Forum-Sicherheitspolitik
(Asien) PLAN - Die Chinesische Marine - Druckversion

+- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org)
+-- Forum: Blickpunkt Welt (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=90)
+--- Forum: Streitkräfte und Organisationen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=94)
+--- Thema: (Asien) PLAN - Die Chinesische Marine (/showthread.php?tid=24)



RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 06.01.2026

China ist definitiv dabei, möglichst schnell eine starke Trägerflotte aus dem Boden zu stampfen. Das zeigt die Einrichtung von Simulatoren für das Starttraining von Katapulten aus, die an der PLAN-Marine-Universität eingesetzt werden, und deren Entwicklung sicher nicht für einige wenige Schiffe nötig geworden wäre:
[Bild: https://i.imgur.com/xl3xP4j.png]
[Bild: https://i.imgur.com/tlcMjDc.png]
[Bild: https://i.imgur.com/uYsGGya.png]
[Bild: https://i.imgur.com/42m3cPg.png]


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Turin - 12.01.2026

Zitat:Ich bin mir da nicht so sicher. Derzeit wird in Wuhan an dem Testgebäude erst die nächste Generation - noch ein Träger mit Schornstein, also (zumindest gemischtem) konventionellen Antrieb, aber mit deutlicher Vergrößerung des Rumpfes - untersucht. Erfahrungsgemäß dauert es dann noch einige Jahre, bis diese neue Variante dann auch gebaut wird und dann auch in den Dienst geht.
Was vorher gebaut werden kann ist allenfalls eine leicht modifizierte Variante (003 A) von Shandong oder Fujian.

Und von einem Neubau (019 - Variane 003 A?) in Jiangnan hört und sieht man nichts. Allenfalls das Bauvorhaben im Trockendock von Dalian (020 - Variante 004?) könnte ein Träger werden. Aber auch das ist noch nicht absolut sicher.
Denn das Schiff erhält wohl zwei Reaktoren (deshalb Type 004), und wäre damit (deutlich) weiter als das vorbereitende Testmodell in Wuhan. Und es macht m.E. nach auch gar keinen Sinn, erst ein Schiff zu bauen und dann in einem Testmodell zu schauen, was man optimieren müsste. ...

Was wir in Wuhan sehen, ist unklar. Der Fakt, dass die Insel nach hinten versetzt wurde, aber auch einen Schornstein enthaelt, und dass die Struktur um das Flugdeck modifiziert wurde, deutet m.E. darauf hin, dass wir hier zwei Traeger in einem sehen, ie Type 003A und parallel Type 004. Ein Traeger mit Insel achtern und Schornstein ist vom Entwurf her extrem problematisch, da man die Antriebswellen ja irgendwie mit den Motoren verbinden muss. Vollelektrischer Antrieb mag das erleichtern, aber darauf gibt es bei Fujian (anders als bei Sichuan) mWn keine Anzeichen.

Was wir im Dock in Dalian sehen, bleibt weiterhin spekulativ, aber angesichts der Groesse und Konfiguration handelt es sich inzwischen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen nuklearen Traeger, und nicht etwa einen nuklearen Eisbrecher oder aehnliches.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 12.01.2026

(12.01.2026, 06:49)Turin schrieb: ...
Ein Traeger mit Insel achtern und Schornstein ist vom Entwurf her extrem problematisch, da man die Antriebswellen ja irgendwie mit den Motoren verbinden muss. Vollelektrischer Antrieb mag das erleichtern, aber darauf gibt es bei Fujian (anders als bei Sichuan) mWn keine Anzeichen.
...
das Mockup in Wuhan wirkt hinter der Insel "abgeschnitten". Allerdings ist das wohl der Tatsache geschuldet, dass hier immer noch die Schiffslänge von Liaoning / Shandong / Fujian zugrunde liegt, und lediglich der Rumpf verbreitert wurde.
Die einschlägigen Modellfotos zeigen dagegen, dass 019 / 020 hinter der Insel noch etliches an Rumpflänge haben.

Was die These "Eisbrecher" betrifft - in Dalian zeigt sich immer mehr ein schlanker Rumpf für ein schnelles Schiff, insofern muss ich meine Theorie wohl tatsächlich in die Schublade stecken.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 10.02.2026

(27.12.2025, 17:29)voyageur schrieb: Laut Pentagon strebt China an, bis 2035 neun Flugzeugträger zu erwerben
OPEX360 (franzöisch)
von Laurent Lagneau · 27. Dezember 2025
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploads/fujian-20251107.jpg]... .
Flugzeugträger sind sichtbar - und daher primär im Focus der Beobachter. Meiner Ansicht nach wesentlich gefährlicher ist die "unsichtbare Waffe", mit der etwa eine Blockade von feindlichen Inseln erfolgen kann.
Zitat:China betreibt rund 61 U-Boote, eine Mischung aus Atom- und Diesel-Elektro-U-Booten. Die Flotte wächst rasant und spiegelt Pekings Ziel wider, die Seewege zu sichern und seinen Einfluss in Asien und darüber hinaus zu stärken.
Zu den modernen chinesischen U-Booten gehören Varianten mit ballistischen Raketen und moderne Angriffsboote, die zu Langstreckenangriffen und Tarnoperationen fähig sind. Ihre wachsende Zahl und Technologie signalisieren Chinas Ambitionen, regionale Rivalen herauszufordern und seine maritime Reichweite zu vergrößern.
Quelle


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Nightwatch - 10.02.2026

Zitat: Die Flotte wächst rasant
Streitbare Aussage.

Die modernisieren momentan vielleicht rasant, wachsen tun sie höchstens sehr moderat. Das Rückgrat ihrer Unterseebootflotte bilden ein paar Dutzend SSKs, primär Kilos und ihre eigenen Typ 39 in diversen Varianten und Subklassen. Die älteren Type 035A/B Mings sollten mittlerweile der Reserve zugeführt worden sein.
Es ist zu vermuten, dass die älteren konventionellen Typ 039 Songs mittel- bis längerfristig durch neuere Typ 039C oder Typ 41 ersetzt werden und nicht signifikant länger als 20 bis 25 Jahre im aktiven Dienst stehen werden.
Das bedeutet, dass das jetzige Bautempo gerade mal ausreichend sein wird, die Zahl der aktiven SSKs bei um die 50 zu halten. Freilich werden das dann sehr moderne und leistungsfähige Boote sein.

Hinsichtlich der SSNs ist auch kein Baumboom zu verzeichnen. Aktuell hat man drei Typ 091, zwei Typ 093, vier Typ 093A und baut vier Typ 094B. Die Typ 091 sollten mittelfristig gestrichen werden, das jüngste Boot wurde 1990 eingeführt. Wenn sie dann im jetzigen Tempo Typ 94 Varianten weiterbauen haben sie perspektivisch in zehn Jahren keine 20 Einheiten. Natürlich könnten sie die Geschwindigkeit radikal steigern, aber das ist bislang noch nicht geschehen.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Turin - 13.02.2026

(10.02.2026, 15:17)Nightwatch schrieb: Hinsichtlich der SSNs ist auch kein Baumboom zu verzeichnen. Aktuell hat man drei Typ 091, zwei Typ 093, vier Typ 093A und baut vier Typ 094B. Die Typ 091 sollten mittelfristig gestrichen werden, das jüngste Boot wurde 1990 eingeführt. Wenn sie dann im jetzigen Tempo Typ 94 Varianten weiterbauen haben sie perspektivisch in zehn Jahren keine 20 Einheiten. Natürlich könnten sie die Geschwindigkeit radikal steigern, aber das ist bislang noch nicht geschehen.

Diese Zahlen sind nicht richtig.

Die Typ 091 sind alle ausser Dienst, zumindest zwei dienen als MTS, effektiv Ausbildungsplattform, permanent am Kai.

China hat sechs Typ 093/A und sechs Typ 094/A in Dienst, schon seit Jahren. Die letzten Boote sind um 2018 zugelaufen.

Seit 2022 wurden schaetzungsweise sieben bis acht Typ 093B gebaut. Genaues weiss man nicht, aber mindestens drei Boote sind inzwischen in Dienst. Vor einigen Tagen hat Bohai das erste Typ 095 SSN zu Wasser gelassen.

Das Bautempo bei nuklearen Einheiten hat massiv zugenommen, derzeit baut China etwa zwei Boote pro Jahr und die Flotte an SSN hat sich entsprechend verdoppelt.

Bei konventionellen Einheiten scheint man den Bau zu bremsen, was durch die Investition in nukleare Einheiten erklaerbar ist.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Nightwatch - 13.02.2026

Zitat:Diese Zahlen sind nicht richtig.
Ja, vor allem hätte es Typ 093B anstatt Typ 094B heißen sollen und Typ 095 statt 94.
Typ 094 sind SSBN und nicht SSN. SSBN habe ich hier nicht betrachtet, weil es schließlich sehr separate, strategische Waffenplattformen sind.

Insofern wollte ich zum Ausdruck bringen:
(Typ 091 3)
Typ 093 2
Typ 093A 4
Typ 093B 4 (im Bau)
Typ 095 Zukunft

Ob die Typ 91 jetzt Ausbildungsplattformen sind oder nicht sei dahingestellt, in einer Krise wären sie wahrscheinlich sehr schnell einsetzbar. Wie viele Typ 093B gebaut wurden/werden ist nicht ganz klar. Gesichert sind nach Satellitenbildern 4 Einheiten, vllt mögen es ein paar mehr gewesen sein. In etwa zwei Boote pro Jahr ist das optimistische Szenario.
Ob schon 093B in Dienst gestellt wurden weiß ich nicht. Nur weil eine Einheit irgendwo rumfährt heißt das nicht, dass sie im aktiven Dienst steht und auch nur nahe am IOC im westlichen Sinne ist.

Insofern, wenn wir die Typ 091 streichen haben sie gesichert 6 SSN. So oder so werden es in spätestens zwei drei Jahren werden die Typ 093B in Dienst stehen und man bei 10 bis 14 SSN stehen.

Was dann kommt wird man sehen müssen. Es ist sicherlich möglich, dass sie sofort zwei Baulose mit je 8 Type 95 auflegen. Genauso ist es denkbar, dass sie erst mal nur 4 bauen oder das gesichtete Ding ein Versuchsboot bleibt. Wir wissen es schlicht nicht.
Aber ich halte es für einen Fehler, einfach die theoretische Produktionskapazität in Bohai ausgehend anzunehmen, dass die Chinesen am Maximum produzieren und dieses Tempo dann über mehrere Baulose und und unterschiedliche Typen beibehalten.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 15.02.2026

(13.02.2026, 07:55)Nightwatch schrieb: Ja, vor allem hätte es Typ 093B anstatt Typ 094B heißen sollen und Typ 095 statt 94.
Typ 094 sind SSBN und nicht SSN. SSBN habe ich hier nicht betrachtet, weil es schließlich sehr separate, strategische Waffenplattformen sind.

Insofern wollte ich zum Ausdruck bringen:
(Typ 091 3)
Typ 093 2
Typ 093A 4
Typ 093B 4 (im Bau)
Typ 095 Zukunft
...
Ihr beschränkt Euch auf die nuklear betriebenen SSNs, die konventionellen U-Boote der Chinesen habt ihr nicht berücksichtigt.
Das sind sowohl Eigenbauten wie auch Exporte (Golf-Klasse als Test-U-Boot, Song-, Ming-, Quing-, Yuan-, und Kilo-Klasse als Stichworte.
Wie viele von den alten Booten noch genutzt werden können steht dahin. Bekannt ist, dass die PLAN ihre Schiffe wesentlich besser pflegt als die Russen - und die Schiffe daher deutlich länger genutzt werden können. Das letzte Foto eines aktiven Ming-Bootes ist nur knapp zwei Jahre alt
[Bild: https://www.china-defense.com/smf/index.php?action=dlattach;attach=185398;image] für diesen Typ dominieren zuletzt aber Museums- und Abbruchbilder.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 17.02.2026

(10.02.2026, 15:17)Nightwatch schrieb: Streitbare Aussage.

Die modernisieren momentan vielleicht rasant, wachsen tun sie höchstens sehr moderat. ...

Hinsichtlich der SSNs ist auch kein Baumboom zu verzeichnen. Aktuell hat man drei Typ 091, zwei Typ 093, vier Typ 093A und baut vier Typ 094B. Die Typ 091 sollten mittelfristig gestrichen werden, das jüngste Boot wurde 1990 eingeführt. Wenn sie dann im jetzigen Tempo Typ 94 Varianten weiterbauen haben sie perspektivisch in zehn Jahren keine 20 Einheiten. Natürlich könnten sie die Geschwindigkeit radikal steigern, aber das ist bislang noch nicht geschehen.
inzwischen berichtet auch der FOCUS:
Zitat:Produktion beschleunigt
China holt bei Atom-U-Booten rasant auf – USA sind langsamer


Dienstag, 17.02.2026, 10:14

China baut schneller Atom-U-Boote als die USA. Das könnte die militärische Überlegenheit der Vereinigten Staaten auf See gefährden.
China hat in den letzten Jahren die Produktion von Atom-U-Booten massiv beschleunigt. Zwischen 2021 und 2025 wurden laut „CNN“ zehn U-Boote fertiggestellt, während die USA nur sieben schafften. Auch beim Gewicht liegt China vorne: Die chinesischen Boote kommen auf 79.000 Tonnen, die amerikanischen auf 55.500 Tonnen. Diese Entwicklung könnte die bisherige Dominanz der USA auf See ins Wanken bringen.

Werft-Ausbau in Huludao
Um die Produktion zu steigern, hat China die Werft in Huludao stark erweitert. Dort entstehen neue Typ-094-U-Boote, die mit nuklearen Raketen ausgestattet sind. Diese Boote sind Teil von Chinas wachsender nuklearer Triade, zu der auch landgestützte Raketen und Bomber gehören. Laut „National Interest“ sollen bald noch leistungsfähigere Typ-096-Boote folgen, die bis Ende der 2020er oder Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden könnten.
...



RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Nightwatch - 17.02.2026

(15.02.2026, 11:36)Kongo Erich schrieb: Ihr beschränkt Euch auf die nuklear betriebenen SSNs, die konventionellen U-Boote der Chinesen habt ihr nicht berücksichtigt.
Habe ich doch weiter oben. Die Kernaussage ist, dass die Bautätigkeit ausreicht um die SSks bei um die 50 Einheiten zu halten. Da ist kein *rasantes* Wachstum feststellbar.

(17.02.2026, 13:24)Kongo Erich schrieb: inzwischen berichtet auch der FOCUS:
Es sit grober Unfug SSBNs und SSNs in einen Topf zu werfen und dann auch noch mit Verdrängungen zu argumentieren.
Typ für Typ sind die chinesischen Einheiten tatsächlich deutlich kleiner.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 17.02.2026

Boomer (SSBN, Typ 09III/09IV (093/094) ) und die normalen SSNs (09V/09VI (095/096) ) werden in der gleichen Werft simultan gebaut.
[Bild: https://www.sinodefenceforum.com/attachments/huludao-map-260212-jpg.169603/]
Da kann man nie vorhersehen, welcher Typ als nächstes aus der Bauhalle kommt.

Aber der Ausstoß dieser Werft ist tatsächlich deutlich angewachsen. Das letzte - im Februar ausgeschwommene - Boot könnte einer neuen Klasse angehören
[Bild: https://www.china-defense.com/smf/index.php?action=dlattach;attach=218536;image]


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Nightwatch - 17.02.2026

Wir sehen doch immer wieder, dass die Chinesen Baulose am Stück durchjagen aber dann mitnichten mit maximaler Werftkapazität weiter produzieren. Welchen Typ sie als nächstes in welcher Größenordnung bauen ist daher purze Spekulation.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 19.02.2026

(10.02.2026, 15:17)Nightwatch schrieb: ...
Die modernisieren momentan vielleicht rasant, wachsen tun sie höchstens sehr moderat. Das Rückgrat ihrer Unterseebootflotte bilden ein paar Dutzend SSKs, primär Kilos und ihre eigenen Typ 39 in diversen Varianten und Subklassen. Die älteren Type 035A/B Mings sollten mittlerweile der Reserve zugeführt worden sein.
Es ist zu vermuten, dass die älteren konventionellen Typ 039 Songs mittel- bis längerfristig durch neuere Typ 039C oder Typ 41 ersetzt werden und nicht signifikant länger als 20 bis 25 Jahre im aktiven Dienst stehen werden.
Das bedeutet, dass das jetzige Bautempo gerade mal ausreichend sein wird, die Zahl der aktiven SSKs bei um die 50 zu halten. Freilich werden das dann sehr moderne und leistungsfähige Boote sein.
...
Weil wir gerade über die konventionellen U-Boote und die Verwendung der alten Kähne gesprochen haben - China hat einen Weg gefunden, die alten Boote mit neuen Waffensystemen weiter im Dienst zu halten:
Zitat:Als erstes Land der Welt
China setzt Hyperschallraketen auf altgediente Diesel-U-Boote

Der chinesische Hyperschallflugkörper YJ-19 ist für den Einsatz auf U-Booten des Typs 039B freigegeben worden. Das berichten mehrere chinesische Staatsmedien.
Bei den 039B handelt es sich um dieselelektrische U-Boote der Yuan-Klasse. ...
die seit knapp 30 Jahren im Einsatz ist.
Die YJ-19 ist eine Anti-Schiffs-Rakete, die dazu entwickelt wurde, selbst die leistungsfähigsten Verteidigungsanlagen an Bord von Kriegsschiffen zu überwinden. Damit kann also im Küstenvorfeld durch eigene U-Boote ein gegnerischer Flottenverband - etwa eine CBG oder ein Konvoi zu einer blockierten Insel - bekämpft werden.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Nightwatch - 20.02.2026

WENN die YJ-19 das ist als was sie dargestellt wird (Booster + Scramjet) erschließt sich mir der Einsatz auf SSKs nicht. Der Sinn einer derartigen Waffe ist es, ohne ballistischen Flug in möglichst kurzer Zeit enorme Distanzen zu überwinden. Hierzu könnte man das Ding auch auf einen LKW 50 oder 100km weit ins Inland stellen.
Bei einem Einsatz von SSKs aus zur (un)mittelbaren Küstenverteidigung müsste der Booster einen extrem gestreckten parabolischen Flug durchführen um überhaupt das Flight-Regime für einen Einsatz des Scramjets zu erreichen. Entsprechend leicht wäre der Booster abzufangen.


RE: PLAN - Die Chinesische Marine - Kongo Erich - 22.02.2026

Die Booster würden doch im eigenen Küstenvorfeld gestartet, wo sich die SSKs unter dem Schutz des eigenen Luftschirms befinden.
Damit ist - statt dem Start von LKWs aus dem Hinterland der Küste - die Bedrohung für feindliche Schiffe um einige hunderte Kilometer "nach vorne" verlegt.
Wenn man jetzt noch eine Flugkontrolle durch fliegende Relais-Stationen ermöglicht, dann können die hunderte von Kilometern vor der Küste "blind" gestartet und trotzdem zielsicher in einen gegnerischen Schiffsverband gelenkt werden.

Nimm das Beispiel Taiwan:
Unterstellt, dass im Falle einer Blockade ein Schiffsverband vom Pazifik her versucht, die Häfen an der Ostseite der Insel zu erreichen:
es macht dann schon einen Unterschied, ob solche Anti-Schiffs-Flugkörper vom chinesischen Festland aus gestartet werden und dann spätestens östlich der Insel an ihre Grenzen stoßen - oder ob eine oder mehrere SSK süd- bis nordöstlich der Insel auf der Lauer liegen und von dort aus einen Angriff starten.