Da ich keinen neuen Strang aufmachen möchte einfach hier.
Eine ganz generelle Frage:
Warum gibt es, zumindest in der Bundeswehr, nur noch Aufschlaggeschosse in der Artillerie?
Gerade in Hinsicht auf Grabenkampf wäre eine Abstandszündung doch viel wirkungsvoller, zumindest bei gerichtetem Splitterkanal. Definitiv doch effektiver als mit "Katyusha" Taktik ein Fußbalfeld in, für stürmende Infanterie günstiges Vorfeld zu belegen, oder dieses Fußbaldfeld mit sechs von Panzer dann zu umfahrendes Kraterfeld zu verwandeln. Gut das mit der Deckung für Infanterie durch Artillerie Schützenlöcher vor dem Feind zu errichten klingt gerade nicht so blöd, hilft aber wenig gegen feindliche Soldaten, welche sich während des Bombardements im Graben einfach ducken.
Seit wann denn das? Die DM121 kommt doch mit den verschiedensten tempierbaren Zündern zum Einsatz, von Luftzündung bis bunkerbrechender Verzögerung. Hat sich daran etwas geändert?
Doppelzünder
Aufschlagzünder mit und ohne Verzögerung
Zeitzünder
Annäherungszünder
Lenkzünder
Vielen Dank, war mir tatsächlich nicht bewusst. Bin davon ausgegangen das ist ja pfui, bäh und ethisch nicht vertretbar, weil mechanisierte Tötungsinstrumente und daher von den Grünen schon Anfang 2000er verboten worden, oder sowas.
Du meinst vermutlich Streumunition ?!
Das hat aber nichts mit den Zündern zu tun.
Allgemein:
Bemerkenswert ist übrigens, dass die Russen inzwischen einen massiven Mangel an komplexeren Zündern haben. Die russische Artillerie verschießt tatsächlich primär Aufschlagzünder, weil man diese schneller, günstiger und in größerer Menge herstellen kann. bzw. weil die überalterte nordkoreanische Munition größtenteils solche Zünder hat. Die Russen kommen mit der Produktion anderer Zünder nicht mehr hinterher.
Das ist eine interessante Lehre für uns in Bezug auf die Produktion, und das Vorhalten entsprechender Zünder.
Wobei die Russen aber mittlerweile einen großen Teil von dem was die Ukraine verschießt durch eloka beeinflussen . Davon Das man das Problem groß angehen würde ist bisher nicht viel zu merken.
Die russische EloKa ist inzwischen eine derartige Pest, dass auch die Russen selbst darunter "leiden". Das einzige Glück ist, dass sie es nicht hinkriegen das flächendeckend die ganze Zeit zu betreiben. Aber wo sie mal ein paar ihrer Systeme konzentrieren, geht dann irgendwann gar nichts mehr. Die Dichte ihrer Maßnahmen ist teilweise atemberaubend.
Dennoch wäre es gar nicht so schwer, Präzisionsmunition zu haben, die nicht von EloKa gestört werden kann. Am stärksten beeinträchtigt werden Systeme die GPS gestützt sind. Aber es gibt hier ja noch so viele andere Möglichkeiten.
Gegen EloKa gehärtete Artilleriemunition ist meiner Kenntnis nach aktuell in der Entwicklung. Insbesondere die USA habe da Systeme am Start. Aber das hat wenig bis nichts mit den Zündern zu tun.
Man kann für eine Luftzündung über dem Ziel beispielsweise ganz leicht Zünder wie einen MTSQ Zünder verwenden, der in keinster Weise durch EloKa beeinflust werden kann.
Ein Zünder (für Luftzündung) der meiner Meinung nach ziemlich gut ist, weil er keinerlei Batterien benötigt, manuell gestellt werden kann und vereinfacht ist und kostengünstiger wäre der folgende:
https://www.youtube.com/watch?v=ySfApyqYYE4