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Szenario Nordkorea vs. Südkorea - Druckversion

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- revan - 30.05.2010

Foxhound31BM schrieb:Hm, das wird nicht so einfach sein. Die Deapodong hat man bisher nicht wirklich zum fliegen gebracht, alle Starts fiehlen im wahrsten Sinne des Wortes wieder ins Wasser.

Mag sein aber der Wille ist da, die Zeit wird auch da sein und daher wird es irgendwann auch gelingen. Alles ein e Frage der Erfahrung, sobald die Nord Koreaner wissen wie es geht und die Schlüssel Probleme beseitigt haben werden sie ihren Ziel sehr schnell nahe kommen. Ob es nun 2015 oder 2020 sein wird ist an sich ziemlich egal, keiner wird Nord Korea daran hindern und das Regime wird nicht zusammenbrechen.

Foxhound31BM schrieb:Der eigentlich Witz ist, das es kein Kommunismus ist, sondern schlicht und einfach eine Militärdiktatur. Als Kommunismus wird's nur bezeichnet, obwohl's mit den eigentlichen Lehren nüscht mehr zu tun hat. Es würde mich nicht wundern, wenn Karl Marx aus dem Grab gekrochen käme und Kim mit seinen Memoiren erschlagen würde.

Der eigentliche Kommunismus wäre eine feine Sache gewesen, man hätte es aber nie umsetzen können. Das ist der gleiche Grund, weshalb auch Demokratie nicht funktioniert wie sie funktionieren sollte: Jeder will das gleiche aber eigentlich was ganz anderes.


In Prinzip gab es den Kommunismus nie nach der Definition des Kommunismus aber es gab den real Existierenden Kommunismus. Unter diesen Bluttriefenden Begriff kann man jede Verbrecherische Diktatur die sich in irgendeiner Form auf den linken Spektrum stützte einordnen. Kommunismus in der real existierenden Form hat typische Merkmahle wie etwa den Personenkult, die massive Repression, das leugnen und massive verdrehen der Realität generell etwas typisch Linkes und der fast obligatorisch dazu gehörenden Massenmord. Kims Diktatur ist da nur ein weiteres Kapital in einer langem riehen von Kommunistischen Diktaturen die auch Hitlers Verbrechen Numerisch also Quantitativ mühelos erblassen lassen.


Eine Klassische Militärdiktatur ist Nord Korea nicht es ist eine Kommunistische Diktatur wie aus den Bilderbuch man nennt diese Regime ja auch Stalinistisch obgleich man sie auch Leninistisch nennen könnte da, da auch kein Unterscheid mehr besteht. Den Kommunistischen Staat hat es nie gegebene dafür aber X Mörderische Diktaturen in Nahmen des Kommunismus, wer das Schwarzbuch der Kommunismus 1 und 2 gelesen hat kommt zwangsläufig zu diesen Fazit. Daher ist Nord Korea eben eine Kommunistische Diktatur und das sich Marx in Grabe umdrehen würde dessen bin ich mir sicher aber das würde er über jeden einzelnen Kommunistischen Regime das die Welt gesehen hat tuchen.

Foxhound31BM schrieb:Es wäre den meisten Ländern besser gedient, wenn man eine Mischung aus Demokratie UND Diktatur hätte. Soll heißen eine Partei die mit starker Hand regieren würde, dafür aber ihr Oberhaupt vom Volke wählen ließe und Presse- wie Meinungsfreiheit nicht einschränken würde.

Das geht aber schon deswegen nicht, weil die meisten Politiker Angst davor haben, auf gewisse Privilegien zu verzichten. Was so ein Mehrparteien-System am Ende zusammen bringt, sehen wir ja in Deutschland: Wenn man das Gewicht politischer Entscheidungen in Scheiße aufwiegen könnte, wäre es möglich Afrika zeitlebens mit Dünger zu versorgen.


Denn kann ich in Prinzip zustimmen, mir würde aber eher ein System vorschweben in dem man der Politischen Klasse die Rechte beschneidet. Sprich der Politik die Spielräume einengt, z.b würde ich Militär und Außenpolitik möglichst stark von der Politik entkoppeln und von der Politischen Kontrolle schützen auch würde ich Linke wie Rechtsradikale Parteien per Gesetz echten wobei Pressefreiheit und Demonstrationsrecht erhalten bliebe. Meiner Meinung nach sind Kritische Berieche etwas für Experten des jeweiligen Faches und nicht für kleinkarierte Politiker und viel schlimmer für Ideologen gerade für der Realität entrückte Ideologen wie etwa Obama.


- Erich - 30.05.2010

Auch wenn Revan meint, die Militärs müssten von der Politik unabhängig sein (und damit die nächste Militärdiktatur wie in Südamerika oder türkische Verhältnisse bevorzugt); ich halte davon nichts.
Die Militärs haben z.B. nicht zum ersten mal Zwischenfälle produziert, um Politik zu machen (was ich als überzeugte Demokrat lieber den gewählten Politikern überlassen mächte).
Deshalb gilt: die Politik regiert die Gewehre - ein militärischer Einsatz muss politisch verantwortet und von der Bevölkerung mit getragen werden.
Das gilt in Friedenszeiten genauso und gerade in Konfliktregionen wie momentan in Korea.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/koreakonflikt102.html">http://www.tagesschau.de/ausland/koreakonflikt102.html</a><!-- m -->
Zitat:Korea-Konflikt um gesunkenes Kriegsschiff
China bemüht sich um Entspannung

Im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea um den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen.
...

Stand: 30.05.2010 17:26 Uhr
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/world/20100530/126501454.html">http://de.rian.ru/world/20100530/126501454.html</a><!-- m -->
Zitat:China ruft im Korea-Konflikt zu Zurückhaltung auf
12:48 | 30/ 05/ 2010

PEKING, 30. Mai (RIA Novosti). China will mit allen interessierten Seiten kooperieren, um den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea wegen des Untergangs des südkoreanischen Kriegsschiffes „Cheonan“ beizulegen.

„China wird aktive Konsultationen mit allen Seiten fortsetzen, um die Stabilität in der Region zu erhalten. Das entspricht unseren gemeinsamen langfristigen Interessen“ ...
zurück zur Schuldfrage:
Shahab3 schrieb:Ich will nichts per se ausschließen, trotzdem würde ich bei der Suche nach Schuldigen zu großer Vorsicht raten.

Die genannten Länder aus denen die vermeintlichen Experten stammen. sind weder als neutral noch ansatzweise als vertrauenserweckend zu bezeichnen.

....
dazu passt auch <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.onlinejournal.com/artman/publish/article_5930.shtml">http://www.onlinejournal.com/artman/pub ... 5930.shtml</a><!-- m -->
Zitat:Beijing suspects false flag attack on South Korean corvette
By Wayne Madsen
Online Journal Contributing Writer


May 28, 2010, 00:18

(WMR) -- WMR's intelligence sources in Asia suspect that the March attack on the South Korean Navy anti-submarine warfare (ASW) corvette, the Cheonan, was a false flag attack designed to appear as coming from North Korea.
...



- Schneemann - 31.05.2010

Ich hatte Revan eher so verstanden, dass er Entscheidungen hinsichtlich prekär wichtiger Punkte beim Militär wissen will, nicht dass er dem Militär erlauben will, sein Eigenleben führen zu können. Und genau genommen ist das nicht falsch. Vielfach, auch in den USA und sogar bei uns, entscheiden Politiker, die sich wenig oder gar nicht auskennen, in militärische Fachbereiche hinein. Fällt man mit der Idee dann auf die Schnauze, war’s natürlich die Schuld des Militärs, weil der Politiker ja seine Karriere aus der Schusslinie bringen will. Die Leidtragenden, auch was z. B. die Bundeswehr in Afghanistan angeht, sind dann die Soldaten, die für uns und unsere Freiheit die Rübe hinhalten.

Abgesehen davon wurden viele „Vorfälle“ auch nicht vom Militär ausgebrütet, sondern nur von diesem ausgeführt, weil die Politik es angeordnet hat.

Schneemann.


- Quintus Fabius - 31.05.2010

Revan:

Zitat:Eine Klassische Militärdiktatur ist Nord Korea nicht es ist eine Kommunistische Diktatur wie aus den Bilderbuch man nennt diese Regime ja auch Stalinistisch

Die Nordkoreaner sind auch nach eigenem Verständnis keine Kommunisten. Der Marxismus-Leninismus wurde durch die Chuche Ideologie abgelöst und diese durch die Son Gun (Militär Zuerst) Politik.

Die größte Ähnlichkeit hat die Nordkoreanische Ideologie genau genommen mit extremen Formen des Faschismus. Das sie mal Linke Wurzeln hatte, heißt nicht, daß sie heute noch als Links einzustufen ist.

Man könnte sie genau genommen als Nationalbolschewistisch einstufen, um dadurch die merkwürdige Zwischenstellung der Nordkoreanischen Ideologie zwischen Stalinismus und Faschismus abzubilden.

Der extreme Führerkult ist in Nordkorea übrigens nur vorgeschoben, die tatsächliche Macht liegt eben nicht allein beim Führer sondern bei einigen wenigen Familien deren führende Mitglieder die jeweiligen Generäle und Oberbefehlshaber der Armeen sind.

Der Führer ist hier primär das Symbol das diese Familien benutzen um die Macht zu erhalten und zugleich ist er selbst ein mächtiger Akteur, aber nicht im Sinne einer totalen Herrschaft sondern in Wahrheit eher als ein Primus inter Pares.

Die wahre Ideologie ist in Nordkorea die Son Gun Politik, und die ist schlicht und einfach als eine extrem militaristische Form des Faschismus einzustufen.


- Tiger - 31.05.2010

@Quintus Fabius
Siehe dazu auch meinen jüngsten Beitrag hier:
<!-- l --><a class="postlink-local" href="http://forum-sicherheitspolitik.org/viewtopic.php?t=23&start=855">viewtopic.php?t=23&start=855</a><!-- l -->
Hierzu wäre imo die Frage interessant, inwieweit Nordkorea und sein Regime sich als faschistisch oder auch rassistisch einordnen würde.


- Erich - 31.05.2010

erst mal wollen sich jetzt die Russen vergewissern, was denn passiert ist:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/society/20100531/126505118.html">http://de.rian.ru/society/20100531/126505118.html</a><!-- m -->
Zitat:Russische Experten zur Untersuchung des Untergangs der „Cheonan“ in Seoul
09:39 | 31/ 05/ 2010

SEOUL, 31. Mai (RIA Novosti). Eine Gruppe von Fachkräften der russischen Kriegsmarine ist am Montag in Südkorea eingetroffen, um vor Ort detaillierten Einblick in die Ergebnisse der Ermittlung des Unterganges der südkoreanischen Korvette „Cheonan“ zu nehmen, berichtet ein RIA-Novosti-Korrespondent.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/society/20100531/126508478.html">http://de.rian.ru/society/20100531/126508478.html</a><!-- m -->
Zitat:Russische Experten wollen Wrack der südkoreanischen „Cheonan“ besichtigen
12:53 | 31/ 05/ 2010

SEOUL, 31. Mai (RIA Novosti). Eine Gruppe aus drei russischen Experten, die am Montag zur Einblicknahme in die Ergebnisse der Ermittlung zum Untergang der Korvette „Cheonan“ in Südkorea eingetroffen sind, wird in dieser Woche die Unglücksstelle nahe der Baengnyeong-Insel im Gelben Meer besuchen und das Wrack des Schiffes besichtigen.
...



- Quintus Fabius - 01.06.2010

Tiger:

Es ist ja wenig bekannt, daß der ursprüngliche Faschismus keinen Rassismus kannte.

Viele führende Faschisten in Italien waren anfangs beispielsweise Juden. Gerade die Juden in Italien waren oft extremste Nationalisten und schlossen sich deshalb von Beginn den Faschisten an.

Das Nordkorenische Regime ist meiner Ansicht nach also eindeutig faschistisch, aber das bedeutet eben nicht zugleich, daß es rassistisch wäre, obwohl die Nordkoreaner auch einen extremen koreanischen Patriotismus pflegen.

Es gibt übrigens sogar Experten die zur Erklärung der Verhältnisse in Nordkorea den Begriff Feudalismus verwenden....

Da hat man eine Religion mit einem entrückten Gott (Chuche und der Ewige Führer Kim Il Sung der laut Verfassung obwohl er Tot ist für immer der ewige Präsident und offizielles Staatsoberhaupt bleibt), genau wie man im Mittelalter das Christentum hatte. Dann einen Kaiser der zugleich ein mächtiger Feudalherr ist (der derzeitige lebende Führer) Und dann jeweils Feudalherren in Form der Generäle und ihrer Familienclans die das Land unter sich aufgeteilt haben und in einem komplizierten Geflecht aus Verwandschaften, Bündnissen und Bestechung dem Kaiser mehr oder weniger gehorchen.


- Schneemann - 04.06.2010

Aktuelles aus der Krisenregion...
Zitat:Koreanische Halbinsel

Nordkorea warnt vor Krieg mit dem Süden

Im Konflikt mit Südkorea besteht aus Sicht Nordkoreas unmittelbare Kriegsgefahr: Ein hochrangiger nordkoreanischer Diplomat warnte davor, weitere Sanktionen gegen die Diktatur durchzusetzen - die Söhne und Töchter des Landes stünden in Uniform bereit.

Genf - Ein Vertreter Nordkoreas hat auf einer Uno-Konferenz in Genf vor einem Krieg auf der koreanischen Halbinsel gewarnt. "Die gegenwärtige Lage auf der koreanischen Halbinsel ist so schwerwiegend, dass ein Krieg jederzeit ausbrechen könnte", sagte Ri Jang Gon, stellvertretender Botschafter des Landes bei den Vereinten Nationen, auf einer Uno-Abrüstungskonferenz.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,698663,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 63,00.html</a><!-- m -->

Schneemann.


- revan - 04.06.2010

Schneemann schrieb:Ich hatte Revan eher so verstanden, dass er Entscheidungen hinsichtlich prekär wichtiger Punkte beim Militär wissen will, nicht dass er dem Militär erlauben will, sein Eigenleben führen zu können. Und genau genommen ist das nicht falsch. Vielfach, auch in den USA und sogar bei uns, entscheiden Politiker, die sich wenig oder gar nicht auskennen, in militärische Fachbereiche hinein. Fällt man mit der Idee dann auf die Schnauze, war’s natürlich die Schuld des Militärs, weil der Politiker ja seine Karriere aus der Schusslinie bringen will. Die Leidtragenden, auch was z. B. die Bundeswehr in Afghanistan angeht, sind dann die Soldaten, die für uns und unsere Freiheit die Rübe hinhalten.

Abgesehen davon wurden viele „Vorfälle“ auch nicht vom Militär ausgebrütet, sondern nur von diesem ausgeführt, weil die Politik es angeordnet hat.

Schneemann.


Richtig so meinte ich das auch, für mich sind Politiker die sich an dem Wort Substrategische Atomwaffe die Zuge brächen (Westerwelle) nicht befähig Militärische Entscheidungen zu treffen. Genau so wenig ist für mich ein ehemaliger Sozialarbeiter und Anti Militär (Obama) nicht geeignet über das Schicksaal der Menschheit zu entschieden, ein Idiot wie Busch übrigens genau so wenig. Politiker sind keine Übermenschen sondern in viele fählen Abschau und daher sollte man gerade in Kritischen Bereichen Mechanismen einführen um ihre Macht dort zu beschränken, dass wollte ich sagen.


- Erich - 04.06.2010

zurück zu den Spekulationen um Korea
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/world/20100603/126569513.html">http://de.rian.ru/world/20100603/126569513.html</a><!-- m -->
Zitat:Nordkoreanischer Diplomat schließt Krieg auf Korea-Halbinsel nicht aus
20:40 | 03/ 06/ 2010

MOSKAU, 03. Juni (RIA Novosti). Der Streit um den Untergang der südkoreanischen Korvette kann laut dem stellvertretenden Botschafter Nordkoreas in Genf, Ri Jang Gon, jederzeit zu einem militärischen Konflikt hinauswachsen.
...



- Erich - 06.06.2010

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html">http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html</a><!-- m -->
Zitat:Nachdem eine Gruppe russischer Spezialisten die Ergebnisse der internationalen Untersuchungskommission und Beweise für eine nordkoreanische Verwicklung in die Versenkung der Fregatte CHEON AN begutachtet hat, scheint Südkorea zuversichtlich, eine Verurteilung des nördlichen Nachbarn durch den US Sicherheitsrat erreichen zu können. Am 4. Juni wurde das UN Gremium formell um Befassung mit dem Zwischenfall gebeten – ein Schritt, in dem Nordkorea übrigens eine weitere „nicht hinnehmbare“ Eskalation sieht.

Verwirrung gibt es um eine geplante bilaterale Übung der südkoreanischen Marine mit der US Navy. „Informierte Kreise“ der US Navy hatten zunächst angekündigt, eine solche Übung werde vom 8. bis 11. Juni vor der südkoreanischen Westküste im Gelben Meer stattfinden. Geplant seien U-Jagdübungen, Schießabschnitte und elektronische Kampfführung in einem „kriegsähnlichen Szenario“. Die US Navy werde dazu den in Japan stationierten Flugzeugträger GEORGE WASHINGTON (führt seit dem 18. Mai im Westpazifik „Carrier Qualification“ Ausbildung durch) sowie einen FK-Kreuzer und ein nukleargetriebenes U-Boot verlegen. Südkorea werde sich mit u.a. einem Zerstörer des Typs KDX-II, einem U-Boot und Fliegerkräften beteiligen. Am 2. Juni liefen der US Kreuzer SHILOH und der Zerstörer LASSEN aus Yokosuka (Japan) aus, wobei allerdings noch unklar ist, ob die beiden Schiffe Kurs auf die südkoreanischen Küstengewässer genommen haben. Die SHILOH gehört übrigens zu den speziell für die Raketenabwehr ausgerüsteten Schiffen der US Navy.

Am 3. Juni dementierte ein Pentagon-Sprecher die geplante Teilnahme der GEORGE WASHINGTON. Wörtlich:“ “No carriers are going anywhere near there anytime soon." Einen Tag später wurde dann erklärt, die Übung sei auf einen Zeitraum “nach Mitte Juni” verschoben worden. Die US Navy solle mehr Zeit bekommen, sich vorzubereiten. Zugleich wurde in Erklärungen angedeutet, dass dieser Übung noch weitere folgen könnten.

Es fällt auf, dass die Verschiebung der Übung sowie das Dementi der Entsendung eines Flugzeugträgers kurz vor dem offiziellen Antrag Südkoreas an den UN Sicherheitsrat erfolgten. Man darf wohl vermuten, dass die USA mit Blick auf die Befassung des UN Sicherheitsrates militärische Aktionen vorerst zurück stellen wollen. Vorrangiges Ziel scheint erst einmal, Zurückhaltung zu signalisieren, um so für eine UN Resolution die Vetomächte Russland und China mit „an Bord“ zu bekommen.
ganzer Text, da Marineforum und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und im Heft (print)


- Erich - 07.06.2010

<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/world/20100607/126597961.html">http://de.rian.ru/world/20100607/126597961.html</a><!-- m -->
Zitat:Cheonan-Untergang: Russische Experten beenden Informationsbesuch in Seoul
11:07 | 07/ 06/ 2010

SEOUL, 07. Juni (RIA Novosti). Eine Gruppe von russischen Marineexperten hat ihre Informationsreise nach Seoul beendet, bei der sie sich über die Ergebnisse der Ermittlungen zu den Umständen des Untergangs der südkoreanischen Korvette Cheonan im März im Gelben Meer hat unterrichten lassen.
...

Wie die südkoreanischen Militärs mitteilten, haben die russischen Experten vorerst keine eigene Erklärung zum Vorfall abgegeben.
...
(was immer das auch bedeuten mag)


- Erich - 08.06.2010

NK isoliert sich kräftig selbst:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/world/asia_pacific/10263325.stm">http://news.bbc.co.uk/2/hi/world/asia_p ... 263325.stm</a><!-- m -->
Zitat:North Korean border guard 'shoots three Chinese dead'

China says a North Korean border guard shot and killed three people near the countries' border last week.

A fourth person was reportedly injured in the incident near the north-eastern border town of Dandong.

China has made a formal complaint to North Korea, a spokesman for the Chinese foreign ministry said.
....
während die Beziehungen zwischen China und SK immer enger werden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://eng.chinamil.com.cn/news-channels/pla-daily-commentary/2010-05/31/content_4228415.htm">http://eng.chinamil.com.cn/news-channel ... 228415.htm</a><!-- m -->
Zitat:Free trade zone for China, S.Korea, Japan to produce hefty benefits, thorough exploration needed

(Source: Xinhua) 2010-05-31

  BEIJING, May 31 (Xinhua) -- While regional integration is breaking down the walls dividing adjacent countries, free trade is thickening the web of their economic interdependence between them with potential benefits.
...



- Erich - 13.06.2010

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html">http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html</a><!-- m -->
Zitat:(Fortschreibung)

Nordkorea weist nach wie vor jede Schuld für die Versenkung der südkoreanischen Fregatte CHEON AN mit lauter Entrüstung weit von sich. Es handele sich ohne jeden Zweifel um ein von den USA ausgehecktes „Lügenmärchen“. Anstatt über eine Verurteilung Nordkoreas zu beraten, solle sich der UN Sicherheitsrat dafür einsetzen, dass Südkorea endlich die Entsendung einer eigenen, nordkoreanischen Untersuchungskommission zur Untersuchung der angeblichen Beweise „auf wissenschaftlicher und objektiver Basis“ erlaube.

Nach Begutachtung dieser Beweise ist die russische Expertengruppe am 7. Juni nach Moskau zurück gekehrt. Zunächst hieß es, man werde die Ergebnisse „in zwei bis drei Tagen“ dem Verteidigungsministerium vorlegen. Nur einen Tag später meldeten dann aber bereits russische Medien, dass die Beweise für eine „Verurteilung“ Nordkoreas nicht ausreichten. Schnell trat daraufhin der russische Verteidigungsminister Serdjukow vor die Presse. Alle diesbezüglichen Spekulationen seien verfrüht. Die Gruppe habe Material aus Südkorea mitgebracht, das jetzt erst einmal genauer untersucht werden müsse. Das werde etwa einen Monat dauern.

Nachdem China bereits deutliche Vorbehalte gegen eine Verurteilung Nordkoreas durch den UN Sicherheitsrat angemeldet hat, dürfte die von Südkorea geforderte Befassung des UN Gremiums mit dem CHEON AN Zwischenfall erst einmal im Sande verlaufen. Südkorea signalisierte auch bereits, dass man nicht auf neuen Sanktionen bestehe; eine bloße Maßregelung („Censure“) sei ausreichend. Inzwischen will Seoul sich angeblich sogar mit einer bloßen „Entschuldigung“ Nordkoreas zufrieden geben. Letzteres wird von Beobachtern als erster Schritt zu einer weitgehend stillschweigenden Beendigung der Affäre („Exit Game“) bewertet.

Offensichtlich frustriert über die fehlende (internationale) Bereitschaft zur Verurteilung Nordkoreas, beginnt nun die südkoreanische Regierung im Lande nach „Schuldigen“ zu suchen. Medien berichten vor unmittelbar bevorstehenden personellen Konsequenzen für die militärische Führungsspitze. 25 Offiziere (darunter 13 Generale/Admirale) könnten Disziplinarverfahren erwarten. Die Versenkung der CHEON AN habe gravierende Defizite bei der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte offenbart, und bei der späteren Darstellung der Ereignisse seien Fakten bewusst „verdreht“ worden. Die Führung der 2. Flotte, zu der die Fregatte gehörte, habe die Information der Streitkräfteführung und der politischen Leitung über die Versenkung des Schiffes bewusst verzögert. Im Übrigen müsse die Marine erklären, warum die CHEON AN überhaupt in einem Gebiet operierte, in dem sie einem Torpedoangriff zum Opfer fallen konnte.
(ganze Meldung, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp und im Heft)


- Erich - 15.06.2010

<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/world/20100615/126713326.html">http://de.rian.ru/world/20100615/126713326.html</a><!-- m -->
Zitat:Cheonan-Streit: Nordkorea droht Waffengewalt an (Zusammenfassung)
22:02 | 15/ 06/ 2010

New York, 15. Juni (RIA Novosti). Im Streit um den Untergang der südkoreanischen Korvette „Cheonan“ hat Nordkorea mit Waffengewalt gedroht, sollte der Weltsicherheitsrat -Sicherheitsrat Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich machen.
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