(Land) Hypersonica Hyperschall Technologie
#1
Deutsch-britisches Startup testet ist Hyperschall Raketen Prototyp

https://www.hartpunkt.de/deep-precision-...-prototyp/

Im Text ist verwirrend, dass "das, Triebwerk extern eingekauft wurde"
Bei wem, würde nicht zitiert.
Hmm.... Was bleibt denn dann noch? Ist die Triebwerke Technologie nicht die wichtigste Technologie an einem Hyperschall Gleiter?
Zudem wurde nur rein ballistisch geflogen.
Eine Hyperschall Waffe, wie ich sie verstehe, ist hingegen eine nicht ballistische, jederzeit Manöver fähige, cruise missile mit >3000 km/h.
Wie wollen due einer "normalen Rakete das nicht ballistische beibringen... Und zudem mit nem" Zukauf Triebwerk "?
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#2
(Gestern, 17:13)Milspec_1967 schrieb: Deutsch-britisches Startup testet ist Hyperschall Raketen Prototyp

https://www.hartpunkt.de/deep-precision-...-prototyp/

Im Text ist verwirrend, dass "das, Triebwerk extern eingekauft wurde"
Bei wem, würde nicht zitiert.
Hmm.... Was bleibt denn dann noch? Ist die Triebwerke Technologie nicht die wichtigste Technologie an einem Hyperschall Gleiter?

Ich wollte auch gerade darüber schreiben.

Das Triebwerk könnte RED-KITE von MBDA Deutschland sein.
Zitat:Gut informierten Kreisen zufolge können mit einem RED-KITE-Raketenmotor, der rund eine Tonne Treibstoff enthält, Nutzlasen von etwa 200 Kilogramm auf rund 260 Kilometer Höhe transportiert werden. Dabei soll beim Schuss mit einem Winkel von 90 Grad zur Erdoberfläche eine Geschwindigkeit von Mach 8 erreicht worden sein.

Die Geschwindigkeit und das Gewicht würde zu den Berichten passen. Leider haben wir keine genaueren Daten zu RED-KITE oder Hypersonica um das weiter abzugleichen.

Da die Lieferkette von Hypersonica europäisch und ITAR-frei sein soll, würde ein Bayern-Chemie Motor passen (insbesondere da Hypersonica aus dem Raum München kommt).

Unabhängig vom Motor muss die Rakete steuerbar sein, und den Temperaturen/Vibrationen widerstehen. Hypersonica will explizit bei den nächsten Entwicklungsphasen "Flugsteuerung bei Hyperschallgeschwindigkeiten demonstrieren und komplexe Manövrierfähigkeit validieren". Das sind komplexe Probleme. Wenn Hypersonica das schaffen sollte, dann wäre man vorne mit dabei.


Zitat:Zudem wurde nur rein ballistisch geflogen.
Eine Hyperschall Waffe, wie ich sie verstehe, ist hingegen eine nicht ballistische, jederzeit Manöver fähige, cruise missile mit >3000 km/h.
Wie wollen due einer "normalen Rakete das nicht ballistische beibringen... Und zudem mit nem" Zukauf Triebwerk "?

Eine hypersonische Waffe kann auch von den Prinzipien einer ballistischen Rakete gebrauch machen. Wichtig ist aber hier, dass die Rakete nach dem Start ihre Flugbahn ändern kann. Hypersonica spricht ja explizit von einer Steuerung bei hypersonischen Geschwindigkeiten sowie komplexen Flugmanövern (beim Wiedereintritt) Die Rakete macht von einer großen Flughöhe gebrauch um Reichweite und Geschwindigkeit zu bekommen, während eine Cruise Missile ja eher bodennah unterwegs ist.
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#3
(Gestern, 17:32)Gecktron schrieb: Ich wollte auch gerade darüber schreiben.

Das Triebwerk könnte RED-KITE von MBDA Deutschland sein.

Die Geschwindigkeit und das Gewicht würde zu den Berichten passen. Leider haben wir keine genaueren Daten zu RED-KITE oder Hypersonica um das weiter abzugleichen.

Da die Lieferkette von Hypersonica europäisch und ITAR-frei sein soll, würde ein Bayern-Chemie Motor passen (insbesondere da Hypersonica aus dem Raum München kommt).

Unabhängig vom Motor muss die Rakete steuerbar sein, und den Temperaturen/Vibrationen widerstehen. Hypersonica will explizit bei den nächsten Entwicklungsphasen "Flugsteuerung bei Hyperschallgeschwindigkeiten demonstrieren und komplexe Manövrierfähigkeit validieren". Das sind komplexe Probleme. Wenn Hypersonica das schaffen sollte, dann wäre man vorne mit dabei.



Eine hypersonische Waffe kann auch von den Prinzipien einer ballistischen Rakete gebrauch machen. Wichtig ist aber hier, dass die Rakete nach dem Start ihre Flugbahn ändern kann. Hypersonica spricht ja explizit von einer Steuerung bei hypersonischen Geschwindigkeiten sowie komplexen Flugmanövern (beim Wiedereintritt) Die Rakete macht von einer großen Flughöhe gebrauch um Reichweite und Geschwindigkeit zu bekommen, während eine Cruise Missile ja eher bodennah unterwegs ist.

Das mit dem Bayern Chemie Motor könnte stimmen... Aber...
Für eine echte Waffe ist dessen Reichweite zu gering... >1000km muss sein, da Hyperschall eine strategische Waffe ist.
Mit den bislang bekannt gegebenen Daten wäre das bei 300-400km nur eine taktische Waffe.
Aber bringt das dann irgendwas?
Ist das dann fürs taktische Schlachtfeld nicht zu teuer und zu unpräzise?
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#4
(Gestern, 17:49)Milspec_1967 schrieb: Ist das dann fürs taktische Schlachtfeld nicht zu teuer und zu unpräzise?

Laut Hypersonica soll die Rakete hochskaliert werden. HS-1 war erstmal nur ein Prototype.
MBDA spricht ja auch davon, dass mehrere RED-KITE Motoren kombiniert werden können und da 900km Reichweite möglich ist.
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#5
Es fällt auf:

- die Firma nennt keinerlei technische Daten auf der Webseite.

- die Meldung des Starts wurde nachträglich veröffentlicht - nachdem die Firma ihre aktuelle Investment-Runde abgeschlossen hatte. => kein Kommentar

- die Rakete ist recht eindeutig einer der handelsüblichen Startmotoren für Höhenforschungsraketen. => keine Eigenentwicklung

- falls diese im niedrigen ballistischen Schuss verwendet wurde wäre a) das Zielgebiet interessant und b) passt das veröffentlichte Startvideo nicht dazu. => es geht mutmaßlich mehr um einen hypersonischen Gleiter, für dessen Material hier was getestet wurde.

- die Gründer des Startups sind wissenschaftlich primär im Bereich Hochtemperaturkeramik für Eintrittskörper zu finden.
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#6
(Gestern, 17:13)Milspec_1967 schrieb: Hmm.... Was bleibt denn dann noch? Ist die Triebwerke Technologie nicht die wichtigste Technologie an einem Hyperschall Gleiter?

Ein Hyperschall-Gleiter ist exakt das, ein antriebsloser Gleiter. Mit welchem Booster dieser auf die Geschwindigkeit gebracht wird ist zweitrangig, die technologischen Herausforderungen liegen vor allem im Bereich der Aerodynamik, der Steuerung, des Hitzeschutzes und weiterer elektronischer Aspekte. Für die Erprobung reichen Forschungsraketen als Basis völlig aus, selbst bei einem fertigen System ist das weniger entscheidend. Anders sähe die Situation bei Hyperschall-Marschflugkörpern aus, aber darum geht es hier wohl nicht.
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#7
Anmerkung: Der letzte Hyperschallgleiter, der in Andoya gestartet ist (selber Launchpad), war das "ATHEAt"-Experiment des DLR im Oktober - das über eine Strecke von gut 500 km mit Mach 8-10 mit einer Nutzlast von rund 250 kg flog.

Es handelte sich um den inzwischen sechsten Flug eines Hyperschallgleiters durch das DLR, die früheren "SHEFEX"-Experimente dürften bekannter sein. Beim aktuellen "ATHEAt" war die Geschwindigkeit des Raketenmotors regelbar, der Gleiter mit vier Kontrollflächen steuerbar, die Außenfläche aktiv gekühlt und die rund 300 Sensoren an Bord in konstantem Kontakt mit einer Bodenstation (das ist der wirklich schwere Teil dran!).

In dem Fall war die Triebwerkstechnologie tatsächlich nicht unwichtig, da das DLR hier spezifisch ein regelbares "Hybridtriebwerk" (mit Feststoff- und Flüssiganteil) testete. Da wurden aber mehr zwei Tests "zusammengelegt", die einander nicht bedingen.

Siehe auch https://www.youtube.com/shorts/Nx3UKg_J4f4
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#8
(Gestern, 20:34)kato schrieb: Anmerkung: Der letzte Hyperschallgleiter, der in Andoya gestartet ist (selber Launchpad), war das "ATHEAt"-Experiment des DLR im Oktober - das über eine Strecke von gut 500 km mit Mach 8-10 mit einer Nutzlast von rund 250 kg flog.

Es handelte sich um den inzwischen sechsten Flug eines Hyperschallgleiters durch das DLR, die früheren "SHEFEX"-Experimente dürften bekannter sein. Beim aktuellen "ATHEAt" war die Geschwindigkeit des Raketenmotors regelbar, der Gleiter mit vier Kontrollflächen steuerbar, die Außenfläche aktiv gekühlt und die rund 300 Sensoren an Bord in konstantem Kontakt mit einer Bodenstation (das ist der wirklich schwere Teil dran!).

In dem Fall war die Triebwerkstechnologie tatsächlich nicht unwichtig, da das DLR hier spezifisch ein regelbares "Hybridtriebwerk" (mit Feststoff- und Flüssiganteil) testete. Da wurden aber mehr zwei Tests "zusammengelegt", die einander nicht bedingen.

Siehe auch https://www.youtube.com/shorts/Nx3UKg_J4f4

Das Projekt ist aber 100%.zivil und hat mit militärischer Nutzung nichts am Hut, befürchte ich... Es geht eher um Höhen Forschung und Grundlagen der Raketen Aerodynamik von wiederverwendbaren Raum Flug Körpern.

Hypersonica ist dagegen 100% auf Militär Nutzung (Rakete für Zerstörung, nix Wieder Verwendung) ausgerichtet... Und dort taucht auch nicht umsonst das allseits hier bekannte Trauma Jahr "2029" auf.
(komisch.....Da war "2012" auch so eine Zahl des Untergangs... Stichwort Maja Kalender... Aber diesmal ist die Gefahr real und SPÜRBAR BIS IN DIE KNOCHEN)
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