(13.05.2026, 13:45)Feyerabend schrieb: Ich bin kein Triebswerksingenieur und werde auch nicht so tun als ob ich von der Materie viel verstehe. Aber: Bei zivilen Muster spielen Haltbarkeit, Wartungfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit eine größere Rolle als die reine Leistungsfähigkeit. Militärische Triebwerke sind nochmal deutlich komplexer als zivile Muster.
Ein militärisches ACE zu entwickeln wird ein technologisch sehr schwieriges Unterfangen. Dazu ist viel Grundlagenforschung notwendig.
Ob man das fertige Triebwerk dann einfach mit dem Faktor 0,3 skalieren (was du nicht behauptet hast) kann, bezweifel ich.
Die Weiterentwicklung des EJ200 zum EJ230 dauert nun auch schon einige Jahre.
Militärische Triebwerke(idr. Mantelstrom) sind anders und nicht unbedingt viel komplexer, aber ja ich bin bei dir, das man nicht ein physisch gleich großes Triebwerk im Militärbereich mit so stark variierendem Schub bauen kann, das passend für beide ist.
Man kann ein Triebwerk auch nicht einfach am Ende skalieren, aber man kann eine Architektur skalieren.
Das beste Beispiel dafür ist der RR Ultrafan (ist zwar eine Zivile Architektur aber ist im Militärischen Bereich ähnlich) der sich momentan in Entwicklung befindet. Diese Arichtektur kann von Standardrumpfflugzeugen(ca.150kN und unter 2,5m Fandurchmesser) bis mindestens im ersten Demonstrator gezeigte 378kN und 3,56m Fandurchmesser skaliert werden.
Etwas ähnliches, wenn auch nicht so extrem wird auch bei den FCAS Triebwerken möglich sein, die sich aber auch zum Beispiel sämttliche Steuerungselektronik, Generatoren und Bleed Air Systeme 1:1 teilen könnten, da E- und Luftverbrauch bei beiden Fightern relativ ähnlich sein werden.
(13.05.2026, 13:45)Feyerabend schrieb: Davon abgesehen stellt sich dann die Frage nach den Rechten und Exportbeschränkungen. Werden dann beide Muster um die gleichen Aufträge konkurieren?
Welches Triebwerk ist dann für den Export vorgesehen? Wieso soll Frankreich uns helfen ein stärkeres Triebwerk für einen Exportkonkurrenten zu entwickeln?
Das wäre mMn die schlechteste Lösung, die Argumente habe ich bereits genannt. Ansonsten müssen wir abwarten bis es Neuigkeiten gibt.
Beide Triebwerke da sie Physisch unterschiedliche Abmessungen haben und nicht in das jeweilige andere Flugzeug passen.
Da beide Fighter größentechnisch in unterschiedlichen Liegen spielen, sind sie nicht unbedingt direkte Konkurrenten.
Man muss auch Bedenken die Kooperation ist sowohl für Safran, als auch MTU lohnenswert:
Safran hat das Know how für das große ganze(Integration) bei der Triebwerksproduktion und Entwicklung.
MTU hat ist Spezialist und Weltmarktführer für Niederdruckturbinen und Hochdruckverdichter und hat ein globales Instandhaltungsnetzwerk.