gleichzeitigem Personalmangel.

Übrigens übersiehst Du: Die Versetzung in eine andere Verwendung erweitert nicht nur den Horizont des Führernachwuchses, sie sorgt auch dafür, dass jemand anders nachrücken und ebenfalls die Führungserfahrung sammeln kann, die er braucht, um erstens der Bundeswehr zu nützen und zweitens karrieremäßig voranzukommen.
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