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Normale Version: Simbabwe
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http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/409/21388/


Parteibonzen auf Beutejagd

So schlimm war es um das Land noch nie bestellt: Die Menschen in Simbabwe sinken immer tiefer ins Elend. Doch je verheerender die Lage, desto besser scheint es dem Diktator Robert Mugabe und seinen Günstlingen zu gehen.


Zitat:Die Aussicht auf den Rückzug des 79-jährigen Diktators ist die einzige Hoffnung, die den Menschen noch bleibt. So schlimm wie heute war es um das Land noch nie bestellt: Die Inflationsrate liegt nach offiziellen Angaben bei 455 Prozent, tatsächlich dürfte sie schon 1000 Prozent übersteigen. 70 Prozent der Menschen haben keine Arbeit, und diejenigen, die noch Löhne beziehen, bekommen am Ende des Monats oft nicht einmal die fast wertlosen Scheine, weil auch das Bargeld knapp ist und die Gelddruckereien mit dem Bedarf nicht hinterherkommen........
Zitat:Glaubt man der Schriftstellerin Doris Lessing, so wird Mugabe nur von einem Gedanken gequält. In einem Aufsatz in Le Monde Diplomatique schildert sie, dass der Despot fast ununterbrochen an seinen Todfeind, den britischen Premier Tony Blair, denke und überzeugt sei, dass dieser ihn umbringen wolle. Das Problem sei, dass keiner von Mugabes Untertanen sich traue, ihm zu sagen, dass Blair vermutlich nicht einmal eine halbe Minute pro Woche an den Diktator denke.
http://www.taz.de/pt/2003/12/04/a0054.nf/text

Simbabwes Schatten liegt über dem Empire

Beim morgen beginnenden Commonwealth-Staatengipfel ist Robert Mugabe Hauptthema - obwohl er nicht hinfährt

Zitat:Bevor die USA und die EU gegen ihn Reisesanktionen verhängten, war Robert Mugabe einer der meistreisenden Präsidenten der Welt. Sogar reguläre Linienflüge würde der simbabwische Staatschef umleiten lassen, um auf Treffen von Unternehmern oder Kirchenleuten lange Reden auf perfektem Englisch über die Übel der britischen Kolonialzeit zu halten. Nicht umsonst nannten die Simbabwer ihren Präsidenten einst Marco Polo oder Vasco da Gama.

Die Reiseverbote gegen ihn und 78 hochrangige Angehörige seines Regimes im vergangenen Jahr wegen der vermutlich manipulierten Präsidentenwahl trafen Mugabe daher hart, und er hat dagegen eifrig gekämpft. Trotz der Sanktionen kam Simbabwes Präsident im vergangenen September zur UN-Generalversammlung in New York, vor einem Jahr zum franko-afrikanischen Gipfel in Paris und im Sommer 2002 zum Welthungergipfel in Rom. Andere internationale Treffen mussten abgesagt werden, weil Mugabe hinwollte, wie kürzlich eines zwischen den EU-Staaten und ihren Partnerländern der AKP (Afrika, Karibik und Pazifik)..........
Ja , das ist schon schlimm was in Zimbabwe passiert.Nicht nur die Enteignungen sondern vor allem die Hungersnöte durch das Zusammenbrechen der Landwirtschaft.Ich wäre ja für eine Britisch-Südafrikanische Militärintervention,Mugabe wird abgesetzt Hilfslieferungen kommen vom Commonwealth und Zimbabwe kriegt schnellst möglich Demokratie.
Würde halt als Imperialismus gebrandmarkt werden>Sad
Angeblich wird Zimbabwe aus dem Commonwealth austreten. Zumindest wenn es nach Mugabe geht. Der Wahnsinnige isoliert Zimbabwe noch mal völlig! >Sad
Ich frage mich was passieren würde wenn zufällig ein SAS Team ihn umlegt,ob dann eine Demokratie hergestellt werden kann?
Billiger für GB wärs:-)
Ist eigentlich geklärt, wer der Nachfolger von Mugabe werden soll? Immerhin ist Mugabe schon ziemlich alt. Ich kann mir natürlich vorstellen, daß Mugabe absichtlich keinen Nachfolger bestimmt hat, damit er sich keinen "Brutus", der ihn bei bester Gelegenheit stürzt, heranzüchtet.
@Rob
Das wäre nicht klug, so etwas würde genug Menschen und Regierungen gegen Großbritannien aufbringen. Zudem wage ich zu bezweifeln, daß man sich dem Regierungssitz von Mugabe unentdeckt nähern kann. Mir ist bekannt, daß das Gebäude von einer Wachmannschaft geschützt wird, die auch schon mal aus Langeweile Passanten unter Beschuß nimmt, und ich denke, daß es da noch mehr Sicherheitsvorkehrungen geben könnte.
Wieso?? eine Tomahawk von einem britischen U Boot, wenn Mugabe im Haus ist und fine. Der Rest im Haus ist dann Kolateral Schaden. So machen das doch die Amis. :bonk:
Naja abentreuerliche Attentate sind riskant nicht nur aus Sicht von Zivilen Opfern sondern auch politisch da auch unkalkulierbar was passiert danach vielleicht ein Chaos oder Bürgerkrieg?
Naja ich wäre auf jedenfall nicht für eine Intervention aus afrikanischen Staaten wie Südafrika die ihre eigeninteressen wahren werden eher ein Commonwealthinitiative oder rein britische Initiative.Aber am günstigsten ist es durch Abschreckung etwas zu verändern und das wäre glaube ich möglich.Wenn ein britisches Kontigent aus Kriegsschiffen Zimbabwes Mugabe zum Rüktritt "drängt".
@Azrail

Zitat:Wenn ein britisches Kontigent aus Kriegsschiffen Zimbabwes Mugabe zum Rüktritt "drängt".
Wie soll das gehen?:pillepalle:

Landkarte
Link http://www.spiegel.de/img/0,1020,126228,00.gif
Popeye natürlich ist ein direkter Angriff nicht möglich das weiß ich selber,du hast mich falsch verstanden nochmals Kriegsschiffe sind schon Abschreckend aus politischer Sicht eine Abschreckung wenn Mugabe merkt das and er Ostküste Afrikas britisches Trägerkontigent ihn unter Druck setzt.Allein das vorhanden sein von einer Militärmacht hat schon manch Despoten eingeschüchtert.
@ Azrail Da bin ich kritisch, das hat mit 98 mit dem Kosovo auch nicht geholfen. Da haben die Serben troz eines größeren Kontigents weitergemacht.
Ja die Serben haben weitergemacht mit welchem Resultat?! Das die Rechtfertigung zum Eingreifen von ihnen selbst gegeben wurde.Natürlich muß man wenn man unter Druck setzt auch bis zum Ende dabei sein.
http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=s ... lth_summit
Zitat:Angry Zimbabwe Withdraws From Commonwealth
1 hour, 13 minutes ago

By GLENN McKENZIE and ED JOHNSON, Associated Press Writers

ABUJA, Nigeria - A defiant Zimbabwe withdrew from the Commonwealth of Britain and its former colonies on Sunday, hours after the 54-nation bloc upheld its 18-month suspension of the southern African nation for alleged abuses of civil liberties.
@Azrail - ne Flotte vor der Kueste zu stellen ist ein Witz - an Mugabes Stelle wuerd ich die Briten auslachen. Da hat Popeye vollkommen recht.
Ja also ,ich weiß nicht,er ist so weit ich weiß 78,so lange wird er es also nicht bringen,aber ein Sturz(mit UN-Deckung oder irgendwie so was) sollte nicht schwer sein,ein großer Teil der Simbabwe Armee wird keine Lust haben für Mugabe zu kämpfen.Aber wer weiß?Ist vielleicht gar nicht den Aufwand wert,dann wird sich GB eh wieder Kolonialismus vor werfen lassen müssen.
Aber vielleicht könnte GB wenigstens alle Briten die wollen aus Zimbabwe evakuieren?
http://www.taz.de/pt/2003/12/09/a0116.nf/text

Katzenjammer nach dem Mugabe-Streit

Simbabwe verlässt das Commonwealth freiwillig, nachdem der Staatengipfel in Nigeria seine Suspendierung bestätigt hat. Zum Gipfelabschluss dämmert den versammelten Politikern, dass sie eigentlich über ganz andere Themen reden wollten

Zitat:Es handele sich nicht um einen Riss zwischen Schwarz und Weiß, wiederholte zwar gebetsmühlenartig der neuseeländische Generalsekretär des Commonwealth, Donald McKinnon. Trotzdem konnten viele CHOGM-Teilnehmer den Eindruck doppelter Standards nicht verdecken. "Es kann nicht sein, dass gewisse Staaten bei Pakistan über eine Wiederzulassung reden wollen, obwohl dort das Militärregime noch immer an der Macht ist, es aber im Fall Simbabwe bei der Suspendierung bleiben soll", hörte man öfters. Allerdings bleibt auch Pakistans Mitgliedschaft suspendiert.........

Es sei schade, dass das Thema Simbabwe dieses Treffen so dominiert habe, sagte der britische Premierminister Tony Blair. Noch bedauernswerter finden den Simbabwe-Streit die zahlreichen angereisten Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie trafen sich in einem "Peoples Forum", organisiert von der Commonwealth-Stiftung. Deren Direktor Colin Ball nennt zwei Schwerpunktthemen: "Wir müssen unser Verhältnis als Nichtregierungsorganisation zu den Regierungen klären. Wie nah, wie weit weg wollen wir sein? Im besten Fall stoßen wir auf ablehnendes Ignorieren, im schlimmsten Fall auf offene Feindschaft. Auch ärgern sich viele Hilfswerke in den ärmeren Mitgliedsstaaten über das neoimperialistische Auftreten der großen Hilfswerke aus dem Norden."..........
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