![]() |
|
Spanien - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Europa und der Westen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=89) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=93) +--- Thema: Spanien (/showthread.php?tid=2776) |
RE: Spanien - Schneemann - 03.11.2025 Nun hat man in Spanien auch die Kolonialgeschichte (wieder-)entdeckt - und der innenpolitische Zwist zeichnet sich schon ab... Zitat:Spain admits 'suffering' caused by conquest of Mexico [...]https://www.dw.com/en/spain-admits-suffering-caused-by-conquest-of-mexico/a-74578725 Wobei man, bei allen Grausamkeiten, die Konquistadoren nicht per se verurteilen sollte. Sie waren äußerst wagemutige Gestalten, die den europäischen Horizont enorm erweitert haben. Und ja, sie waren nicht nur Entdecker, sondern auch Eroberer und gingen (auch als "Kinder ihrer Zeit") rabiat zur Sache, aber sie zerschlugen mit dem Aztekenreich in Mexiko einen Staat, der zwar in einigen Belangen hoch entwickelt war, aber der genauso ein brutaler Raub- und Kriegsstaat war und der barbarische Sitten bis hin zu Schädeltürmen, grausame Götter und eine hochgradig klerikal-feudalistische Staatsstruktur hatte. Das wird leider gerne übersehen, wenn die Konquistadoren dämonisiert werden. Schneemann RE: Spanien - Kongo Erich - 27.01.2026 Man kann mit Migration und Flüchtlingen unterschiedlich umgehen. Man kann sich abschotten und sie kriminalisieren und abschieben (wie derzeit in den USA, was für ein Land, das von Einwanderern aufgebaut wurde, etwas - inkonsequent wirkt) Man kann sie aufsaugen und integrieren (wie das in Chinas Geschichte mit allen möglichen Völkern, zuletzt mit den Mandschu, gemacht wurde). All die historischen Vorbilder und Alternativen gab es schon in der Antike - Stichwort: Völkerwanderung. Aber eines kann man mit Sicherheit sagen: weder das eine noch das andere schützt vor massenhaften Flucht- und Migrationsbewegungen, die aus existentieller Not ausgelöst werden. Weder (chinesische) Mauer noch Limes konnten - und auch nicht die "wunderschöne große Mauer an der mexikanischen Grenze) wird - in einer solchen Situation "Schutz bieten". Einen interessanten Ansatz verfolgt jetzt Spanien, das aufgrund seiner historischen Größe als Kolonialmacht mit dem Problem "Integration" besonders verbunden ist: Zitat:Überraschende Wendeja gut - Kolumbien, Venezuela, Ecuador ... die hatten wohl alle irgendwelche spanischen Vorfahren und sprechen auch noch spanisch als Muttersprache. Nach deutschem Staatsangehörigkeitsrecht würden wohl schon die deutschen Vorfahren ausreichen, um als Staatsangehörige anerkannt zu werden. So war es jedenfalls noch lange nach dem Krieg. Aber der Strang hier dreht sich ja um Spanien, und nicht um das hiesige Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG) - § 7 in Verbindung mit dem Bundesvertriebenengesetz. Insofern ist natürlich auch Deutschland ein "Aufnahme-" oder "Zuwanderungsland", das noch Anfang der 1990er Jahre aus vielfältigen Gründen jährlich alleine bis zu 400.000 Aussiedler aufgenommen hat. Ich schreib das gleich, um der Diskussion zu entgehen, dass sich Spanien damit "überfremdet". RE: Spanien - lime - 27.01.2026 (27.01.2026, 20:52)Kongo Erich schrieb: Ich schreib das gleich, um der Diskussion zu entgehen, dass sich Spanien damit "überfremdet". Eine linke Regierung mal wieder gegen den Willen der großen Mehrheit der Spanier. In Umfragen ist diese Regierung auch schon lange erledigt. Das Gesetz wird dann einfach nur noch mehr Wähler kosten. RE: Spanien - Kongo Erich - 28.01.2026 (27.01.2026, 21:11)lime schrieb: Eine linke Regierung mal wieder gegen den Willen der großen Mehrheit der Spanier. ...gibts dafür auch Quellen? RE: Spanien - lime - 28.01.2026 (28.01.2026, 23:30)Kongo Erich schrieb: gibts dafür auch Quellen? Zitat:Die Besorgnis und Unruhe über die Einwanderung wächst: Fast 60 % der Spanier sind der Meinung, dass es „zu viele” Ausländer gibt. https://gaceta.es/espana/crece-la-preocupacion-y-la-inquietud-por-la-inmigracion-casi-el-60-de-los-espanoles-considera-que-hay-demasiados-extranjeros-20241008-1157/ RE: Spanien - Kongo Erich - 29.01.2026 was sich eindeutig auch und insbesondere auf die Touristik-Hotspots wie Ballermann bezieht, und damit auf die EU-Ausländer, die sich nicht integrieren (im Urlaub kann man ja "die Sau rauslassen") |