Russland vs. Ukraine
Zitat:Ukraine-Krieg im Liveticker
+++ 21:58 Zufällig gefilmt: Ukrainischer Kampfjet-Pilot schießt Drohne direkt über Zivilisten ab +++

09.05.2026, 00:01 Uhr

Ein ukrainischer MiG-29-Pilot hat für seinen Drohnenabwehr-Einsatz am Boden Applaus und Anerkennung bekommen: Der ukrainische Soldat jagte mit dem Kampfjet hinter einer Angriffsdrohne hinterher und schoss sie ab. Was er nicht wusste: Am Boden verfolgten Zivilisten den Einsatz über der Oblast Riwne und filmten den erfolgreichen Abschuss. Das Luftkommando West der Ukrainischen Streitkräfte postete das Video, in dem die Zeugen am Ende begeistert jubeln und "Gute Arbeit" rufen, als die russische Drohne getroffen wird und am Himmel explodiert. Nach Angaben des Luftkommandos West heißt der Pilot "Marcel" und ist Jagdflieger der 204. Brigade der taktischen Luftfahrt "Sewastopol". "Die feindliche Drohne wurde wahrscheinlich ferngesteuert. Die Shahed manövrierte, änderte ihre Flughöhe und ihre Flugrichtung. Das erschwerte meine Arbeit", wird der Kampfjet-Pilot zitiert. "Der Anflug und der Angriff mussten in extrem geringer Höhe erfolgen. (...) Ich sah noch, wie Trümmer in den Wald stürzten."
(mit dem Video)
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Der Merkur berichtet:
Zitat:Wende im Ukraine-Krieg: Russlands Offensive verliert Tempo – „erstickt an Verlusten“
Stand:10.05.2026, 09:09 Uhr

Kiew – Russlands Offensive im Ukraine-Krieg verliert offenbar an Schlagkraft. Eine April-Bilanz zeigt: Die Ukraine erobert nicht nur verlorenes Gebiet zurück, sondern fügt der russischen Armee auch höhere Verluste zu, als Moskau ausgleichen kann. Die Entwicklungen rücken eine neue Stoßrichtung im Ukraine-Krieg in den Fokus.
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Ziel der Ukraine sei es, weitere Vorrücken der russischen Armee unnachhaltig zu machen. „Wir nähern uns stetig der Zahl von 50.000 eliminierten Besatzern pro Monat“, so Fedorow. Dies sei das nächste Ziel der Ukraine-Regierung, berichtet die Kyiv Post. Laut dem Verteidigungsminister käme Russlands Fleischwolfstrategie dem Kreml jetzt bei dem Versuch, die russische Armee wieder aufzufüllen, zum Nachteil.

„Echter Zermürbungskrieg“: Ukraine setzt auf hohe Verluste – Durchhaltevermögen wird entscheidender Faktor
„Es handelt sich mittlerweile um einen echten Zermürbungskrieg“, sagte Erik Stijnman, Ukraine-Krieg-Spezialist beim niederländischen Clingendael-Institut für Internationale Beziehungen, der französischen Zeitung France24. Es sei ein Krieg, „in dem territoriale Gewinne weniger wichtig sind als die Fähigkeit einer Seite, der anderen mehr Verluste zuzufügen, als diese verkraften kann.“

Nicht zuletzt spielen dafür die Angriffe auf russische Infrastruktur für die Ukraine eine wichtige Rolle. Strategische Angriffe auf die Kriegsinfrastruktur, unter anderem Rüstungsstandorte, können sich auch in der russischen Armee bemerkbar machen. Mehrere solcher Angriffe tätigte die ukrainische Armee erst Anfang Mai. Getroffen wurden eine Ölraffinerie und ein Rüstungsstandort 1000 Kilometer im russischen Landesinneren. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, den Euronews zitierte, wurden dort Relais-Schutzsysteme, Automatisierungsgeräte und Niederspannungsgeräte produziert.
Kopie hier
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Schröder als neuer "Peace-broker" für Europa?

[Video: https://youtu.be/FZ3TVNXMSCA]

Zitat:“I think that the matter is coming to an end,” Putin said of Europe’s deadliest conflict since the second world war. He said he would be willing to negotiate new security arrangements for Europe and that his preferred negotiating partner would be Germany’s former chancellor Gerhard Schröder – a choice unlikely to be accepted in Ukraine and the EU.

https://www.theguardian.com/world/2026/m...-to-an-end

Klingt erst mal positiv, ist aber wahrscheinlich nur die nächste Nebelkerze. Angeblich soll die Waffenruhe über das Wochenende doch gebrochen worden sein. Taten sagen immer mehr als Worte.
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Was heißt da Nebelkerze? Nachdem der eine von den beiden den anderen als "lupenreinen Demokraten" testiert hat, sind sowohl Putin wie Schröder an Seriosität nicht mehr zu überbieten.

Ein bösartiger Hintergedanke von mir:
Diese Benennung zeigt allenfalls, dass sich Putin langsam "Hintertürchen" aufmacht, er aber immer noch meint, die Ukraine ausbluten zu können.
Zitat:Der Krieg wandelt sich zu einer Materialschlacht und gewinnen wird, wer die ausdauerndere wirtschaftliche Puste hat. Deshalb auch die unbedingte Pflicht, auf die Kosten der einzelnen verwendeten Waffen zu achten. Die größte Stückzahl zum geringsten Preis lautet die Devise, und Software und vernetzen vor Hardware, um besser skalieren zu können.
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Seit 24 Stunden läuft der wohl größte russische Luftangriff des bisherigen Krieges. Laut ukrainischer Luftwaffe wurden allein 892 Shahed-/Gerbera-Drohnen gezählt. (Quelle) Nach Einbruch der Dunkelheit setzten die Russen den Beschuss mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern fort. Dem 'Kyiv Independent' zufolge kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, über 80 wurden verletzt. (Quelle)
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Der vormalige Chef des ukrainischen Präsidialamts, Andrij Jermak, wurde heute verhaftet. (Quelle) Das Obergericht für Korruptionsbekämpfung gab einem Antrag der Anti-Korruptionsbehörde NABU statt und verhängte eine Untersuchungshaft von zunächst sechzig Tagen. Jermak kann gegen Stellung einer Kaution in Höhe von ₴140 (€2,72) Mio. unter Auflagen freikommen, gibt aber an, über das Geld nicht zu verfügen. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit anderen Politikern, insbesondere dem vormaligen Energieminister Herman Haluschtschenko, Bestechungsgelder angenommen und in Immobilienprojekten gewaschen zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haft. Das Vorgehen der Justiz gegen den Wegbegleiter von Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dessen Autorität weiter beschädigt. Gleichzeitig gilt es den Medien der Ukraine—einem Land, in dem korrupte Spitzenpolitiker bislang nur durch Massendemonstrationen gestürzt werden konnten—als Beweis für die Fortschritte, die in den letzten zehn Jahren bei der Korruptionsbekämpfung gemacht wurden.
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Mit den Abschusszahlen dieser Drohnen erscheint mir die Idee von Shahed like Drohnen als nicht sonderlich effizient, vor allem nicht in der Art wie einige die moderne Kriegsführung umschreiben wollen. Man wird doch sehr schnell wieder da ankommen wo man nach dem Vietnam Krieg war und fest stellen dass die Masse letztendlich bedeutungslos ist und es nur auf die Qualität der Angriffe ankommen wird.
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(14.05.2026, 13:17)Pmichael schrieb: Mit den Abschusszahlen dieser Drohnen erscheint mir die Idee von Shahed like Drohnen als nicht sonderlich effizient, vor allem nicht in der Art wie einige die moderne Kriegsführung umschreiben wollen.
Sie sind dahingehend sehr effizient, dass sie mit wenig selbst eingesetzten Ressourcen auf der Gegenseite sehr viel Ressourcen binden.
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(14.05.2026, 14:33)Broensen schrieb: Sie sind dahingehend sehr effizient, dass sie mit wenig selbst eingesetzten Ressourcen auf der Gegenseite sehr viel Ressourcen binden.

Das ist keine gewinnbringende Strategie.

1.000 Drohnen irgendwo planlos loszuschicken, von denen nur wenige irgendetwas treffen, wobei nur einzelne dieser Drohnen eine tragische, aber militärisch bedeutungslose Wirkung entfalten, ist keine Strategie.
Zehn Taurus-Marschflugkörper, die koordiniert Umspannwerke für das überregionale Transportnetz treffen, würden die Ukraine für längere Zeit ohne Strom setzen.

Das eine ist Kriegsführung, das andere ist Terror.
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(14.05.2026, 14:57)Pmichael schrieb: 1.000 Drohnen irgendwo planlos loszuschicken, von denen nur wenige irgendetwas treffen, wobei nur einzelne dieser Drohnen eine tragische, aber militärisch bedeutungslose Wirkung entfalten, ist keine Strategie.
Doch, wenn du für den Einsatz dieser 1000 Drohnen nur einen sehr viel geringeren Aufwand betrieben musst, als den Gegner für deren Abwehr.

Deshalb ist das auch das Mittel der Wahl für Kriegsparteien, deren Gegner viel Wert auf die Sicherheit ihrer Bevölkerung legen. Wenn die Russen Deutschland mit Tausenden Gerans angreifen, würde das hier zigtausende Soldaten disloziert mit Abwehrsystemen binden, damit nicht doch mal eine diese Drohnen einen Kindergarten trifft. Terror kann halt schon effiziente Kriegsführung sein.

Nur ist es natürlich für uns keine offensive Option, aber sehr wohl für unsere Gegner.
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(14.05.2026, 15:30)Broensen schrieb: Doch, wenn du für den Einsatz dieser 1000 Drohnen nur einen sehr viel geringeren Aufwand betrieben musst, als den Gegner für deren Abwehr.

Deshalb ist das auch das Mittel der Wahl für Kriegsparteien, deren Gegner viel Wert auf die Sicherheit ihrer Bevölkerung legen. Wenn die Russen Deutschland mit Tausenden Gerans angreifen, würde das hier zigtausende Soldaten disloziert mit Abwehrsystemen binden, damit nicht doch mal eine diese Drohnen einen Kindergarten trifft. Terror kann halt schon effiziente Kriegsführung sein.

Nur ist es natürlich für uns keine offensive Option, aber sehr wohl für unsere Gegner.

Russland tut dies nun seit Jahren – damals sogar weitaus erfolgreicher, obwohl die Zahl der Drohnen erhöht wurde. Und sie stehen heute dort, wo sie halt sind, da auch die Ukrainer aufgerüstet haben.
Im Krieg muss mein eigenes Handeln grundsätzlich kriegsentscheidende Wirkung entfalten. Wenn nicht, dann ist es wie die V1 und V2 auf London: traumatisierend für die Menschen, aber völlig bedeutungslos für den Krieg.

Hier kann man eher über die Motivation solcher Terrorhandlungen diskutieren.
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(14.05.2026, 16:02)Pmichael schrieb: Russland tut dies nun seit Jahren – damals sogar weitaus erfolgreicher, obwohl die Zahl der Drohnen erhöht wurde. Und sie stehen heute dort, wo sie halt sind, da auch die Ukrainer aufgerüstet haben.
Im Krieg muss mein eigenes Handeln grundsätzlich kriegsentscheidende Wirkung entfalten.
Die Ukraine ist genötigt, große Teile ihrer Flugabwehrkapazitäten im Hinterland einzusetzen, die Ihnen daher an der Front fehlen. Das hat also dort schon eine erhebliche Wirkung.
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