22.06.2026, 16:36
OHB will mehr als 500 Millionen Euro aufbringen, um die Entwicklung der europäischen Raumfahrt voranzutreiben
La Tribune (französisch)
LT (mit AFP)
Veröffentlicht am 22. Juni 2026 um 12:20 Uhr
![[Bild: an-employee-works-inside-a-clean-room-at...9625v_.jpg]](https://pictures.latribune.fr/cdn-cgi/image/format=auto,width=1200,height=675/media/melody/2026/06/22/an-employee-works-inside-a-clean-room-at-the-space-systems-specialist-ohb-in-oberpfaffenhofen-near-m-1782123638_9162528b093a68562528b093a49625v_.jpg)
Ein erheblicher Teil der eingeworbenen Mittel wird in Trägerraketen fließen.
Der deutsche Satellitenhersteller führt eine Kapitalerhöhung durch, um seine Ambitionen im Bereich der Trägerraketen zu finanzieren und vom wiederauflebenden Interesse der Investoren an diesem Sektor zu profitieren.
Der deutsche OHB-Konzern geht in die Offensive. Der Satellitenhersteller kündigte am Montag eine umfangreiche Finanzmaßnahme an, die eine Kapitalerhöhung von mehr als 500 Millionen Euro mit einer teilweisen Veräußerung von Anteilen durch seinen zweitgrößten Aktionär, den US-Fonds KKR, kombiniert. Das Ziel ist klar: die Finanzierung einer neuen Phase industrieller Investitionen in der Raumfahrt, insbesondere im Bereich der Trägerraketen – ein Segment, das zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt, da Europa seine Verteidigungskapazitäten und seine technologische Autonomie ausbaut.
Das in Bremen ansässige Familienunternehmen plant die Ausgabe von bis zu 1,7 Millionen neuen Aktien zum Preis von 300 Euro pro Stück, was einem Bruttoerlös von bis zu 510,7 Millionen Euro entspricht. Parallel dazu wird KKR bis zu 1,23 Millionen Aktien auf den Markt bringen, wodurch sich seine Beteiligung von rund 29 % auf knapp 20 % des Kapitals verringert. Die Familie Fuchs, die die Gruppe kontrolliert, hat beschlossen, ihre Bezugsrechte nicht auszuüben, behält jedoch ihre gesamten Anteile. Sie wird somit eine Beteiligung von 60 % am Unternehmen behalten.
Im Wettbewerb mit SpaceX
Über die Finanzierung hinaus zielt die Transaktion auch darauf ab, die Liquidität der Aktie zu erhöhen. Der Anteil des Streubesitzes könnte somit auf 19,2 % steigen, gegenüber derzeit nur 5,7 %. Eine bedeutende Veränderung für ein Unternehmen, das trotz seiner zentralen Stellung in der europäischen Raumfahrtindustrie seit langem unter einer geringen Börsenpräsenz leidet.
OHB droht mit Klagen gegen den geplanten Mega-Fusionsplan von Airbus, Thales und Leonardo im Satellitenbereich
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Die Branche profitiert von einem wiederauflebenden Interesse der Investoren, was durch den Rekordbörsengang von SpaceX an der Wall Street Mitte Juni verdeutlicht wird. OHB will diese Dynamik nutzen, um seine Bewertung zu verbessern und neue institutionelle Investoren anzuziehen.
Das Angebot wird zudem zu einem besonders attraktiven Preisniveau lanciert. Die OHB-Aktie hatte im Mai einen historischen Höchststand von 685 Euro erreicht, bevor sie wieder nachgab. Am Montagmorgen verlor die Aktie erneut 2,84 % und notierte bei 394 Euro.
La Tribune (französisch)
LT (mit AFP)
Veröffentlicht am 22. Juni 2026 um 12:20 Uhr
![[Bild: an-employee-works-inside-a-clean-room-at...9625v_.jpg]](https://pictures.latribune.fr/cdn-cgi/image/format=auto,width=1200,height=675/media/melody/2026/06/22/an-employee-works-inside-a-clean-room-at-the-space-systems-specialist-ohb-in-oberpfaffenhofen-near-m-1782123638_9162528b093a68562528b093a49625v_.jpg)
Ein erheblicher Teil der eingeworbenen Mittel wird in Trägerraketen fließen.
Der deutsche Satellitenhersteller führt eine Kapitalerhöhung durch, um seine Ambitionen im Bereich der Trägerraketen zu finanzieren und vom wiederauflebenden Interesse der Investoren an diesem Sektor zu profitieren.
Der deutsche OHB-Konzern geht in die Offensive. Der Satellitenhersteller kündigte am Montag eine umfangreiche Finanzmaßnahme an, die eine Kapitalerhöhung von mehr als 500 Millionen Euro mit einer teilweisen Veräußerung von Anteilen durch seinen zweitgrößten Aktionär, den US-Fonds KKR, kombiniert. Das Ziel ist klar: die Finanzierung einer neuen Phase industrieller Investitionen in der Raumfahrt, insbesondere im Bereich der Trägerraketen – ein Segment, das zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt, da Europa seine Verteidigungskapazitäten und seine technologische Autonomie ausbaut.
Das in Bremen ansässige Familienunternehmen plant die Ausgabe von bis zu 1,7 Millionen neuen Aktien zum Preis von 300 Euro pro Stück, was einem Bruttoerlös von bis zu 510,7 Millionen Euro entspricht. Parallel dazu wird KKR bis zu 1,23 Millionen Aktien auf den Markt bringen, wodurch sich seine Beteiligung von rund 29 % auf knapp 20 % des Kapitals verringert. Die Familie Fuchs, die die Gruppe kontrolliert, hat beschlossen, ihre Bezugsrechte nicht auszuüben, behält jedoch ihre gesamten Anteile. Sie wird somit eine Beteiligung von 60 % am Unternehmen behalten.
Im Wettbewerb mit SpaceX
Über die Finanzierung hinaus zielt die Transaktion auch darauf ab, die Liquidität der Aktie zu erhöhen. Der Anteil des Streubesitzes könnte somit auf 19,2 % steigen, gegenüber derzeit nur 5,7 %. Eine bedeutende Veränderung für ein Unternehmen, das trotz seiner zentralen Stellung in der europäischen Raumfahrtindustrie seit langem unter einer geringen Börsenpräsenz leidet.
OHB droht mit Klagen gegen den geplanten Mega-Fusionsplan von Airbus, Thales und Leonardo im Satellitenbereich
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Die Branche profitiert von einem wiederauflebenden Interesse der Investoren, was durch den Rekordbörsengang von SpaceX an der Wall Street Mitte Juni verdeutlicht wird. OHB will diese Dynamik nutzen, um seine Bewertung zu verbessern und neue institutionelle Investoren anzuziehen.
Das Angebot wird zudem zu einem besonders attraktiven Preisniveau lanciert. Die OHB-Aktie hatte im Mai einen historischen Höchststand von 685 Euro erreicht, bevor sie wieder nachgab. Am Montagmorgen verlor die Aktie erneut 2,84 % und notierte bei 394 Euro.