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Szenario Nordkorea vs. Südkorea - Druckversion

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- Schneemann - 25.11.2010

Zitat:Berichte: Kim Jong Il besuchte Militärstützpunkt vor Beschuss

Seoul (Reuters) - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il und sein als Nachfolger gehandelter Sohn Jong Un sollen Medienberichten zufolge wenige Stunden vor dem Artilleriebeschuss einer südkoreanischen Insel die betroffene Militärbasis des kommunistischen Landes besucht haben.

Der Angriff sei wahrscheinlich von Kim Jong Il persönlich befohlen worden, berichtete die südkoreanische Zeitung "Joongang" am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Eine offizielle Stellungnahme dazu lag nicht vor. Südkoreanische Medien berichteten zudem, Vater und Sohn hätten den zuständigen General Kim Kyok Sik kurz vor dem Beschuss getroffen. Andere Medien berichteten, es werde nun versucht herauszufinden, ob der Besuch in unmittelbarem Zusammenhang mit dem späteren Beschuss gestanden habe. "Joongang" zitierte eine Person mit den Worten, die Berichte legten den Eindruck nahe, dass der Angriff minuziös geplant gewesen sei.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE6AO05O20101125">http://de.reuters.com/article/worldNews ... 5O20101125</a><!-- m -->

Das lässt auch den Schluss zu, dass es sich nicht um eine Reaktion auf Manöver oder dergleichen gehandelt haben könnte, sondern eher um eine Machtdemonstration und Provokation.

Ferner:
Zitat:Nach Beschuss von Yeonpyeong

Offenbar auch Zivilisten bei Nordkoreas Angriff getötet

Nach dem Artilleriebeschuss durch Nordkorea sind auf der Insel Yeonpyeong südkoreanischen Angaben zufolge die Leichen zweier Zivilisten gefunden worden. Es handele sich um zwei Männer im Alter zwischen 60 und 70 Jahren, teilte die Polizei mit. Sie seien vermutlich bei dem Artilleriebeschuss durch Nordkorea ums Leben gekommen.

Nordkorea hatte Yeonpyeong gestern überraschend mit Dutzenden Granaten beschossen und mit weiteren Angriffen gedroht. Die südkoreanischen Truppen erwiderten das Feuer. Es war einer der schwersten Angriffe auf das Nachbarland seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953. Nach südkoreanischen Militärangaben wurden zwei Soldaten getötet, 15 Soldaten und drei Zivilisten wurden verletzt, einige von ihnen schwer.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/korea210.html">http://www.tagesschau.de/ausland/korea210.html</a><!-- m -->

Schneemann.


- tienfung - 25.11.2010

Zitat:Nordkorea droht mit neuen Militärschlägen

Die Führung in Pjöngjang setzt im Konflikt mit Südkorea auf Provokation. Nordkorea droht dem Nachbarstaat offen mit einer zweiten und dritten Runde von Militärschlägen. Die Regierung in Seoul will nun an der Grenze aufrüsten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731061,00.html


China fürchtet Eskalation durch US-Manöver

China hat angesichts der neuen Drohungen im Korea-Konflikt zur Mäßigung aufgerufen. Der Appell richtet sich an die USA genauso wie an Nordkorea. Washington plant ein Manöver im Gelben Meer. Pjöngjang drohte mit weiteren Angriffen gegen Südkorea.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731108,00.html


Südkoreas Verteidigungsminister tritt zurück

Fast eine Viertelstunde brauchten die Südkoreaner, um den nordkoreanischen Angriff am Dienstag zu erwidern - offenbar zu lange. Denn nun hat der Seouler Verteidigungsminister die Konsequenzen gezogen und sein Amt zur Verfügung gestellt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731151,00.html



- Erich - 25.11.2010

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E8BF4C7E12DD14898982DFF56A73DA081~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF41441 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:China und die Korea-Krise
Die Angst auf der anderen Seite
Nach anfänglichem Bemühen um Ausgeglichenheit im Korea-Konflikt richtet sich die öffentliche Meinung in China nun zunehmend gegen Amerika. Die Befürchtung, der Konflikt könnte sich ausweiten, wächst - und mit ihr die Unsicherheit in der ganzen Region
.

Von Mark Siemons, Peking

25. November 2010

Zwei Tage nach dem Angriff Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong zeigen chinesische Zeitungen amerikanische Flugzeugträger auf ihren Titelseiten. „Ein amerikanischer Flugzeugträger eilt zum Gelben Meer und schüchtert Nordkorea ein“, lautet die Schlagzeile in der von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua herausgegebenen Tageszeitung „Cankao Xiaoxi“. Die chinesischsprachige Ausgabe der „Global Times“, der außenpolitischen Zeitung des Kommunistischen Jugendverbands, spitzt noch mehr zu: „Amerika versucht, die tragische Lage Koreas auszunutzen und den chinesischen Widerspruch in den Wind zu schlagen“, steht dort über dem Artikel, der über die geplanten gemeinsamen Militärübungen Südkoreas und Amerikas berichtet. „Die neuesten Manöver erwecken den Eindruck, dass bald ein größerer Konflikt ausbrechen könnte“, heißt es im Text. ...



- Tiger - 26.11.2010

Ich finde die jüngste Geschichte ja ganz unterhaltsam.
Südkorea veranstaltet ein Militärmanöver in einem Seegebiet, auf das eine andere Macht - in diesem Fall Nordkorea - bekanntermassen Ansprüche erhebt und zuvor mehrfach gegen dieses geplante Manöver protestiert hat.
Als Reaktion auf diese Bedrohung seiner Grenze bzw. Grenzverletzung reagiert Nordkorea mit einem eher symbolisch anzusehenden Beschuss einer von Südkorea besetzten Insel - die sich zudem noch aus Sicht von Nordkorea in seinem Hoheitsgebiet befindet - und die Welt ereifert sich über die pösen Nordkoreaner.
Der Beschuss der Insel, die offensichtlich einen Militärstützpunkt beherbergt und damit ein legitimes militärisches Ziel darstellen dürfte gilt dann als "grundlos", "unverantwortlich und provokant" und die USA entsenden sogar einen Flugzeugträger!
Soviel zum Bekenntnis der USA und vor allem von Südkorea zu "Frieden und Sicherheit in der Region". :lol:


- Venturus - 26.11.2010

@tiger: Unbestritten das dies hier das übliche Stellvertreter-Kriegsgebrabbel ist, was wir von beiden Seiten zu hören bekommen. Aber sein wir mal ehrlich. Schiffchen fahren lassen und tatsächlich schießen bzw. torpedieren ist nun doch ein Unterschied. Und ich bezweifle stark das es Kimi um irgendwelche strittigen Gebiete geht, sondern viel mehr um das Standing seiner Dynastie zu stärken.

Ich bin kein großer Freund der US-Hegemonialpolitik, aber in dem Fall ist Kimi mal wieder der Störenfried.


- hunter1 - 26.11.2010

Tiger schrieb:Als Reaktion auf diese Bedrohung seiner Grenze bzw. Grenzverletzung reagiert Nordkorea mit einem eher symbolisch anzusehenden Beschuss einer von Südkorea besetzten Insel - die sich zudem noch aus Sicht von Nordkorea in seinem Hoheitsgebiet befindet - und die Welt ereifert sich über die pösen Nordkoreaner.
Ein "symbolischer Beschuss", bei dem Menschen sterben und verletzt werden. Ein "symbolischer Beschuss", bei dem über hundert Granaten auf Südkorea abgefeuert werden, etwa 60 Häuser geraten in Brand. Sorry, aber dieses Ereignis mit "symbolisch" schönzureden ist schlicht eine Frechheit. Auch wenn sich die beiden Staaten offiziell noch im Krieg befinden.
Und umgekehrt könnte man sich ja auch mal fragen, warum Nordkorea überhaupt Anspruch auf die Insel erhebt bzw. ob dieser Anspruch legitim ist. Schliesslich gabs mal einen Teilungsplan.


- Erich - 26.11.2010

erst mal berichten FAZ <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E40D4D89D3A8146C5A9F7A27F5F08F028~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Nordkorea warnt vor Militärmanöver
„Brächte Korea an den Rand des Krieges“
Die Lage in Korea spitzt sich weiter zu. Das geplante Großmanöver der amerikanischen und südkoreanischen Marine, bringe Korea an den Rand eines Krieges, droht.Pjöngjang. Auf der südkoreanischen Insel Yeonpyeong war abermals Geschützfeuer zu hören.

26. November 2010 Vor dem geplanten Großmanöver der amerikanischen und südkoreanischen Marine hat Nordkorea am Freitag gedroht, dass eine solche Übung Korea an den Rand eines Krieges bringen werden. ...
und Tagesschau <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/nordkorea392.html">http://www.tagesschau.de/ausland/nordkorea392.html</a><!-- m -->
Zitat:Nordkorea droht verfeindetem Süden
Pjöngjang sieht Korea "am Rande des Krieges"

Auf der koreanischen Halbinsel bleibt die Lage extrem angespannt: Die kommunistische Führung in Pjöngjang hat Südkorea und die USA noch einmal vor der Abhaltung ihres ab Sonntag geplanten gemeinsamen Militärmanövers gewarnt. Die Übungen der "amerikanischen Imperialisten und ihrer südkoreanischen kriegstreiberischen Marionette" würden die koreanische Halbinsel "an den Rande des Krieges" bringen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus einer offiziellen Erklärung.
...
Stand: 26.11.2010 12:00 Uhr
relativ einheitlich, und bei der Tagesschau ist auch noch eine Karte dabei mit folgender Erläuterung:
Zitat:An der Westküste beider Staaten im Gelben Meer schließt sich am 38. Breitengrad eine rund 200 Kilometer lange Seegrenze an. Ein Kommandant der UN-Truppen legte 1953 diese "Northern Limit Line" einseitig fest. Die Insel Yeonpyeong im Gelben Meer gehört demnach zu Südkorea. Nordkorea hat die Seegrenze aber nie anerkannt.

Auf der Insel hat die südkoreanische Armee einen Stützpunkt. Sie wurde bereits mehrfach Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen südkoreanischer und nordkoreanischer Marine.
- also ist die Frage nicht, "warum Norkorea überhaupt Anspruch auf die Insel erhebt ..." (der Anspruch besteht wohl schon seit der Vereinbarung von 1953) sondern warum der Anspruch jetzt - nach rund 57 Jahren - "hochkocht".
Und da sollten wir auf beide Seiten der Grenzen schauen - denn zum Streiten gehören immer zwei.
Für den Norden gilt allgemein die gleiche Aussage wie für demokratische Staaten auch: wenn es im Inneren kriselt, dann sind aussenpolitische Krisen immer geeignet, von der Innenpolitik abzulenken und die Bevölkerung zusammen zu bringen. Das kennen wir ja auch von den USA - im Krisenfall steht jeder Amerikaner treu zum Präsidenten, möge man den sonst auch noch so hart kritisieren.

Nun mag man treffend über die Hintergründe spekulieren, die Nordkorea und den Süden (mit Südkorea und den USA) dazu bringen, den Konflikt anzuheizen.
Aber generell gilt: ich würde nicht ungeprüft nur Nordkorea (wie bei uns) oder nur den USA (wie das wohl in China im Hinblick auf "lame duck Obama" nach den Wahlen geschieht) die Schuld zuschieben, sondern auf beiden Seiten nach Ablenkungs-/ Hintergründen suchen.


- Mondgesicht - 26.11.2010

Riecht nach Krieg.
Wäre ja wunderbar wenn diese beschissene kleine Insel die im Endeffekt recht unbedeutend ist so etwas auslöst.
Aber am Ende geht's natürlich immer um das Prinzip.
Was mich erstaunt sind die harschen Töne aus Peking. Die scheinen ja echt Angst um den Status Quo zu haben.
In den Medien wird das chinesische Volk ja schonmal gegen den bösen Westen eingestimmt...

Sieht meiner bescheidenen Meinung nach nicht wirklich gut aus.
Die Chinesen werden zwar hinter den Kulissen ordentlich Druck auf Pjöngjang machen aber wieso sollte Kim sich dem beugen wenn offiziell ja der Amerikaner und die Südkoreaner die Bösen sind.

Vielleicht wäre es klug das Manöver einwenig weiter südlich zu gestalten. Es spricht ja nichts dagegen mit einigen Fluggeräten 5km vor der Grenze rumzufliegen. Den Träger dagegen dicht an der Seegrenze zu plazieren wäre töricht.


- Shahab3 - 26.11.2010

Ich sehe das ähnlich wie Tiger. Allerdings hätte ich es auch für nachvollziehbarer gehalten, wenn die Nordkoreaner die vermeintlich grenzverletzende Südkoreanische Marine nach der abgwiesenen Aufforderung zum Verlassen des Seegebiets direkt beschossen hätten.

Die beschossene, ebenfalls umstrittene, Insel erfüllt zwar rein militärische Funktion, jedoch ist dieser Zusammenhang für die breite Masse nicht naheliegend herleitbar. Derartige Aspekte muss man in Konflikten einfach berücksichtigen und daher war das ein strategischer Fehler.


- tienfung - 26.11.2010

Was will den NK machen'? Mit nem Uboot (eins der angeblich chinesisch neuen ^^) den Träger versenken? Oder die Artillerie befehlen ihn zu beschießen?


Ich denke kaum das NK so direkt den Amis den Krieg erklärt.
Wobei mit etwas Fantasie:

-Amis wärn militärisch und wirtschaftlich noch mehr geschwächt.

-Südkorea steht auch nicht sonderlich besser da.

-Kim ist weg; sein Sohn bleibt aber und wird mehr pro China Willen quasi nen milderer Neuanfang.

-Eins der größten (und verältesten) Heere der Welt is auch Geschichte.

-China nimmt sich der riesigen Herausforderung an und hilft den NK'lern (Bevölkerung) und lässt sie dafür noch mehr billig produziern.


Im Grunde genommen wär USA/Südkorea tierisch angeschlagen, China hat seine Marionette noch besser im Griff und zeigt wirtschaftliche und humane Meisterleistungen beim Versorgen der nk. Bevölkerung was sie schon indirekt auf Platz 1 bringt.

Zumal is ein Massenheer in Asien weniger unter Befehl eines Dikators und China hätte sein Vorhof zwar sauber aber keine Amis dort stehen.



Aber zum Glück is das nur oberflächige Träumerei.^^


- Schneemann - 26.11.2010

Naja, soll man halt jetzt ein paar "symbolische Bomben" auf ein paar "symoblische Artilleriestellungen" des Großen Symbolikers aus dem Norden werfen, also nur symbolisch meine ich. Natürlich schon mit symbolisch scharfen Gefechtsköpfen, damit die Symbolik erhalten bleibt.

Aber zum Thema:

Erich hat hier wenigstens mal geklärt, dass die betreffende Insel zum Süden gehört, was allen argumentativen Planspielchen wer nun wie über acht Ecken recht haben können dürfte mit der Beschießung (was an sich schon eine grenzwertige Logik ist), weil ihm ja evtl. und möglicherweise Fläche X gehört, das Wasser abgräbt. Insofern mal ein Dankeschön.

Und eine Insel, von der die Masse der Einwohner evakuiert wurde (Zivilisten), als rein militärisches Ziel zu umdeuten zu wollen, macht die Sache im Übrigen nicht besser. Eher lustiger, wenn es denn nicht um das Risiko eines Krieges ginge...

Oha, und nun kriegen die Nordkoreaner sogar noch "Unterstützung"...
Zitat:Sarah Palin makes gaffe, saying North Korea is US ally

Former Alaskan governor and potential 2012 presidential contender Sarah Palin has made a gaffe on a radio show by saying North Korea is a US ally.

Answering questions from host Glenn Beck she said, "Obviously, we've got to stand with our North Korean allies." Corrected by Mr Beck, she replied: "Yeah. And we're also bound by prudence to stand with our South Korean allies, yes." Ms Palin says she is deciding whether to run for president in 2012.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-11840828">http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-11840828</a><!-- m -->

Ist ja aber auch schwer mit dem Süden und dem Norden... :lol:

Schneemann.


- tienfung - 26.11.2010

Also das mit Palin war gestern das beste Big Grin Big Grin

Nach der langen Zeit sollte man sowas auch ohne vorgeschriebene Rede wissen sollen^^


- Shahab3 - 27.11.2010

Zitat:Nach der langen Zeit sollte man sowas auch ohne vorgeschriebene Rede wissen sollen^^

Als authentische Amerikanerin verkauft sich Palin ausgesprochen gut. Ich glaube nicht, dass der Fehler vielen US Bürgern aufgefallen ist.


- Schneemann - 27.11.2010

Noch weiteres zum "Krieg der Worte"...
Zitat:Nordkorea warnt mit martialischen Tönen vor Krieg

Seoul (Reuters) - Mit martialischen Tönen hat Nordkorea vor einer Eskalation der Gewalt auf der koreanischen Halbinsel gewarnt.

Wegen der anstehenden gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas gerate die ganze Region an den Rand des Krieges, hieß es am Freitag in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Nordkoreas engster Verbündeter China warnte im Vorfeld der Manöver vor jeglichen militärischen Aktivitäten entlang seiner Küste. Südkorea ernannte einen neuen Verteidigungsminister. Der bisherige Amtsinhaber war nach massiver Kritik an der Reaktion der Streitkräfte auf einen nordkoreanischen Angriff vom Dienstag zurückgetreten.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE6AP09U20101126">http://de.reuters.com/article/topNews/i ... 9U20101126</a><!-- m -->

...aber auch der Süden greift zu drastischer Wortwahl...
Zitat:Eskalation in Asien

Südkoreas Militär droht Norden mit tausendfacher Vergeltung

Der Konflikt zwischen Seoul und Pjöngjang verschärft sich. Der neue südkoreanische Verteidigungsminister hat scharfe Reaktionen auf Provokationen des Nordens angekündigt. Das geplante Manöver der südkoreanischen Marine mit US-Truppen sorgt zusätzlich für Zündstoff.

Seoul/Seongnam - Die Sorge um einen neuen Korea-Krieg wächst: Der neue südkoreanische Verteidigungsminister hat sich für ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea ausgesprochen. "Wir müssen auf Provokationen Nordkoreas scharf reagieren", sagte Kim Kwan Jin zu Mitarbeitern des koreanischen Präsidenten. Das berichtet die Zeitung "Chosun Ilbo". Der bisherige Verteidigungsminister war wegen des Beschusses der Insel Yeonpyong durch Nordkorea zurückgetreten.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731479,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 79,00.html</a><!-- m -->

Schneemann.


- Foxhound31BM - 27.11.2010

Projekt21956 schrieb:Es ist ein weitverbreiteter Mythos,dass Nordkoreas Artillerie bis nach Seoul reicht,nur die 170mm "Koksan" könnten soweit schiessen
und von denen sind nicht soo viele da,die wahre gehahr bilden
Da bist aber 20 Jahre zu spät dran mit der Vermutung. Nordkorea hat inzwischen Raketenwerfer mit 60 km Reichweite entwickelt.

tienfung schrieb:Also das mit Palin war gestern das beste Big Grin Big Grin

Nach der langen Zeit sollte man sowas auch ohne vorgeschriebene Rede wissen sollen^^
Ja, die gute Sarah, immer wieder für einen Peinlichkeit gut. Der beste Beweis, das man ohne Allgemeinwissen weit kommen kann. Nur leider ist die Blödheit dieser Frau in Kombination mit ihren politischen Ansichten und noch dazu anwachsender Beliebtheit gefährlich. Falls die wirklich mal an politischem Einfluss gewinnt, finden wir uns im Amerika der Fünfziger wieder. Ich sag nur McCarthy-Ära.

Bleibt zu hoffen, das man dann auch wieder einen Cadillac mit Heckflossen rausbringt.