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RE: USA vs. Venezuela - Kongo Erich - 08.01.2026 Venezuela meldet neue Todeszahlen bei US-Angriff – Maduro und Flores verletzt Zitat: Bei dem US-Angriff auf Venezuela, bei dem Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen wurde, sind nach neuen Angaben aus Caracas 100 Menschen getötet worden. Ähnlich viele Menschen seien verletzt worden, sagte der venezolanische Innenminister Diosdado Cabello am Mittwoch (Ortszeit). „Der Angriff auf unser Land war schrecklich.“(Kopie hier) das macht es für jemand, der mit den USA kooperieren soll, nicht leichter, sich mit diesem Ansatz zu behaupten. RE: USA vs. Venezuela - Kongo Erich - 08.01.2026 (06.01.2026, 02:38)EuropeanMind schrieb: Ich bin derzeit am überlegen, ob wir das nicht alles in gewisser Weise zu kompliziert denken und trump viel simplere Beweggründe hatte.Du bringst mich zum nachdenken. Das mit dem Öl ist ja wohl wirklich zu kompliziert gedacht. Und Trump hat seine Rechnung ohne die US-Ölmultis gemacht - aber: er hat sich eine großartige Show geschenkt, der komplexbehaftete Egomane. Und das ist für GröPaZ wahrscheinlich das wichtigste Ergebnis. Es ist ja nicht seine Schuld, sondern die Verantwortung der Ölkonzerne, wenn diese sein Geschenk nicht annehmen. RE: USA vs. Venezuela - voyageur - 09.01.2026 Zitat:OSINT Intuit™ RE: USA vs. Venezuela - Schlingel - 09.01.2026 Der nächste Tanker, den die USA unter ihre Kontrolle bringen: Zitat:-Olina falsely flew Timor Leste flag, sailed from Venezuela https://www.reuters.com/business/energy/us-process-seizing-olina-tanker-caribbean-us-official-says-2026-01-09/ https://www.fr.de/politik/trump-laesst-weiteren-oeltanker-beschlagnahmen-us-truppen-besteigen-die-olina-94115614.html Ob das Schiff in direkter Verbindung zur russ. Schattenflotte steht muss wohl noch geklärt werden. Spannend ist es in jedem Fall, wenn das so weitergeht kann das durchaus die Spannungen nochmal verstärken. Edit: Da war ich wohl wieder etwas zu langsam, Voyageurs Beitrag ist prägnanter und beleuchtet die Verbindung zu Russland besser. RE: USA vs. Venezuela - Kongo Erich - 10.01.2026 Das ist eindeutig - es geht nicht um Drogen, sondern um Bodenschätze: Zitat: ... RE: USA vs. Venezuela - Schneemann - 11.01.2026 Mal eine etwas andere Sichtweise auf die doch recht einseitigen Reaktionen zum US-Zugriff: Zitat:Nach Trumps Militärschlaghttps://www.zdfheute.de/politik/deutschland/venezuela-maduro-trump-reaktion-sachsen-100.html Es ist schon relativ erfrischend, dass einer der großen deutschen Nachrichtensende nicht gleich sofort wieder in das Horn des Völkerrechtsbruches hineinstößt, sondern auch einmal die kleinen Leute, wenn auch nur die bei uns im Land, zu Wort kommen lässt. Und hier zeichnet sich ab, dass die Venezolaner, auch wenn sie manches in der Zukunft skeptisch sehen, in der Masse erst einmal froh darüber sind, dass Maduro abgesetzt wurde. D. h. wenn man schon das Völkerrecht bemüht, dann sollte man sich in Erinnerung rufen, dass dieses (so denn der Name) den Völkern ja eigentlich dienen sollte - und nicht irgendwelche Tyrannen de facto Schutz gewähren darf. Schneemann RE: USA vs. Venezuela - Kongo Erich - 11.01.2026 (11.01.2026, 11:34)Schneemann schrieb: ...Deine Erinnerung trügt wie der Name: das sogenannte Völkerrecht dient nicht unmittelbar den Völkern, sondern den Nationen und damit den (National-)Staaten. Es soll - und das ist das primäre Ziel - die Anwendung von Gewalt zwischen den Staaten überflüssig machen und Konflikte über friedliche Regularien lösen. Und insofern sind natürlich auch die Völker, die vor Gewalt geschützt werden, die Begünstigten des Völkerrechts. Wenn es anders wäre, würde keine einzige Regelung des Völkerrechts in den nachkolonialen Staaten Afrikas zur Anwendung kommen. Denn dort sind die Grenzen mit dem Lineal quer durch die Siedlungsgebiete der Ethnien oder Völker gezogen. Zurück zum Thema: "Verhandeln nicht mit Venezuela" - Trump will Einnahmen aus Venezuelas Öl mit Dekret sichern berichtet n-tv am 10.01.2026, 23:15 Uhr Prima: ich bin hier bei der örtlichen Wählervereinigung auf der Kandidatenliste - zwar auf dem letzten Platz, aber das ist egal, weil Normen und Regelungen zwischen den Staaten künftig ja ohnehin nicht mehr gelten sollen. Ich werde einen Antrag in den Stadtrat einbringen, dass wir eine Ortssatzung machen, wonach die Gewinne der US-Amerikanischen Ölfirmen der hiesigen Gewerbesteuer komplett zufließen müssen. Absurd? Nein, sondern die konsequente Umsetzung mit dem neuen Stil des US-Amerikanischen Umgangs mit anderen Nationen. RE: USA vs. Venezuela - emjay - 12.01.2026 Zitat:US-Präsident Donald Trump bezeichnet sich in einem Social-Media-Post als Präsident Venezuelas. In einem Beitrag, den er auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte, verbreitete Trump einen Screenshot im Stile des Online-Lexikons Wikipedia, der ihn als "amtierenden Präsidenten von Venezuela" beschreibt.www.n-tv.de/politik/Trump-bezeichnet-sich-als-amtierender-Praesident-Venezuelas-id30228586.html Ausnahmsweise mal nicht mit Abbildung der Social-Media-Ergüsse von Trump. Ob da in Washington noch mal jemand eingreift, bevor der Mann komplett durchdreht? RE: USA vs. Venezuela - Nightwatch - 12.01.2026 Ein solches Gebaren entfaltet durchaus Wirkung. In Europa sollten wir langsam gelernt haben derartiges mit Humor zu nehmen. RE: USA vs. Venezuela - KBG32 - 12.01.2026 Also für mich ist das nicht mehr zum Lachen. Da muß irgendwas im Wasser sein. RE: USA vs. Venezuela - Nightwatch - 12.01.2026 Genau diese Hysterie verhindert zuverlässig, dass man zu einem auskömmlichen mit Trump findet. Die Europäische Unfähigkeit zum Diplomatischen Handwerk ist in dieser Hinsicht einfach nur bestürzend. Und das seit 2016. RE: USA vs. Venezuela - EuropeanMind - 12.01.2026 (12.01.2026, 15:52)Nightwatch schrieb: Genau diese Hysterie verhindert zuverlässig, dass man zu einem auskömmlichen mit Trump findet. Die Europäische Unfähigkeit zum Diplomatischen Handwerk ist in dieser Hinsicht einfach nur bestürzend. Und das seit 2016. Ich glaube hier findet ein bisschen Täter-Opfer-Umkehr statt. Die Person, die alles diplomatische Handwerkszeug in die Tonne tritt, diplomatische Angebote ausschlägt und stattdessen auf Mafia-ähnliche Drohungen, brutale Gewalt und offene Eingriffe in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten setzt ist Donald Trump, bzw. seine Administration. RE: USA vs. Venezuela - Nightwatch - 12.01.2026 Und entbindet diese großartige Einordnung von einem kompetenten Umgang mit ihm? Trump ist anders als man gerne hätte, schön und gut. Er wütet sich jetzt seit zehn Jahren durch die Weltpolitik und wir reagieren auf seine Volten noch immer so als wären wir in der ersten Woche und er ein unbeschriebenes Blatt. Schlicht weil wir so einfältig und bräsig wie wir geworden sind nicht aus unserer Haut können und nicht verstehen wollen, dass sich die Welt nicht um den Nabel unserer Befindlichkeiten dreht. Hätten wir nu ein klein wenig diplomatische Kompetenz könnten wir uns Trump ohne Weiteres um die Finger wickeln und bespielen wie eine Blockflöte. Aber das können wir nicht, weil Trump nicht dem entspricht was wir von einem US Präsidenten erwarten. Ein Armutszeugnis. RE: USA vs. Venezuela - emjay - 12.01.2026 Was wären aus deiner Sicht denn diplomatische Ansätze, um bei Trump Erfolg zu haben? RE: USA vs. Venezuela - Nightwatch - 12.01.2026 Mach ihn zum König der er so gerne sein will. Trump ist Zeit seines Lebens von dem Versuch dazuzugehören getrieben. Als New Yorker Immobilienhai hatte er zwar die Kohle aber keinen wirklichen Anschluss in den elitäreren amerikanischen Kreisen. Da blickte man stets auf den Emporkömmling herab. Das war schon damals Gift für siene narzisstische Art und Triebfeder hinter seinem unternehmerischen und später politischen Wirken. Es ist damit völlig offensichtlich, dass man bei Trump keinen Meter weiterkommt wenn man ihn als Gegner betrachtet und sich ihm entgegenstellt. Er wird sich mit größter Lust in die Auseinandersetzung werfen und du wirst garnichts erreichen und am Ende mit jender Menge zerschlagenen Prozellans dastehen während Donald die Dampfwalze völlig unbekümmert weiterzieht. Das richtige Rezept ist es dagegen ihm Honig ums Maul zu schmieren und ihn gleichzeitig für voll und ernst zu nehmen. Das bedeutet konstantes wohlwollendes Engagement. Lob auch wenn es nichts zu loben gibt. Ehrerbietung und Respektbekundung auch wenn es lächerlich ist. Ihn vorangehenlassen und zusehen das er groß rauskommt und gut dasteht. Wohin es dann dabei geht ist für einen Menschen wie Trump fast nebensächlich. Der ist kein Ideologe, der sucht Bestätigung. Wenn er jemanden leiden kann, dann ist es ein einfach ihn zu steuern. Eigentlich ist es im höchsten Maße amüsant seit zehn Jahren zu beobachten, wie das weder die inneramerikanische Opposition (was hätten die Demokraten von ihm bekommen können wenn sie das verstanden hätten!) noch die Europäischen "Spitzen"Politiker -und Diplomaten verstehen während andere Akteure (zb Netanyahu, die Saudis umd Shinzo Abe) es nicht nur verstanden haben sondern gerade meisterhaft anwenden. Rutte hat es auch verstanden, aber der ist ein zu kleines Licht und mittlerweile ist es auch zu spät. |