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Normale Version: Indonesische Marine
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Die über Inseln ausgreifenden südostasiatischen ASEAN-Staaten in der "Scharnier-Funktion" zwischen China, Indien und Australien sind insbesondere bei Luftwaffe und Marine einer genaueren Beobachtung wert.

Aktuell meldet das MARINEFORUM:
Zitat:Indonesien baut autonomes U-Boot – und greift nach altem Flugzeugträger
02. Feb. 2026

Zum 80. Gründungstag der indonesischen Streitkräfte hat die staatseigene Schiffswerft PT PAL sehr selbstbewusst den national entwickelten Prototypen eines unbesetzten U-Bootes (KSOT-008, 15 Meter, 37 Tonnen) der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit bordeigener KI versehen und auf maximal 400 Kilometer Distanz über ein Autonomous Submarine Command Center (ASCC) geführt, kann KSOT drei Tage unabhängig getaucht operieren, bevor es wieder an die Steckdose muss. Wann KSOT in Dienst gestellt werden wird und ob sechs Einheiten in Serie gehen sollen, das blieb im Unklaren. Auf jeden Fall ist Indonesien damit in den elitären Klub der XLUUV-Fahrer wie USA, China, Russland, Australien, Frankreich und Großbritannien aufgestiegen.
Und nicht nur das: PT PAL wird demnächst über französischen Technologietransfer zwei Scorpène-Evolved U-Boote nachbauen.

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Und bei der italienischen Marina Militare hat Indonesien schon seit Anfang des Jahres eine interessierte Hand auf den betagten Träger „Guiseppe Garibaldi“ gelegt, der Ende 2024 kalt gestellt und der Reserve zugeteilt wurde. ...
da stellt sich dann schon die Frage: ein Träger für welche Flugzeuge? Oder "nur" für Drehflügler?
Indonesien hat ungefähr acht dieselelektrische U-Boote (ein U-Boot des Typs 209/1300, drei U-Boote der südkoreanischen Variante "Nagapasa-Klasse" mit drei weiteren im Zulauf). Damit patrouillieren sie rund um die vielen Inseln des Landes und schützen wichtige Seewege. Diese U-Boote sind super wichtig, um die Handelsrouten durch eine der meistbefahrenen Meeresregionen der Welt zu sichern. (Quelle)

Mir scheint es, dass der Schritt von der "örtlichen Wartung" hin zum Eigenbau (2 x Scorpène Evolved bei PT PAL, Verdrängung von 2.000 Tonnen, Länge von 72 Metern, Aktionsradius 8.000 SM) und dann zur Eigenkonstruktion auf der Hand liegt.
Waffentests der indonesischen Marine, u. a. wurde dabei ein ehem. 1.700-Tonnen-Landungsboot der Hoyerswerda-Klasse der Volksmarine, das 1993 an Indonesien verkauft wurde, im Rahmen eines SINKEX versenkt.
Zitat:Indonesian Navy Sinks Ex-East German LST in Java Sea

On April 23, the Indonesian Navy (TNI AL) conducted a large-scale combat exercise in the Java Sea, featuring a sinking exercise (SINKEX) as part of a broader live-fire drill involving naval and air assets. This marks the first SINKEX since May 2024.

The target vessel was the decommissioned Frosch-class landing ship tank (LST) KRI Teluk Hading (538), which previously served with the East German Navy before being acquired by Indonesia in the 1990s. The vessel was sunk by a French-made Exocet MM40 Block 3 anti-ship missile launched from a SIGMA 10514-class frigate KRI I Gusti Ngurah Rai (332). [...]

Meanwhile, the lead ship of the Sampari-class fast attack craft (FAC), KRI Sampari (628), launched a Chinese-made C-705 missile against a land target located on Pulau Gundul (Bald Island).
https://www.navalnews.com/naval-news/202...-java-sea/

Das nenne ich mal "internationale Zusammenarbeit": Ein ehemaliges Landungsboot der DDR-Marine (übrigens die ehemalige Cottbus), das die Bundesrepublik in den 1990ern nach Asien verkauft hat, wird von einer französischen Rakete versenkt, die ein indonesisches Schiff abgefeuert hat. Wink

Schneemann
Indonesien macht sich beim Bau von Kriegsschiffen zunehmend unabhängig. Kürzlich wurden zwei Fregatten in Auftrag gegeben (Quelle):
Zitat:Arrowhead 140 Indonesien - zwei weitere Fregatten

Indonesien baut zwei weitere Fregatten der britischen Type 31 „Arrowhead 140“

Mitte Januar unterzeichnete der indonesische Präsident Prabowo Subianto, zu Besuch in Großbritannien, mit Babcock eine Absichtserklärung über den Lizenzbau in Surabaya von zwei weiteren Fregatten nach den Plänen des britischen Arrowhead 140-Designs (140 Meter, 6.000 Tonnen).
...

Die erste indonesische Fregatte lief Mitte Dezember 2025 bei der PT PAL Indonesia-Werft vom Stapel
[Bild: fregatte_arrowhead-rkl5k69ndknmamre5jd8d...3nt3cy.jpg]
und wurde auf den Namen „Balaputradewa“ (F 322) getauft. Die zweite Einheit (F 323) der Merah Putih-Klasse (Rot-Weiß - die Farben der Nationalflagge) folgt dem Typschiff mit etwa 18 Monaten Nachlauf. Beide liegen aber immer noch klar vor dem Zeitplan, der eine Indienststellung bis 2029 vorsieht. Sie sind die bisher größten Kriegsschiffe, die in Indonesien gebaut wurden.
Ausgerüstet werden diese Fregatten vornehmlich mit türkischer Waffentechnologie von Aselsan, Havelsan and Roketsan auf dem neuesten Stand der Entwicklungen.
Der Bau der Merah Putih-Klasse ist Teil eines umfangreichen maritimen Aufrüstungsprojektes des weitläufigen Inselstaates, das neben der Modernisierung des Altbestandes der indonesischen Marine auch den Lizenzbau von zunächst zwei französischen Scorpène-U-Booten mit AIP-Antrieb umfasst. Weiter östlich rüstet der philippinische Nachbarstaat vor allem seine Marine in gleichfalls rasanter Weise auf ...
Ich habe den Eindruck, in dieser Entwicklung zum Eigenbau stehen Brasilien und Indonesien relativ gleichauf - zumindest was konventionelle U-Boote und Überwasserschiffe bis hin zur Größe von Fregatten betrifft.
Ich bin gespannt, wie sich das in beiden Ländern weiter entwickelt.
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