Europa - Dein Name ist Feigheit
#31
Die USA erwarten also "Nibelungentreue" und bedingungslose Akzeptanz der Handlungen eines offensichtlich verhaltensgestörten US-Präsidenten - die Zeiten sind definitiv vorbei, wenn sie denn je bestanden.
Ich glaube, nicht einmal der dem Westen extrem verbundene Adenauer hätten so einen Unsinn mitgemacht.
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#32
Na, um mal den Advocatus Diaboli zu spielen … Seit 1990 hatten wir uns auf den Schutz durch die USA verlassen. 1999 kamen die USA den Europäern dabei zu Hilfe, als es darum ging, ein zweites Srebrenica zu verhindern. Warum sollten die USA nicht im Gegenzug eine Unterstützung ihrer Außenpolitik erwarten? Dass z.B. Polen so bereitwillig am Irak-Krieg teilnahm, geschah ja eben vor diesem Hintergrund, man war neu in der Nato und wollte Uncle Sam die eigene Dankbarkeit und Verlässlichkeit als Alliierter zeigen.
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#33
Wo hat den bitte die usa geholfen ein zweites Srebrenica zu verhindern ?
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#34
(16.03.2026, 17:10)alphall31 schrieb: Wo hat den bitte die usa geholfen ein zweites Srebrenica zu verhindern ?
Kosovo.

Angesichts der Rhetorik, der sich die Serben damals bedient haben, war die Befürchtung völlig berechtigt, dass Nationalisten im Kosovo ein Massaker veranstalten könnten.

Die USA standen in der zweiten Hälfte der Neunziger noch unter dem Eindruck von Somalia und zögerten, bei friedenssichernden bzw. friedensschaffenden Maßnahmen "all-in" zu gehen, aus ihrer Sicht war der Balkan Europas Hinterhof, und die Europäer hätten dort selbst für Ordnung zu sorgen.

In Gerhard Schröders Biografie heißt es, dass insbesondere Deutschland und Großbritannien auf die Unterstützung der USA drängten. Javier Solana soll Bill Clinton mit dem Argument bearbeitet haben, dass die NATO ihre weitere Relevanz beweisen müsse.
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