Forum-Sicherheitspolitik

Normale Version: EU und Russland
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Zitat:im Zeichen der derzeitigen globalen Finanzkrise kann es nicht darum gehen, Russland zu isolieren, sondern mit den G-8 Länderung und sogar weiteren Staaten wie China, Indien, Brasilien, den (arabischen) Golfstaaten und Südafrika sowie der "großen Volkswirtschaft Indonesien" gemeinsam zu kooperieren;
die Krise schadet sonst zunehmend immer mehr Ländern, am Schluss dann allen ...


Zurzeit geht es auch nicht den Russen zu isolieren ihn die Sache ohne weiteres durchgehen zu lassen wäre aber ein gewaltiger Fehler. Auch hat er selbst ein Interesse die Finanzkriese zu lösen er ist nämlich von ihr hart getroffen zum Glück, kann also nicht von ihr profitieren. Das Öl liegt zur Zeit unter 65 Dollar das minimiert denn Gewinn drastisch und die Russischen Börsen leiden wie alle anderen stark unter der Kriese. Desweiteren ist Russland eine Wirtschaftliche Null Nummer es ist wichtig die Wirtschaft Mächte an einen Tisch zu bekommen und Russland ist sicherlich keine mit eine BIPs von ca. 1000 Milliarden. China, Indien, Brasilien + die G7 das sind die Endscheidenden Statten und alle haben ein Interesse an einer Lösung. Daher kann man den Russen beruhigt für seien Missetaten strafen wobei man ihn so oder so nicht sonderlich schadet mit denn Vertrag aber wenigstens Symbolisch.
Zitat:Gazprom: Lieferunterbrechung an EU-Kunden wegen Ukraine möglich

Moskau (Reuters) - Der russische Staatsmonopolist Gazprom hält Lieferunterbrechungen bei der Gasversorgung für die Europäische Union wegen eines Schuldenstreits mit der Ukraine für möglich.

"Wir können nicht ausschließen, dass die Position der Ukraine und ihre Schritte, die mit der Gasdurchleitung durch ihr Gebiet verbunden sind, zu einer Störung der Lieferstabilität nach Europa führen könnte", hieß es am Montag in einer Pressemitteilung des Konzerns. Gazprom hatte in der vergangenen Woche damit gedroht, dem Nachbarland ab Januar kein Gas mehr zu liefern, weil die Regierung in Kiew ihre Schulden bis Ende des Jahres nicht begleichen könne.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE4BL0AI20081222">http://de.reuters.com/article/companies ... AI20081222</a><!-- m -->

Schneemann.
Zitat:Europa bekommt Gasstreit Russland-Ukraine zu spüren

Kiew/Moskau/Berlin (Reuters) - Europa bekommt den sich zuspitzenden Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nun doch zu spüren.

Entgegen den Beteuerungen beider Länder kam es in Osteuropa zu ersten Gas-Lieferengpässen. Deutschland blieb davon zunächst aber verschont. Die Ukraine warnte am Samstag erstmals vor Schwierigkeiten bei der Versorgung Europas.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE50205Q20090103">http://de.reuters.com/article/topNews/i ... 5Q20090103</a><!-- m -->

Schneemann.
da ist jetzt die Reaktion der tschechischen Ratspräsidentschaft interessant, mal aus der (neutralen) schweizer Beobachtersicht:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTICLE/6548/2009-01-03.html">http://schweizmagazin.ch/news/336/ARTIC ... 01-03.html</a><!-- m -->
Zitat:Sankt Gallen (03.01.2009) - Das EU-Vorsitzland Tschechien hat am Freitag, nach Verhandlungen mit einer ukrainischen Delegation erklärt, der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sei „ein bilaterales Problem“, berichten Medien.

„Wir sind der Ansicht, dass es sich momentan um ein bilaterales Problem handelt, das von beiden Unternehmen bzw. von beiden Regierungen bereinigt werden muss. Wir wollen uns nicht einmischen, wenn der Gasdruck im Rohr nicht auf einen zu niedrigen Wert sinken wird“, sagte der tschechische EU-Sprecher Jiri Potuznik.
...
Zitat:...
Zitat:Sankt Gallen (03.01.2009) - Das EU-Vorsitzland Tschechien hat am Freitag, nach Verhandlungen mit einer ukrainischen Delegation erklärt, der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sei „ein bilaterales Problem“, berichten Medien.

...
das war zu erwarten, dass erst sowas gesagt und dann "Stimmung gemacht" wird:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/gasstreit102.html">http://www.tagesschau.de/ausland/gasstreit102.html</a><!-- m -->
Zitat:Scharfe Worte im Gasstreit aus Prag
Streithähne sollen sich selbst einigen

Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft gibt sich hart: Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland will man nicht vermitteln, sondern pocht auf Liefergarantien. Falls diese nicht erfüllt würden, habe die EU Möglichkeiten, Russland und die Ukraine zu umgehen.

Der russische Gaskonzern Gasprom kündigte unterdessen an, im Konflikt mit dem ukrainischen Energieunternehmen Naftogas das internationale Schiedsgericht für Wirtschaftsstreitigkeiten in Stockholm anzurufen. Naftogas will in diesem Fall mit einer Gegenklage reagieren.
...
Stand: 03.01.2009 18:25 Uhr
Prag reagiert unlogisch:
entweder, ich sage: "Das geht mich nichts an" oder ich mische mich ein.
RIA NOVOSTI hat im Übrigen heute aktuell im Wirtschaftsteil praktisch nur Schlagzeilen zum Gas-Streit <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/">http://de.rian.ru/business/</a><!-- m -->
Zitat:Prag reagiert unlogisch:
entweder, ich sage: "Das geht mich nichts an" oder ich mische mich ein.

Ganz in Gegenteil, eines der Vorrangigen Ziele Tschechi8ens ist den Bau der Pipeline Nabucco voran zu treiben. Daher ist es in Interesse der Tschechen das der Gas Streit nicht schnell gelöst wird so kann man damit argumentieren das man sichere Wege braucht was ich voll unterstütze um seine Energie Sicherheit vor Erpressungen aus Russland oder vor Ukrainischen Gasdiebställen zu gewehrleisten.

Das Ria nur noch den Gasstreit thematisiert ist mir auch aufgefallen und ich weiß nicht so Recht was man damit bezwecken will von Seiten der Ru Propaganda. Notmalerweise steht ja die Glorreiche russische Aufrüstung auf dem Plan.
revan schrieb:.... so kann man damit argumentieren das man sichere Wege braucht was ich voll unterstütze um seine Energie Sicherheit vor Erpressungen aus Russland oder vor Ukrainischen Gasdiebställen zu gewehrleisten.
....
dazu <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090104/119366106.html">http://de.rian.ru/business/20090104/119366106.html</a><!-- m -->
Zitat:GAZPROM SCHLÄGT EU-KOMMISSION UNABHÄNGIGES MONITORING DES GASTRANSITS ÜBER UKRAINE VOR - KUPRIJANOW

16:14 | 04/ 01/ 2009
Erich schrieb:
Zitat:...
Zitat:Sankt Gallen (03.01.2009) - Das EU-Vorsitzland Tschechien hat am Freitag, nach Verhandlungen mit einer ukrainischen Delegation erklärt, der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sei „ein bilaterales Problem“, berichten Medien.

...
saubere Solidarität, die EU soll sich raushalten obwohl zunehmend EU-Mitglieder betroffen werden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090104/119365146.html">http://de.rian.ru/business/20090104/119365146.html</a><!-- m -->
Zitat:Transitvertrag mit Naftogas ist in Kraft. Ukraine muss ihn erfüllen
14:30 | 04/ 01/ 2009

MOSKAU, 04. Januar (RIA Novosti). Die Erklärung des ukrainischen Unternehmens Naftogas, dass Gazprom angeblich keinen Transitvertrag mit der Ukraine habe, entspricht nicht der Wirklichkeit.

Das teilte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow Journalisten in der Nacht zum Sonntag mit.

In seiner Stellungnahme zur jüngsten Erklärung von Naftogas hob er hervor: „Es gibt einen Vertrag. Er ist in Kraft und es gibt ein entsprechendes Rechtsgutachten. Naftogas muss alle Verpflichtungen in Bezug auf den russischen Gastransit an die europäischen Verbraucher in vollem Umfang erfüllen.“
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090105/119372584.html">http://de.rian.ru/business/20090105/119372584.html</a><!-- m -->
Zitat:Naftogas verweigert Entgegennahme von zusätzlichen Gasmengen für Europa

14:33 | 05/ 01/ 2009

MOSKAU, 05. Januar (RIA Novosti). Der ukrainische Energieversorger Naftogas hat es am Sonntag abgelehnt, von Gazprom zusätzlich 15 Millionen Kubikmeter Gas entgegenzunehmen, die für die europäischen Kunden bestimmt waren.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090105/119372631.html">http://de.rian.ru/business/20090105/119372631.html</a><!-- m -->
Zitat:Kiewer Gericht verbietet Naftogas Gastransit aus Russland
14:44 | 05/ 01/ 2009

... entsprach das Gericht somit der Klage des ukrainischen Energieministeriums, das eine Annullierung des bis Ende 2010 befristeten russisch-ukrainischen Abkommens über den Gastransit gefordert hatte.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/755/453446/text/">http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/755/453446/text/</a><!-- m -->
Zitat:06.01.2009 09:42 Uhr
Gas-Streit eskaliert
Gas-Versorgung in Osteuropa zusammengebrochen

Die Eskalation im Gas-Streit zwischen Kiew und Moskau führt zu massiven Lieferausfällen in Ost- und Mitteleuropa. Besonders betroffen: Bulgarien, die Türkei - und nun auch Österreich.

...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119378701.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119378701.html</a><!-- m -->
Zitat:Ukraine stellt Transit des russischen Gases auf den Balkan ein
11:24 | 06/ 01/ 2009

MOSKAU, 06. Januar (RIA Novosti). Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag den Transit des russischen Erdgases nach Bulgarien, Griechenland und Mazedonien sowie in die Türkei völlig eingestellt. ...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119379095.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119379095.html</a><!-- m -->
Zitat:Ukraine drosselt Gastransit an Österreich um 90 Prozent
11:52 | 06/ 01/ 2009

WIEN, 06. Januar (RIA Novosti). In Österreich kommen nur noch zehn Prozent der üblichen Menge des russischen Erdgases an. ...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Druckabfall-bei-Eon-Ruhrgas-Gasstreit-erreicht-Deutschland/457195.html">http://www.ftd.de/politik/europa/:Druck ... 57195.html</a><!-- m -->
Zitat:Druckabfall bei Eon Ruhrgas
Gasstreit erreicht Deutschland
von Verena Diethelm (Moskau) und Florian Kellermann (Warschau)

Der Streit zwischen Russland und der Ukraine verschärft die Versorgungslage in Mitteleuropa: Die Gaslieferungen an Österreich sind fast versiegt, das Land muss seine Reserven anzapfen. Auch in Deutschland kommt es zu ersten Ausfällen.
...
FTD.de, 11:55 Uhr
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119379517.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119379517.html</a><!-- m -->
Zitat:Gastransit durch die Ukraine auf den Balkan und in die Türkei eingestellt
12:30 | 06/ 01/ 2009

MOSKAU, 06. Januar (RIA Novosti). Die Ukraine hat den Transit des russischen Erdgases nach Bulgarien, Griechenland und Mazedonien sowie an die Türkei völlig eingestellt.
...
jetzt werden sicher einige wieder auf die bösen und unzuverlässigen Russen schimpfen wollen, aber die Folge erscheint mir viel wichtiger als ein Lieferausfall der - durch wen auch immer zu verantworten - noch durch eigene Reserven und umgeleitete Lieferungen kompensiert weden kann:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/612/453304/text/">http://www.sueddeutsche.de/finanzen/612/453304/text/</a><!-- m -->
Zitat:05.01.2009 12:50 Uhr

Gas-Streit
Druck in der Pipeline

Eine Lösung im Gas-Streit zwischen Kiew und Moskau könnte eine Vorstufe zu einem gesamteuropäischen System der Energiesicherheit werden - die Chancen stehen gut.
Ein Kommentar von Thomas Urban

Seit Neujahr hat erstmals ein ehemaliges Ostblockland, Tschechien, die EU-Präsidentschaft inne, und die anderen Europäer erwarten offenbar, dass die Tschechen in dem russisch-ukrainischen Gasstreit vermitteln. Doch aus Prag kommt zunächst nur die Botschaft, dass es sich um einen Streit zwischen zwei Wirtschaftsunternehmen handle; im Übrigen verfüge man nicht über genügend Informationen.
...

Eindeutig lässt sich das erste Argument aus Prag zurückweisen. Hier handelt es sich beileibe nicht um einen Konflikt zwischen Unternehmen. Sowohl der russische Erdgasmonopolist Gazprom, als auch der Kiewer Konzern Naftogaz werden von der jeweiligen Regierung kontrolliert. Es handelt sich also um ein politisches Kräftemessen zwischen Moskau und Kiew, ein neues Kapitel in dem schon seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 andauernden Dauerkonflikt zwischen den ehemaligen Teilrepubliken.

Beide Führungen agieren sowohl innen- wie auch außenpolitisch. Wladimir Putin, nach wie vor der starke Mann in Moskau, muss sich angesichts der russischen Budgetprobleme als Folge der globalen Finanzkrise und des abgestürzten Ölpreises als entschlossener Krisenmanager beweisen. Gazprom sorgte bislang für fast ein Viertel der Staatseinnahmen. Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko und Premierministern Julia Timoschenko wollen beide bei den Präsidentenwahlen im kommenden Jahr antreten und können sich daher keine Schwäche gegenüber Moskau erlauben.
...

Neu an dem Konflikt ist allerdings, dass sich beide Seiten aktiv bemühen, die EU von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Dies könnte Prag und somit auch Brüssel die Gelegenheit geben, eine aktive Rolle bei der Suche nach einer Lösung zu spielen, als Vorstufe zu einem gesamteuropäischen System der Energiesicherheit, das sowohl Russland als auch die Ukraine einbindet. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Beide Länder können es sich nämlich nicht leisten, als unzuverlässige Partner dazustehen.
In Zeiten von Staatsinvestitionen drängt sich hier doch mal wieder der Flüssiggasterminal Wilhelmshaven auf. Russland wäre zwar sicherlich pikiert, wieso wir noch weitere Zugänge wollen, wo's doch bald die tolle Ostseepipeline gibt, aber wir hätten ein Stück Versorgungssicherheit mehr.
Gibts entsprechende Verflüssigungsanlagen der Russen - etwa an der Ostsee bei Kaliningrad oder zur Not am Schwarzen Meer?

edit:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit118.html">http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit118.html</a><!-- m -->
Zitat:Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine
"Kiew spielt keine ruhmreiche Rolle"

Der Gasstreit bedroht auch viele europäische Länder. Russland und die Ukraine verfolgten klare Ziele, sagt ARD-Korrespondent Stefan Stuchlik tagesschau.de. Russland wolle Stärke demonstrieren - und die Ukraine wolle sich gegenüber der EU als russisches Opfer präsentieren.

tagesschau.de: Die Ukraine steht im Gasstreit als Opfer dar - ist sie das wirklich?

Stephan Stuchlik: Die Ukraine spielt keine besonders ruhmreiche Rolle. Es gibt große Parallelen zu 2006, doch im aktuellen Gasstreit gibt es einen großen Unterschied: Die Verhandlungen haben drei Monate lang in Moskau stattgefunden, und die ukrainische Delegation hat diese mehrfach abgebrochen. Da erscheint es zweifelhaft, ob wirklich der Wille zur Einigung da war.

Silvester verabschiedete sich die Ukraine von den Verhandlungen mit Gasprom zu einem Zeitpunkt, als klar war: Noch eine Stunde länger und es hätte eine Übereinkunft gegeben.
....

Stand: 06.01.2009 14:51 Uhr
ähnlich sieht das auch die Süddeutsche Zeitung: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/783/453473/text/">http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirts ... 3473/text/</a><!-- m -->
Zitat:06.01.2009 17:06 Uhr

Gas-Streit erreicht Europa
Machtspielchen an der Pipeline

Russland als Täter, die Ukraine als Opfer - die Rollen im Gasstreit sind vergeben, aber falsch besetzt.

Ein Kommentar von Martin Winter

... Wenn die europäische Kommission Moskau und Kiew gleichermaßen vor einem Verlust an Reputation warnt, dann gibt es offensichtlich große Zweifel an der von der Ukraine reklamierten Opferrolle. ...
und auch hier wird der Gedanke eines gesamteuropäischen Systems der Energiesicherheit wieder aufgegriffen:
Zitat:... Sollte es weiter kalt bleiben und eine schnelle Lösung nicht möglich sein, dann werden die Europäer ihre Reserven solidarisch untereinander aufteilen müssen. Es gibt guten Grund zu glauben, dass die länger halten, als die russische oder ukrainische Kraft, sich gegenseitig zu blockieren. Dabei könnten Putin und Juschtschenko so nebenbei lernen, dass das Erpressungspotential, das im Gas, im Öl und in den Pipelines steckt, geringer ist, als sie immer gedacht hatten.

zur Ergänzung die neuesten Meldungen von RIA NOVOSTI:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119381079.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119381079.html</a><!-- m -->
Zitat:Gastransit durch Ukraine nach Tschechien auf ein Viertel gesunken

14:33 | 06/ 01/ 2009

WARSCHAU, 06. Januar (RIA Novosti). Der Transit des russischen Gases durch die Ukraine nach Tschechien ist um drei Viertel gesunken.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119381509.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119381509.html</a><!-- m -->
Zitat:Gastransit nach Polen um 85 Prozent geschrumpft
15:16 | 06/ 01/ 2009

WARSCHAU, 06. Januar (RIA Novosti). In Polen kommen nur noch 15 Prozent der vereinbarten Menge des russischen Erdgases an.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119383775.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119383775.html</a><!-- m -->
Zitat:Gazprom ist bereit, Gasgespräche mit Naftogas jederzeit wieder aufzunehmen

17:28 | 06/ 01/ 2009

MOSKAU, 06. Januar (RIA Novosti). Der russische Energiekonzern Gazprom ist laut seinem Pressesprecher Sergej Kuprijanow in jeder Minute bereit, die abgebrochenen Gaserhandlungen mit der Ukraine wieder aufzunehmen.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119384507.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119384507.html</a><!-- m -->
Zitat:Gastransit nach Ungarn eingestellt

19:20 | 06/ 01/ 2009

MOSKAU, 06. Januar (RIA Novosti). Der Transit des russischen Erdgases nach Ungarn ist am Dienstagnachmittag völlig eingestellt worden.
und als Abschluss etwas, was "Bundesschrödi" als Bestätigung seines Engagements für die Ostseepipeline verwerten wird:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090106/119383982.html">http://de.rian.ru/business/20090106/119383982.html</a><!-- m -->
Zitat:Gazprom steigert Gaslieferungen durch alternative Pipelines nach Europa
17:46 | 06/ 01/ 2009
....
(und was nebenbei auch für Nabucco und die Gaslieferungen über die Türkei aus Aserbaidschan und dem Iran sowie arabischen Ländern spricht)
Erich schrieb:Gibts entsprechende Verflüssigungsanlagen der Russen - etwa an der Ostsee bei Kaliningrad oder zur Not am Schwarzen Meer?

Wer spricht von den Russen? Ein Erdgasterminal soll uns ja gerade die Möglichkeit geben, nicht nur auf die Russen angewiesen zu sein. Wenn ich die Zahlen noch immer richtig im Kopf habe, könnte man mit so einem Terminal rund 10% des Verbrauchs in Deutschland abdecken.
aber durch die Ukrainische Pipeline werden etwa 30 % des deutschen Verbrauchs gedeckt - das Terminal reicht also nicht um diese Pipeline zu ersetzen!
Zitat:aber durch die Ukrainische Pipeline werden etwa 30 % des deutschen Verbrauchs gedeckt - das Terminal reicht also nicht um diese Pipeline zu ersetzen!

Ersetzen vielleicht nicht aber die Abhängigkeit mindern 10% ist ein guter Anfang, besser als 0%. :wink: Fakt ist jede einseitige Abhängigkeit gerade die Abhängigkeit von einen Land das entgegengesetzte Ziele verfolgt ist fatal. Man macht sich erpressbar Deutschlands und Europas Interesse muss darin liegen Russland kein Monopol auf Erdgas oder Erdöl zu verschaffen. Daher ist jede Alternative zu Russland zu ergreifen und das nicht nur in Interesse Deutschlands sondern jedes anderen europäischen Landes. Meiner Meinung nach braucht Europa zu allererst eine Einheitliche Energie Politik mit einheitlichen Reserven und zweitens möglichst viele Alternativruten zur Russland gerade Projekte wie Nabucco sollten beschleunigt werden oder auch die Errichtung von Erdgasterminals wie von Venturus vorgeschlagen.
Erich schrieb:aber durch die Ukrainische Pipeline werden etwa 30 % des deutschen Verbrauchs gedeckt - das Terminal reicht also nicht um diese Pipeline zu ersetzen!

Nein, aber es begrenzt die Abhängigkeit. Wenn man dann noch per Kraft/Wärme-Kopplung Fernwärme gewinnt, an geeigneten Stellen Geothermie nutzt und schlicht und ergreifend die Isolierung von Altbauten vorantreibt dürfte die Abhängigkeit immer weiter sinken. Aktuell scheint es keine große Lösung für das Problem zu geben (außer man stellt wieder verstärkt auf einheimische Kohle um [zu teuer, zu dreckig]), also sollte man nach Bausteinen suchen.

Sorry, aber gerade jetzt macht es Sinn. Wir brauchen Staatsinvestitionen um unsere Wirtschaft zu stabilisieren und wir brauchen mittel bis langfristig eine geringere Abhängigkeit von Energieimporten. Aktuell sehe ich da noch keine Probleme. Russland ist derzeit massiv auf unsere Devisen angewiesen. Noch lange bevor in Deutschland einer wegen Gasmangel frieren muss, wird man den Russen bös' auf die Füße treten. Aber langfristig möchte ich ein solches Szenario bitteschön nicht mehr haben.
Venturus schrieb:.... Russland ist derzeit massiv auf unsere Devisen angewiesen. Noch lange bevor in Deutschland einer wegen Gasmangel frieren muss, wird man den Russen bös' auf die Füße treten. ...
da müsste jetzt erst mal geklärt werden, wer - die Russen oder die Ukrainer - die Schuld an der aktuellen Versorgungskrise hat.

Die Ukrainer behaupten, Russland würde nicht mehr liefern - Russland sagt, es habe die Lieferung eingestellt, weil die Ukraine das Gas nicht mehr vereinbarungsgemäß weiter geleitet habe
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090107/119386603.html">http://de.rian.ru/business/20090107/119386603.html</a><!-- m -->
Zitat:Ukraine sperrt alle Gas-Transitleitungen nach Europa
11:05 | 07/ 01/ 2009

BERLIN/KIEW, 07. Januar (RIA Novosti). Der russische Energiekonzern Gazprom wirft der Ukraine vor, alle Gas-Transitleitungen nach Europa gesperrt zu haben. Die Ukraine behauptet, kein Gas mehr aus Russland zu bekommen.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit132.html">http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gasstreit132.html</a><!-- m -->
Zitat:EU hofft auf Wiederaufnahme der Lieferungen
Beobachter gegen die Gasblockade

Russland und die Ukraine wollen nach Angaben der EU-Kommission internationale Beobachter zur Überwachung der Gaslieferungen in die EU zulassen. "Sowohl die russische als auch die ukrainische Führung wollen die Präsenz internationaler Beobachter akzeptieren, so dass wir die Durchleitung russischen Erdgases durch die Ukraine sicherstellen können", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso auf einer Pressekonferenz in Prag. Russlands Regierungschef Wladimir Putin machte die Anwesenheit der Beobachter laut Nachrichtenagentur Interfax gar zur Bedingung für eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen.
...

Russland und die Ukraine machten sich wechselseitig für den Totalausfall der Lieferungen verantwortlich. Ein Naftogas-Sprecher sagte, Gasprom habe gegen 6.44 Uhr die Lieferung von Gas für Europa über die Ukraine gestoppt. Russland bestätigte den Lieferausfall, gab aber der Ukraine die Schuld. Das Land habe die letzte bislang geöffnete Pipeline nach Europa geschlossen. Gasprom betonte, Westeuropa erhalte noch über andere Leitungen weiterhin Gas.
...

Stand: 07.01.2009 17:25 Uhr
<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.rian.ru/business/20090107/119391646.html">http://de.rian.ru/business/20090107/119391646.html</a><!-- m -->
Zitat:Gazprom stellt Transitlieferungen über Ukraine ein
19:53 | 07/ 01/ 2009

MOSKAU, 07. Januar (RIA Novosti). Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine Gas-Transitlieferungen über die Ukraine eingestellt. Das sei eine Reaktion darauf, dass die Ukraine den russischen Rohstoff nicht an die EU weiterleite.
...
Wer den Strang bisher gelesen hat der wird bemerkt haben, dass auch westliche Medien die Ukraine nicht als "Unschuldslamm" sehen.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10