(13.01.2026, 18:54)lime schrieb: Mal wieder typischer Wahlbetrug. Vor der Wahl hat sie ihre Idee in Sachen Vereinigung mit Rumänien nicht publik gemacht, wohlwissend dass eine große Mehrheit der Moldawier das ablehnen würde.
1. Wahlbetrug war es sicher nicht - allenfalls "Wählertäuschung", wenn sie vor der Wahl etwas anderes gesagt hätte als hinterher.
Aber Du schreibst ja selbst, dass sie
nichts gesagt hat.
Das war also wohl kein für die Wahl relevantes Thema. Möglicherweise - siehe 3. - war es größtenteils sogar Konsens und Unstrittig, dass ein EU-Beitritt angestrebt werden sollte.
2.
Natürlich ändern sich auch nach einer Wahl die Umstände. Und es können neue Gesichtspunkte auftreten, die eine geänderte oder neue Positionierung erforderlich machen. Insofern ist es nicht falsch, wenn PolitikerInnen immer wieder ihre eigene Meinung erklären.
3.
Das mit der "großen Mehrheit" erscheint mir eine Behauptung zu sein.
(13.01.2026, 19:43)Broensen schrieb: ...
Es spielt aber halt auch gar keine Rolle, da ... das ohnehin ein Referendum erfordern würde, also in der Hand des Volkes läge.
Es gab dieses Referendum wohl schon kurz vor der Wahl:
Zitat:Beim Referendum am 20. Oktober 2024 stimmte eine knappe Mehrheit für den EU-Beitritt als Staatsziel in der moldauischen Verfassung.[3] Bei der Präsidentschaftswahl setzte sich Maia Sandu (PAS) im zweiten Wahlgang am 3. November 2024 knapp gegenüber Alexandr Stoianoglo (PSRM) durch.[3][4] Bei beiden Abstimmungen gab es Berichte über massive Einflussnahme aus Russland, beispielsweise durch Stimmenkauf.[3][4]
zitiert aus Wikipedia mit entsprechenden Quellenangaben
Nach meinen Informationen gibt es den kleinen "abtrünnigen" Teil Transnistrien an der ukrainischen Grenze, der von russischen Truppen besetzt ist, dessen Stimmführer eine Vereinigung mit Russland wünschen - und der sich wohl auch an der Wahl nicht so recht beteiligt hat.
Und es gibt den deutlich größeren Teil an der rumänischen Grenze, der schon in der Vergangenheit für möglichst enge Verflechtungen zu Rumänien und der EU (bis hin zum Anschluss an Rumänien) eingetreen ist.