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(10.02.2026, 11:05)lime schrieb: In welche Richtung sich Labor bewegt zeigt sich ja schon allein daran dass immer mehr lokale Laborveranstaltungen geschlechtergetrennt durchgeführt werden. Hast du (seriöse) Quellen für "immer mehr" solche Fälle, die sich vielleicht auch nicht speziell auf islamische Unterorganisationen der Partei beziehen und somit ein Indiz dafür wären, dass es in der Gesamtpartei entsprechende Entwicklungen gibt?
Ja, es hat wohl bereits früher, schon zu Camerons Zeiten, gelegentlich Fälle gegeben, in denen es bei Labour-Veranstaltungen in muslimischen Communitys nach Geschlecht getrennte Sitzordnungen gegeben haben soll.
Mir ist aber aktuell nur ein Fall bekannt, in dem das auf eine Veranstaltung der "Bangladeshi Friends Of Labour" zugetroffen haben soll, also eben einer Gruppierung von islamischen Mitgliedern innerhalb der Partei. Und auch dazu finde ich auf Anhieb nur einen Beitrag der Jungen Freiheit, die mir jetzt nicht unbedingt für ihre unvoreingenommen sachliche Berichterstattung bekannt ist.
Also was führt dich zu der Annahme, dass dies immer mehr der Fall sei und für eine entsprechende Entwicklung der Partei spräche und nicht schlicht und einfach ein althergebrachtes Problem, das einfach unverändert fortbesteht?
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Neues aus Mordor zum zweiten
Zitat:Gericht: Einstufung von »Palestine Action« als Terrorgruppe unrechtmäßig
Die damalige Innenministerin und heutige Außenministerin Yvette Cooper hatte das Verbot der Organisation im Juli 2025 durchgesetzt. Zuvor waren Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt in England eingedrungen und hatten Flugzeuge mit Farbe besprüht hatten. Zudem nahm Palestine Action mehrfach die Büros und Einrichtung der israelischen Rüstungsfirma Elbit Systems ins Visier.
https://www.juedische-allgemeine.de/jued...htmaessig/
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Vibes direkt aus dem Vorhof zur Hölle
Zitat:The UK Government are now making ads which feature terrified children being arrested for sharing memes online designated as 'terrorist content'
https://x.com/BasilTheGreat/status/2029436683557503426 (mit Video)
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Das wird noch spannend werden, wie es auf der Insel weitergeht. Labour zerlegt sich unter Starmer selbst (und hat seinen Stimmanteil seit der letzten Wahl fast halbiert), die Konservativen knabbern ebenso weit abgeschlagen irgendwo herum, die Grünen sind interessanterweise deutlich stärker geworden und Reform UK bewegt sich bei über 25%.
Aber während Reform UK deutliche Zuwächse erfährt, will die Mehrheit der Briten am liebsten wieder zurück in die EU, was Reform-UK-Chef Farage - eine der großen Brexit-Posaunen - überhaupt nicht will. Und die Schotten, Iren und Waliser haben schon klargemacht, dass sie bei einem PM Farage wohl auf die Barrikaden gehen würden. Aber: Zugleich in Schottland hat Reform der SNP bei den aktuellen Wahlen deutlich Stimmen abjagen können, werden also die separatistischen Nationalisten nun zu nationalistischen Separatisten?
Tja, quo vadis, Britannia?
Zitat:Irish PM admits EU is 'preparing' for Nigel Farage as PM before claiming 'Brexit damaged Britain' [...]
Irish Taoiseach Micheál Martin has seemingly admitted the European Union is preparing for a scenario in which Nigel Farage becomes Prime Minister. The Reform UK leader, who has been leading in the polls since April last year, is setting his sights on No10 following back-to-back victories at local elections contested since Sir Keir Starmer swept to power in July 2024. [...]
He added: "If Nigel Farage becomes prime minister, Ireland will engage, but obviously his policies are completely at variance with ours in terms of the European Union." [...] In a veiled swipe at Mr Farage, Mr Martin added: "Brexit damaged Britain, many people in Britain may not want to accept that, but it did." [...] It had been reported earlier this year that Brussels was looking to enforce a "Farage clause" to stop the Reform UK leader ripping up any deals that bind Britain to EU directives.
https://www.gbnews.com/politics/nigel-fa...-reform-uk
Zu Schottland, wo am 7. Mai Parlamentswahlen waren:
Zitat:Scotland’s elections confirmed that our nation’s leftwing identity is part myth, part reality [...]
Last week’s Scottish parliament election promised an equally profane revelation. With Reform UK’s arrival in Scottish politics, Kenny Farquharson predicted in the Times that election day “will be remembered as the day Scottish exceptionalism died”. Sheepish voters, dumbly following the rest of Britain, would finally espouse the “rightwing populist nativism” that had hitherto been halted at Hadrian’s Wall. [...]
On the surface, the results do suggest a change in tone. Reform won 17 seats –only two more than the Scottish Greens – tying with Scottish Labour for second place. Its surge from nowhere to 16% of the vote is unprecedented at Holyrood, rivalled only by the SNP’s 13-point rise in 2011.
That is still a long way short of Reform’s projected UK-wide share of about 27%. It is only thanks to Scotland’s dual-vote electoral system that Reform can celebrate any real success, with all its seats coming from the regional list, elected by proportional representation. Its best constituency performance, using the first past the post system, was 34% in the fishing constituency of Banffshire and Buchan Coast, one of the few places in Scotland with a substantial pro-Brexit contingent. Even there, the SNP beat it to the seat by a few hundred votes.
Reform’s chief victims were the Conservatives, who sustained their worst ever result in Scotland. [...] The SNP lost between 7% and 15% of voters in most central belt seats, but survives thanks to the colossal heights from which it is falling; in not one of them did the party drop below a third of the vote.
https://www.theguardian.com/commentisfre...ntity-myth
Schneemann
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Zitat: Tja, quo vadis, Britannia?
Die nächsten Wahlen sind erst 2029 und für die Labour MPs gibt es keinen Grund für politischen Selbstmord durch vorgezogene Neuwahlen unter den gegebenen Vorzeichen.
Man wird Starmer wohl früher oder später (eher früher) austauschen und hoffen, dass man mit einem unverbrauchtertes Gesicht ein paar neue Akzente setzen kann. Wir aber schwierig für Labour, im politischen Koordinatensystem ist links(außen) von den radikalen Greens besetzt während Reform die Konservativen in die Mitte drängt und Labour damit die Luft abschnürt. Da bleibt nicht viel Bewegungsspielraum und eigentlich stellt sich ganz ähnlich wie mit der SPD in Deutschland auch für Labour die Frage, wofür es diese Partei eigentlich braucht. Die klassischen Arbeiterschichten wählen längst rechts von Labour, die radikal Linken und Migranten fühlen sich bei den Greens wohler und das gehobene links(liberale) Milieu wählt sowieso LibDem.
Auf der anderen Seite des politischen Spektrums orientiert sich Reform seit einem Jahr konsequent in Richtung politische Mitte und passt sich inhaltlich wie personell dem politischen Mainstram an. Das Ergebnis ist ein deutlicher Stimmenverlust in Umfragen von über 30% auf knapp über 25%. Diese Anbiederungsstrategie ging nicht auf, im Gegenteil, die Konservativen konnten ihren abwärtstrend wenigstens stoppen und liegen wieder bei knapp 20%. Der Schwenk zur Mitte hin öffnete zudem eine Flanke für Restore Britain, dass Reform aktuell drei oder vier Porzentpunkte abknappert und als rechter Ausleger durchaus ein Wahlpotential von 10% haben und dabei auch ähnlich wie die AfD inaktive Wählerschichten aktivieren dürfte.
Es ist mehr fraglich ob Farrage das Ruder nochmal herumreißen und sich eine ob des britischen Wahlsystems so wichtige dominierende Position im rechten Lager sichern kann.
Ich halte es für alles andere als ausgeschlossen, dass der Hype und Reform in ein, zwei Jahren sehr deutlich abgeklungen sein und ein zersplittertes rechtes politisches Lager sehr schlecht gegen Mitte-Links dastehen wird.
So oder so ist relativ klar wohin Britannia driftet: Das Parteiensystem zersplittert immer weiter, was auch im Mehrheitswahlverfahren zu keinen ausreichenden Mehrheiten für eine Partei führen wird. Ein Hung Parliament mit einer schwierigen Koalititonsbildung wäre die Folge. Nach Lage der Dinge wäre das heute Reform/Conservatives, wenn Reform weiter fällt ist aber längerfristig alles offen was Koalitionen angeht.
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Ohne Worte:
Zitat:UK police under pressure after dying student was handcuffed [...]
British police faced a backlash on Tuesday over the case of an 18-year-old student who was handcuffed as he lay dying from stab wounds after his killer falsely alleged a racist attack.
Henry Nowak died after the knife attack in the southern England city of Southampton in December last year. His murderer Vickrum Digwa, a 23-year-old Sikh man, was sentenced to life in prison on Monday, having lied to police at the time that Nowak had assaulted him. In police bodycam footage, Nowak is seen lying on the street saying “I’ve been stabbed” and “I can’t breathe” while an officer responds “I don’t think you have mate.”
Nigel Farage, whose anti-immigration Reform party leads opinion polls, said it was an example of the rights of ethnic minorities trumping those of white British people. [...]
https://edition.cnn.com/2026/06/02/uk/uk...udent-intl
Man stelle es sich vor, dass dies bei uns geschehen wäre? Der interne Strang bzgl. "Polizeitaktik" über die angeblich universale Unfähigkeit unserer Polizei wäre wieder zugeschüttet worden...
Schneemann
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(02.06.2026, 22:32)Schneemann schrieb: Ohne Worte:
https://edition.cnn.com/2026/06/02/uk/uk...udent-intl
Man stelle es sich vor, dass dies bei uns geschehen wäre? Der interne Strang bzgl. "Polizeitaktik" über die angeblich universale Unfähigkeit unserer Polizei wäre wieder zugeschüttet worden...
Schneemann
Ein Staat hat ganz andere Probleme wenn er das Tragen von Messern in der Öffentlichkeit verbietet aber gleichzeitig für eine bestimmte religiöse Gruppe erlaubt. Hinzu kommt eine weitreichende Befreiung von der Helmpflicht etc.
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(02.06.2026, 22:32)Schneemann schrieb: Ohne Worte:
https://edition.cnn.com/2026/06/02/uk/uk...udent-intl
Man stelle es sich vor, dass dies bei uns geschehen wäre? Der interne Strang bzgl. "Polizeitaktik" über die angeblich universale Unfähigkeit unserer Polizei wäre wieder zugeschüttet worden...
Schneemann Ironischerweise erwies sich die britische Polizei hier in einem zentralen Thema durchaus nicht als unfähig, sondern setzte genau ihre Richtlinien um. Schon seit 1999 (Macpherson-Report) soll die britische Polizei immer von einer rassistischen Tat ausgehen, wenn jemand den Vorwurf des Rassismus erhebt.
Aber mal im Ernst, der ganze Fall lässt einen sprachlos zurück, und er sagt viel aus über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Großbritannien (und dem gesamten Westen), dass das Echo so vergleichsweise verhalten ausfällt.
Es wurde seitens der Polizisten kein Versuch unternommen, den Sachverhalt ergebnisoffen aufzuklären, obwohl eine offensichtliche Auseinandersetzung vorgelegen hatte. Dass Polizisten (wie in Mannheim) Gefährder und Opfer im Zuge einer andauernden Tätlichkeit verwechseln, lässt sich gerade noch nachvollziehen, aber die britischen Beamten hatten im vorliegenden Fall genug Zeit, die Sache nüchtern zu bewerten.
Dass dem Opfer (d.h. dem mutmaßlichen Täter) Handschellen angelegt wurden, obwohl es offensichtlich keine Gefahr für andere oder sich selbst darstellte, mag unter Verweis auf die Vorschriftenlage gerade noch zu rechtfertigen sein.
Dass ihm aber jegliche medizinische Hilfe verweigert wurde, unter dem lapidaren Hinweis "I don't think you have [been stabbed], mate", ist einfach unfassbar. Ja, Stichwunden müssen nicht unbedingt spektakulär bluten, aber es hätte genügt, die Oberbekleidung anzuheben und sich kurz Brust und Bauchraum anzuschauen, um die Verletzungen zu sehen.
Nur für die Perspektive: In Deutschland wären genug Anhaltspunkte vorhanden, um die Beamten wegen Totschlags durch Unterlassen anzuklagen.
Das war nicht einfach nur Unfähigkeit oder eine falsche Prioritätensetzung, sondern es kam eine Geisteshaltung hinzu, die zumindest die beteiligten Beamten als absolut ungeeignet für ihre Aufgabe qualifiziert: ein Desinteresse an den Tatsachen, eine Schnoddrigkeit im Umgang mit den eigenen öffentlichen Pflichten, und eine Degradierung des polizeilichen Gegenübers (für das die Unschuldsvermutung gilt) zum nervigen Objekt.
Wäre Henry Nowak schwarz gewesen, würde jetzt ganz London brennen.
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Die Polizisten haben die Situation falsch gelesen und sich falsch verhalten. Soll vorkommen. Inwieweit sie am Tod des Opfers angesichts der Schwere der Verletzungen eine juristische Schuld tragen, sprich bei einem fehlerfreien Verhalten überhaupt noch hätten helfen können wäre separat zu klären. Für so eindeutig halte ich das nicht.
Was zu diesem falschen Verhalten in der Situation geführt hat und welche Geisteshaltung dem zugrunde liegt ist Spekulation. Es wäre freilich naheliegend, dass die unsägliche (Anti)Rassistische Indoktrination der britischen Polizei hier eine gewichtige Rolle gespielt hat, aber zu beweisen ist das nicht.
Trotzdem natürlich Grund genug endlich eine sehr deutliche Kurskorrektur in Sachen Two-Tier-Policing zu vollziehen, aber das wird in Mordor natürlich nicht geschehen.
Insofern, ja mei. Effektiv ein sehr ähnlicher Fall wie George Flyod, nur das hier die beteiligten Polizisten bei wahrscheinlich ganz ähnlicher Schuldschwere halt davonkommen werden und das Opfer kein mit Drogen vollgepumpter Schwerverbrecher gewesen ist. Die Welt ist nicht gerecht. Und es wird genau so weitergehen.
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@Nightwatch
Der Fall Nowak und der Fall Floyd unterscheiden sich meines Erachtens schon darin, dass die US-Beamten die für sie geltenden Vorschriften verletzt haben. Das haben die britischen Polizisten laut dem 'Telegraph' gerade nicht, außer in einem Punkt: Sie haben der in Gewahrsam genommenen Person Hilfe verweigert, obwohl offenkundige Anhaltspunkte für gesundheitliche Probleme (hast Du das Bodycam-Video gesehen?) vorlagen und es ihnen möglich gewesen wäre, erste Hilfe zu leisten. Hier hat also nicht das System versagt, sondern funktioniert, und dabei die Kollateralschäden verursacht, die seine Kritiker stets vorhergesagt hatten.
Dass Opfer und Täter verwechselt wurden, halte ich, wie gesagt, sogar für das geringere Problem. Denn das hätte auch ohne die absolut unglaubliche Vorschriftenlage passieren können. Schlecht ausgebildete Polizisten werden sich immer auf den Ersteindruck verlassen, und wenn die Geschichte, die sich ihnen darbietet, stimmig scheint, daran auch nicht mehr rütteln.
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(05.06.2026, 14:51)muck schrieb: Der Fall Nowak und der Fall Floyd unterscheiden sich meines Erachtens schon darin, dass die US-Beamten die für sie geltenden Vorschriften verletzt haben.
Das haben die britischen Polizisten laut dem 'Telegraph' gerade nicht, außer in einem Punkt: Natürlichg gibt es Unterschiede. Trotzdem sind die Fälle IMO sehr ähnlich. Bei Flyod war am Ende das Problem, dass der Beamte zu lange auf ihm rumgekniet ist und man ihm nicht geholfen hat als er sagte er könne nicht atmen. Die Briten haben jetzt den regungslos am Boden liegenden Nowak aus der Ecke gezerrt, an der Hand über den Boden geschleift während er meinte er sein angestochen worden und könne nicht atmen mit Zwang gefesselt.
Es werden sich für das Rumschleifen und die Fesselung eines wehrlosen und mutmaßlich verletzten Verdächtigen in einer unklaren Lage genausowenig Vorschriften finden wie für das kompromisslose Rumgeturne auf einem bekannten Schwerverbrecher in bereits gelöster Lage.
Zitat:Sie haben der in Gewahrsam genommenen Person Hilfe verweigert, obwohl offenkundige Anhaltspunkte für gesundheitliche Probleme (hast Du das Bodycam-Video gesehen?) vorlagen und es ihnen möglich gewesen wäre, erste Hilfe zu leisten. Hier hat also nicht das System versagt, sondern funktioniert, und dabei die Kollateralschäden verursacht, die seine Kritiker stets vorhergesagt hatten.
Weiß ich nicht. Das Verhalten ist zweifellos falsch und schrägt wenn man sich das Video anschaut. Ich bin in dem Fall jetzt nicht hundertprozentig orientiert und weiß etwa nicht mit welchen Informationen versehen die Polizisten da am Tatort aufgeschlagen sind. Ich kann auch nicht in den Kopf des Polizisten schauen, was er gedacht hat als er mit dem Mörder und dem Opfer gesprochen hat.
Mir kommt es aber schlicht so vor, dass der Polizist die Situation in der sich das Opfer befindet einfach nicht realisiert.
Wenn ich mir das Video anschaue ( https://x.com/sotontimes/status/20615494...62/video/1) wird ihm unmittelbar bevor er sich das Opfer anschaut erzählt, dass Opfer sei über den Zaun gefallen. Dann er fragt nach dem Namen und dann in die Runde ob irgendwer außer dem Opfer verletzt ist. Er hat also schon realisiert, dass das Opfer verletzt ist.
Dann wendet er sich den Opfer zu und zieht ihm an Gürtel hintern dem Auto hervor. Ich halte es für möglich, dass er da das leise 'I've been stabbed' nicht gehört/realisiert als als er meinte 'lets get you out of there mate'. Bis dahin IMO eigentlich ok, man kann das Opfer ja nicht hinter dem Auto liegen lassen. Das Problem beginnt dann, dass er unreflektiert in der Fixierungsroutine weiter macht und auf das zweite 'I've been stabbed' auch nicht reagiert und die Kollegin noch anweist ihm am Arm weiterzuzerren. Das Opfer jammer weiter, er fragt dann 'Whats happened to you, are you alright?', das Opfer meint wieder er sei angestochen und dann fällt bei 01:10 der fatale Satz 'You've been stabbed, whereabouts? Don't think you have mate.', das Opfer wird mit Gewalt fixiert und das Ding läuft weiter bis zum Tod wenig später.
Wie kann das passieren? Ich will nicht sagen, dass die Indoktrination nicht mit eine Rolle gespielt hat. Genausogut kann es aber auch sein, dass der Polizist (23:38, wie mental fit war er zu diesem Zeitpunkt?) halt einfach noch in einem Mindset zwischen 'der ist halt über den Zuan gefallen und blöde aufgekommen' und 'was erzählt er denn von angestochen, ich sehe gar kein Blut' hängengeblieben ist. Das entschuldigt den Fehler nicht, aber wir landen damit halt nicht automatisch bei Rassismus.
Übrigens sieht man im Video auch sehr klar IMO das der Polizist sehr unmittelbar nach erfolgter Fesselung bei 1:38 einen 'Oh Shit' Moment hat und versucht die Situation zu klären/retten. Das sind jetzt 28 Sekunden in denen auch noch die Fesselung durchgeführt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese 28 Sekunden hin oder her irgendetwas am Schicksal des Opfers geändert hätten.
Schräg und Fehlerhaft dann aber weiterhin, dass man keinen Versuch unternimmt die Verletzung des Opfers zu lokalisieren und ihm stattdessen seine Rechte mitteilt. Aber nach Lage der Dinge ist unmittelbar dann schon verstorben. Die Fehlerkette geht dann noch weiter, aber das hiflt dann auch niemanden mehr. Alles tragisch, aber Rassismus? Sehe ich bei dem agierenden Polizisten nichts von. Eher noch - wenn man es so lesen möchte - hatte seine Kolleign ein anderes Mindset und es ist nachvollziehbar, dass ihre spöttischen Bemerkungen Wut auslösen. Da verstehe ich eher, das man Bias unterstellen möchte. Aber bis die sich relevant aktiv einmischt (und nicht nur Befehle ausführt) ist die Situation durch und das Opfer definitiv nicht mehr zu retten - falls das überhaupt je möglich gewesen wäre.
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Dem Fall liegt ist aus meiner Sicht ein klares kognitives Bias zugrunde, die erste halbwegs plausibel erscheinende Erklärung wird als "wahr" akzeptiert, man untersucht den lächerlichen Hautabrieb in der Nähe des Auges des Täters, geht davon aus, er sei das Opfer, in dem Moment ist bereits das Vorurteil zementiert. Dem tatsächlichen, reglos daliegenden Opfer kommt dann nicht die gleiche Aufmerksamkeit zu, es ist bereits zum Täter "abgestempelt", der englische Fachbegriff dafür lautet availability heuristic,
https://en.wikipedia.org/wiki/Availability_heuristic
auf deutsch der etwas sperrige Begriff Verfügbarkeitsheuristik
https://de.wikipedia.org/wiki/Verf%C3%BC...sheuristik
sowie der Ankereffekt.
typischerweise z.B. bei Ärzten, ein Kollege (z.B. Hausarzt) überweist einen Patienten, der nur unvollständig untersucht wurde, und teilt per Telefon eine Verdachtsdiagnose mit, die den Zustand zu erklären scheint. Der Arzt auf der Notaufnahme wird von dieser Diagnose in seinen Fragen und diagnostischem Prozess beeinflusst. Tatsächlich stellt sich später heraus, die wahre Diagnose ist eine völlig andere. In dem Fall handelt es sich um einen kognitiven Irrtum bei der Informationsübermittlung zwischen peers, d.h. Kollegen, also eigentlich potentiell vertrauenswürdigen Quellen. Jedoch ist bekannt, dass der Hausarzt nur eingeschränkte Möglichkeiten hat, bei Notfällen eine abschließende Diagnose zu stellen. Entsprechend ist so eine Diagnose zunächst einmal nur ein Mosaikstein und nicht als tatsächlich abschließend zu betrachten.
Bei der Polizeiarbeit in dem Fall oben fand die Informationsübermittlung aber gerade nicht zwischen Kollegen statt, sondern zwischen einem unbekannten Dritten (dem Stecher) und dem Polizeiteam, und dieser unbekannte Dritte wurde fälschlich als vertrauenswürdig eingestuft, was dann die Fehlbeurteilung der Situation mit falschem Handlungsmuster (Handschellen an einen handlungsunfähigen Versterbenden anzulegen) und zunächst fahrlässige Verweigerung der ersten Hilfe (unterlassende Hilfeleistung) bedingte.
Möglicherweise waren die Stichverletzungen so schwer, dass selbst bei rechtzeitigem Erkennen der wahren Tatumstände eine Not-OP nicht mehr lebensrettend gewesen wäre. Letztlich müsste das ein forensisches Gutachten beurteilen.
Aus der Situation kann man aber konkret für die Polizeiarbeit (und darüber hinaus) lernen, unsicheren Informationsquellen zunächst zu misstrauen, und beide Seiten anzuhören, bevor man den Fall in eine mentale Schublade steckt.
Auch bei dem Ryan Waller - Fall in den USA ist genau dies passiert: falsche Schublade, ein Opfer mit Kopfschussverletzung im Schläfenlappen und deutlich erkennbarem Bluterguss hinter den Augen wurde ca. 6 Stunden lang festgehalten und befragt und die notwendige neurochirurgische Intervention verzögerte sich entsprechend, weil trotz offensichtlicher Handlungsunfähigkeit, Verlangsamung, Gedächtnisstörungen und Schläfrigkeit die Aussagen des Opfers, er habe einen Schuss "ins Auge" bekommen, nicht ernstgenommen wurden.
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Ich habe mittlerweile gelesen, dass die Leitstelle die den Fall aufgegeben hat sagenw ir sehr interessiert an der Behauptung gewesen ist es hätte da einen rassistischen Vorfall gegeben. Und ein vorangegangener Notruf, wonach jemand angestochen wurde keine (derartige) Reaktion ausgelöst hat. Wenn das so an die Streife weitergegeben wurde (und davon wäre ja auszugehen), ist es gesteigert wahrscheinlich, dass die Polizisten da mit Rassismus als Mindset aufgeschlagen sind, ungefähr so wie es Zardo beschrieben hat.
Wie gesagt, ich habe den Fall nicht im Detail verfolgt. Aus dem Video allein würde ich bei dem anführenden Polizisten halt keinen Bias rauslesen wollen.
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(05.06.2026, 18:51)Nightwatch schrieb: Ich habe mittlerweile gelesen, dass die Leitstelle die den Fall aufgegeben hat sagenw ir sehr interessiert an der Behauptung gewesen ist es hätte da einen rassistischen Vorfall gegeben. Und ein vorangegangener Notruf, wonach jemand angestochen wurde keine (derartige) Reaktion ausgelöst hat. Wenn das so an die Streife weitergegeben wurde (und davon wäre ja auszugehen), ist es gesteigert wahrscheinlich, dass die Polizisten da mit Rassismus als Mindset aufgeschlagen sind, ungefähr so wie es Zardo beschrieben hat.
Wie gesagt, ich habe den Fall nicht im Detail verfolgt. Aus dem Video allein würde ich bei dem anführenden Polizisten halt keinen Bias rauslesen wollen.
Sehr bezeichnend wenn die Leitstelle einen Vorfall wegen Rassismus wichtiger empfindet als einen Messerangriff, aber von UK ist man auch nichts Anderes gewohnt dort geht es noch um Längen woker zu als in Kontinentaleuropa, allerdings scheint auch dort der "Turning Point" inzwischen erreicht zu sein.
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