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Israel - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Welt (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=90) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=96) +--- Thema: Israel (/showthread.php?tid=3983) Seiten:
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- Erich - 22.03.2010 Nightwatch schrieb:...Du hast die neuen israelischen Schulbücher schon auswendig gelernt. <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Palaestinenser-Vertreibung-soll-aus-Israels-Schulbuechern-weichen-id88555.html">http://www.derwesten.de/nachrichten/pol ... 88555.html</a><!-- m --> Zitat: Nahost : Palästinenser-Vertreibung soll aus Israels Schulbüchern weichen <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nai-israel.com/default.aspx?tabid=219&view=item&idx=1845">http://www.nai-israel.com/default.aspx? ... m&idx=1845</a><!-- m --> Zitat:Montag, 25. August 2008es gab auch nicht Völkermord an Armeniern in der Türkei :roll: - Nightwatch - 22.03.2010 Erich schrieb:Du hast die neuen israelischen Schulbücher schon auswendig gelernt.Es ist nicht Israel vorzuwerfen wenn die Palästinenser dem Kriegsgeschehen weichen um nach den siegreichen arabischen Armeen wieder zurückzukehren zu wollen. Erich schrieb:es gab auch nicht Völkermord an Armeniern in der Türkei :roll:Doch gab es. Genauso wie es Palästinensische Flüchltinge gibt. Aber weißt du was? Zwei verlorene Kriege und Sechs Jahrzehnte später sollte man mal die Realität anerkennen. Wo verdammt nochmal ist das Problem?? Wir haben uns auch mit dem Verlust der Ostgebiete abgefunden. - Schneemann - 22.03.2010 Nightwatch schrieb: Zitat:Jub, es ist eine Tragödie. Hauptsächlich weil die Arabischen Anrainer sich einen Scheißdreck um ihre Verwandten kümmern.Das könnte man noch ergänzen: In fast den meisten arabischen Anrainern, in welche Palästinenser hin geflohen sind, gab es mehr oder minder schwere Konflikte mit der jeweiligen Staatsmacht, egal ob diese von Palästinensergruppen bedroht wurde oder weil sie zum Staat im Staate werden wollten, egal ob im Libanon oder in Jordanien. Umgekehrt waren also auch die Palästinenser ihren "Hausherren" nicht gerade wohlgesinnt. Schneemann. - ThomasWach - 24.03.2010 Der Verlust der Ostgebiete ist aber nur sehr bedingt vergleichbar mit der komplizierten Lage im Nahen Osten und solch ein Vergleich würde neben der extrem abstrakten Gemeinsamkeit, dass es um Gebietesverluste geht, nur tendenziell wenig bis null Gemeinsamkeiten zu Tage fördern. Schließlich konnten die Deutschen sich gar in zwei deutschen Staaten eine neue Heimat etablieren, wohingegen die palästinensischen Flüchtlinge eben keine etablierte neue, eigene Heimat vorfunden und vorfinden. Der Verweis auf die arabischen Bruderstaaten ist zwar absolut gerechtfertigt in so einer Debatte, aber muss man sich dann fragen lassen, wie man diesen Einwurf werten will. Wären deutsche Vertriebene in Österreich, der Schweiz oder gar den Niederlanden oder Norwegen in großer Zahl willkommen gewesen nach dem Zweiten Weltkrieg, hätte man die "germanisch-arischen" Brüder denn auch freudig begrüßt? In großer Masse definitiv nicht. Man muss sich bewusst sein, dass überpauschales Reden von "den Arabern" schlicht an den Verhältnissen dieser Staaten vorbei geht, sowohl was Politik wie auch Gesellschaft angeht. Die Nabka der Palästinenser passierte zu einer Zeit, die durch eine starke Strahlkraft des arabischen Nationalismus gekennzeichnet war. Dieser ebbte aber in seiner panarabischen Konnotation mit dem schnellen Ende der Arabischen Republik Syrien-Ägypten Ende der 1950er Jahren auch wieder ab, der Nationalismus wurde exklusiver, bekam stärkere ausschließende Tendenzen in Syrien und Ägypten, aber auch Jordanien. Und so wurde auch Politik betrieben gegenüber den paläst. Flüchtlingsgruppen. Diese Länder haben natürlich daher an der gescheiterten Integration dieser Gruppen eine gehörige Portion Mitschuld, nichtsdestotrotz muss man Israels Politik der weiteren Landnahme im Westjordanland und lange auch in Gaza entsprechend als mindestens genauso kontraproduktiv ansehen, da hier die Existenz einer echten paläst. Heimstatt mithintertrieben wurde. Ansonsten würde ich mit Blick auf die derzeitige israelische Politik von einer subtilen, aber dennoch gezielten, in einer rechtlichen Grauzone vonstatten gehenden Verdrängungspolitik reden, insbesondere mit Blick auf Ostjerusalem, aber auch mit Bezug auf die "grenznahen Gebiete" in der Westbank mit entsprechenden Siedlungskomplexen. Hier wird versucht, so lange so viel sich zu nehmen, wie es geht und es international auch nicht übermäßig auffällt. Man säubert sozusagen mit Samthandschuhen und semilegalem Anstrich bestimmte, gewollte Gebiete. - Tiger - 25.03.2010 Bei jeder größeren Emigration - ganz gleich ob aus politischen oder aus wirtschaftlichen Gründen - werden die Neuankömmlinge zur Zielscheibe, schon weil Teile der alteingesessenen Bevölkerung in ihnen potentielle Rivalen um Ressourcen erblicken. Auch den Heimatvertriebenen und DDR-Flüchtlingen hat man häufig den Vorwurf gemacht das sie nicht geblieben wären. Später, wenn auch nicht mehr so laut und häufig, weil man wohlhabender geworden war störte man sich in der BRD an den türkischen bzw. in der DDR an den vietnamesischen Gastarbeitern... Heute macht man in Europa vielerorts viel Aufhebens wegen Emigranten aus islamischen Staaten, sieht bei jedem Minarett "Eurabia" ein Stückchen näher gerückt - doch dabei bleiben besagte Emigranten am Rande der Gesellschaft und dürfen froh sein geduldet zu werden und die Reste verwerten zu dürfen. Natürlich ist Fremdenfeindlichkeit auch im arabischen Raum bekannt, was sowohl Israelis bzw. Juden wie Palästinenser zu spüren bekommen. - Nightwatch - 25.03.2010 ThomasWach schrieb:Der Verlust der Ostgebiete ist aber nur sehr bedingt vergleichbar mit der komplizierten Lage im Nahen Osten und solch ein Vergleich würde neben der extrem abstrakten Gemeinsamkeit, dass es um Gebietesverluste geht, nur tendenziell wenig bis null Gemeinsamkeiten zu Tage fördern.Ähm, schlicht falsch? Das Mandat des Völkerbundes für Palästina, das nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches dem Vereinigten Königkreich 1920 übertragen wurde sah geographisch betrachtet so aus: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BritishMandatePalestine1920.jpg&filetimestamp=20060614142543">http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0614142543</a><!-- m --> und nicht so <!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:UN_Partition_Plan_Palestine.png">http://en.wikipedia.org/wiki/File:UN_Pa ... estine.png</a><!-- m --> Nach dem zweiten Weltkrieg wurden 1946 dann zunächst das Königreich Jordanien in die Unabhängigkeit entlassen. 1947 erfolgte dann die Teilung des verbliebenen Mandatsgebietes und 1948 die Staatsgründung und Unabhänigkeit Israels. Warum ist das relevant? Es ist relevant weil die Palästinenser schon längst einen eigenen Staat haben: Das Königreich Jordanien. Ethnisch betrachtet gibt es nämlich keinen Unterschied zwischen den Menschendie Westlich statt Östlich des Jordans leben. Schon garnicht wenn man sie mal dem Vergleich von Bayern und Ostpreusen gegenüberstellt. Das das den herrschenden Haschimiten nicht passt mag zutreffen aber das ändert daran auch nichts. Heute hat der Lauf der Zeit längst Fakten geschaffen oder sollte es zumindest längst getan haben. Eine recht große Mehrheit der Jordanischen Bevölkerung ist heutzutage ganz offiziell palästinensisch. Ein Großteil davon freilich als Flüchltinge weil die herrschenden Wüstenaraber die Macht natürlich nicht abgeben wollen. Als Folge davon kam es 1970 dann ja auch zum Bürgerkrieg den die Palästinenser und Arafat jedoch verloren, König Hussein konnte seine Macht behaupten. Aber nach allem was recht ist, faktisch haben die im Mandatsgebiet Palästina lebenden Menschen Nichtjüdischen Ursprungs schon längst einen Staat. Was natürlich keiner wahrhaben will und deshalb hat man diese Historische Tatsache schön unter den Tisch gekehrt. ThomasWach schrieb:Der Verweis auf die arabischen Bruderstaaten ist zwar absolut gerechtfertigt in so einer Debatte, aber muss man sich dann fragen lassen, wie man diesen Einwurf werten will. Wären deutsche Vertriebene in Österreich, der Schweiz oder gar den Niederlanden oder Norwegen in großer Zahl willkommen gewesen nach dem Zweiten Weltkrieg, hätte man die "germanisch-arischen" Brüder denn auch freudig begrüßt? In großer Masse definitiv nicht.Und? Hätte man diese fiktiven Flüchltingsmassen sechs Jahrzehnte in Lagern gehalten damit sie nichts anders machen können außer sich zu vermehren? Hätte man nicht irgendwann mal auf die Idee kommen sollen eine Lösung zu finden die sich nicht darin erschöpft die Juden ins Meer zu treiben? Von 1948 bis 1967, zwei Jahrzehnte lang war das Westjordanland Jordanisches Hoheitsgebiet. Warum hat man damals nicht Fakten geschaffen?? Warum wird das Problem heute Israel vorgehalten während die Arabischen Bruderstaaten sich sechs Jahrzehnte lang zu schade gewesen sind auch nur einen Finger für die Palis krumm zu machen?? Es ist ein Irrwitz der Geschichte das niemand mehr dieses Verhalten zu verantworten hat. ThomasWach schrieb:Diese Länder haben natürlich daher an der gescheiterten Integration dieser Gruppen eine gehörige Portion Mitschuld, nichtsdestotrotz muss man Israels Politik der weiteren Landnahme im Westjordanland und lange auch in Gaza entsprechend als mindestens genauso kontraproduktiv ansehen, da hier die Existenz einer echten paläst. Heimstatt mithintertrieben wurde.Mindestens genauso kontraporduktiv? So ein Unsinn. Die Lagerhaltung von Millionen Palästinensern ist definitiv wesentlich kontraproduktiver als die Errichtung von Häusern auf brachliegenden Hügekkuppen. Das ist ja geradezu eine alberne Vorstellung. Die Palästinenser konnten jederzeit, jederzeit einen eigenen Staat gründen. Aber selbst nach sechzig Jahren beharren sie stur auf ihren Maximalforderungen und ihre arabischen "Freunde" unterstützen sie dabei. Áber wer ist schuld? Israel natürlich. ThomasWach schrieb:Ansonsten würde ich mit Blick auf die derzeitige israelische Politik von einer subtilen, aber dennoch gezielten, in einer rechtlichen Grauzone vonstatten gehenden Verdrängungspolitik reden, insbesondere mit Blick auf Ostjerusalem, aber auch mit Bezug auf die "grenznahen Gebiete" in der Westbank mit entsprechenden Siedlungskomplexen. Hier wird versucht, so lange so viel sich zu nehmen, wie es geht und es international auch nicht übermäßig auffällt. Man säubert sozusagen mit Samthandschuhen und semilegalem Anstrich bestimmte, gewollte Gebiete.Natürlich, nach 40 Jahren Terror ist es eine recht gute Idee die Konfliktparteien zu trennen. Das ist den Amis im Irak auch eingefallen und haben damit in Bagdad hervorragende Ergebnisse erzielt. Wer zur Waffe greift muss damit rechnen das der andere Maßnahmen ergreift seine Sicherheit zu gewährleisten. Ganz einfach. - Luetzow - 27.03.2010 Nightwatch schrieb:Wo verdammt nochmal ist das Problem?? Wer ist eigentlich immer "wir" in deinen Texten? Ist es das königliche "wir" oder hast du als Israeli dich mit dem Verlust der deutschen Ostgebiete abgefunden oder du als Deutscher? Nimm nicht immer andere in Sippenhaft für deine Interessen. - imation - 27.03.2010 Ich warte jetzt nur noch darauf das Nightwatch die Palästinenser im Gaza-Streifen zu Ägyptern erklärt und deren freiwilligen Umzug ans Westufer des Nils fordert. :lol: - Nightwatch - 27.03.2010 Historisch betrachtet gehört der Gazastreifen tatsächlich Ägypten. Leider wollen sie ihn nicht. Luetzow schrieb:Wer ist eigentlich immer "wir" in deinen Texten? Ist es das königliche "wir" oder hast du als Israeli dich mit dem Verlust der deutschen Ostgebiete abgefunden oder du als Deutscher? Nimm nicht immer andere in Sippenhaft für deine Interessen.Man kann sich aber auch anstellen. Das "wir" hier impliziert einen Standpunkt den so das Deutsche Volk in seiner Gesamtheit einnimmt. Das deutsche Volk hat sich mit dem Verlust der Ostgebiete abgefunden und da ich Deutscher bin kann ich hier ohne weiteres vom wir sprechen. Das es auch in Deutschland hierzu abweichende Meinungen gibt tut nichts zur Sache da weder von Volk noch Staat ein dahingehender Anspruch formuliert wird. - imation - 27.03.2010 Nightwatch schrieb:Historisch betrachtet gehört der Gazastreifen tatsächlich Ägypten. Ägypten hat den Gazastreifen nie annektiert und die Palästinenser dort hatten auch nie die ägyptische Staatsbürgerschaft. - Schneemann - 27.03.2010 Jo, aber grob zwischen 1200 v. Chr. und 1517 n. Chr. waren verschiedene "ägyptische" Staaten die Vormacht in der Region und Gaza gehörte quasi ihnen, egal ob Fatimiden oder Ptolemaier. Danach kamen lange Zeit die Osmanen. Historisch gesehen hat Nightwatch hier schon recht... Schneemann. - Schneemann - 09.04.2010 Zitat:Fall Anat KammLink: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,687943,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 43,00.html</a><!-- m --> Kein Ruhmesblatt für eine Demokratie... :? Schneemann. - Nightwatch - 09.04.2010 Wo soll hier ein Problem sein? Anat Kamm hat sich eindeutig des Landesverrats schuldig gemacht. - Erich - 09.04.2010 "Verbrechen" anzuprangern ist also Landesverrat? Derjenige, der Mist aufdeckt und ausmistet macht sauber - derjenige, der Mist produziert ist der Nestbeschmutzer .... aber in Israel ticken die Uhren anders :roll: - Venturus - 09.04.2010 Och, da kann man den Israelis nun wirklich keinen Exklusiv-Strick draus drehen. Bei uns sind schon Leute für weniger in den Knast gewandert ("Bedingt abwehrbereit" und ähnliches). Naja, trotzdem ist auf Israel bei so was immer Verlass. Hast du ein Vorurteil gegenüber Israel? Dieser Staat wird es dir frei Haus bestätigen. :roll: |