(07.07.2026, 15:18)ObiBiber schrieb: [ -> ]Ich denke Deutschland wird hier stark in Vorleistung gehen!
16 neue Maschinen sind im Haushalt 2027 abgebildet
Wir sind bis jz noch nicht dabei und es würde mich auch nicht wundern, wenn wir gar nicht mitmachen und mit den 16 zusätzlichen Maschinen unsere dann 69 Flugzeuge starke Flotte in 2 Geschwader aufteilen.
(07.07.2026, 15:03)Gecktron schrieb: [ -> ]Polen ist hier offiziell auch dabei obwohl es noch keine polnischen A400M gibt. Da ist die Frage, ob die, die ersten NATO-A400M finanzieren, oder ob hier eigene A400M beschafft werden, die dann in diesem System genutzt werden. Ähnliches gilt auch für Kroatien.
Mich würde auch interessieren, ob bestehende A400M an die NATO abgegeben werden sollen.
Aber abseits davon natürlich gute Nachrichten für den A400M und Airbus. Wenn sich da weitere kleinere Länder finden die sich in das Programm einkaufen und somit die Beschaffung weiterer Flugzeuge finanzieren, dann bleibt die Produktionslinie noch eine Weile erhalten.
Ich könnte mir vorstellen, das die Franzosen und Spanier darin die Möglichkeit sehen, ihre noch nicht abgenommenen Flugzeuge "weiter zu bekommen" (Zusammen sind da noch 38 unausgelieferte Maschinen), die sie teilweise nicht wirklich wollen (sie wollten ihre Bestellung um 23 reduzieren).
UK, Türkei und Belgien werden es wahrscheinlich als billige Erweiterung ihrer zu kleinen Flotten sehen und Polen und Kroatien wird erspart eigene kleine Teilflotten zu betreiben.
Ich denke, dass am Ende alle europäischen NATO-Kunden des A400M dabei sind.
Neben den Tankern wird so eine extrem leistungsfähige europäische Transportfähigkeit aufgebaut.
Wir wurden explizit nicht genannt, vermutlich, weil wir die grösste Flotte haben. Wir müssen nicht poolen.
(07.07.2026, 19:53)Frank353 schrieb: [ -> ]Wir wurden explizit nicht genannt, vermutlich, weil wir die grösste Flotte haben. Wir müssen nicht poolen.
Bei den ersten Ideen zur A330 Tankerflotte waren wir auch nicht involviert, sind aber schnell mit eingestiegen.
Es macht ja überhaupt keinen Sinn, wenn alle A400M-Nutzer außer uns kooperieren...
Es wäre auch sinnvoll, Deutschland bei diesem Pool die erste Geige spielen zu lassen, der Flottengröße wegen kann man Skaleneffekte abgreifen. Außerdem liegen wir schön zentral.
(07.07.2026, 20:25)Bairbus schrieb: [ -> ]Bei den ersten Ideen zur A330 Tankerflotte waren wir auch nicht involviert, sind aber schnell mit eingestiegen.
Es macht ja überhaupt keinen Sinn, wenn alle A400M-Nutzer außer uns kooperieren...
Die Franzosen und Briten mit den gtößten MRTT Flotten machen beim Tankersharing auch nicht mit.
(07.07.2026, 20:59)muck schrieb: [ -> ]Es wäre auch sinnvoll, Deutschland bei diesem Pool die erste Geige spielen zu lassen, der Flottengröße wegen kann man Skaleneffekte abgreifen. Außerdem liegen wir schön zentral.
Du denkst doch nicht ernsthaft, das die Franzosen uns erste Geige spielen lassen, nur weil wir die größte Flotte haben. Und die Polen erst...
Was soll denn "erste Geige" in dem Zusammenhang bedeuten? Und warum ist das bei einem solchen Projekt überhaupt relevant? Das wichtigste ist doch, dass alle beteiligten Nationen ihre Aufgaben erfüllt bekommen und gleichzeitig durch die gemeinsame Nutzung die Kosten reduziert werden. Ich bezweifel, dass da irgendwelche bisherigen Betreiber nun die eigenen Maschinen an die NATO abgeben, eher geht es darum, dass zusätzliche Kapazitäten gemeinsam aufgebaut werden um entsprechende Spitzen abzufangen. Das ergibt für alle beteiligten Sinn und war von Deutschland so tatsächlich auch in der Vergangenheit schon vorgeschlagen worden (um nicht alle bestellten Maschinen national zu übernehmen). Nun machen es offensichtlich andere genau so, kleinere Nationen können davon profitieren. Eine potenzielle Beteiligung Deutschlands muss in diesem Kontext gesehen werden.
Deutschland ist doch schon lange an dem EATC Sharing Programm beteiligt, welches auch andere Flugzeugtypen beinhaltet.
Das ist aber eine reine Kommandobehörde zur Koordination der vorhandenen Kapazitäten, hier geht es um die Bereitstellung und den Betrieb von Flugzeugen ähnlich wie bei der MMU, also um den "nächsten Schritt".
(08.07.2026, 10:12)roomsim schrieb: [ -> ]Die Franzosen und Briten mit den gtößten MRTT Flotten machen beim Tankersharing auch nicht mit.
Du denkst doch nicht ernsthaft, das die Franzosen uns erste Geige spielen lassen, nur weil wir die größte Flotte haben. Und die Polen erst...
Doch, beide Länder kooperieren mit der europäischen Tankerflotte.
Die Briten fliegen aber leider auch nicht die vollwertige Version der Franzosen und der NATO und die Flugzeuge gehören ihnen nicht, sondern sind nur gemietet.
Zitat:Du denkst doch nicht ernsthaft, das die Franzosen uns erste Geige spielen lassen, nur weil wir die größte Flotte haben. Und die Polen erst...
Schon weil wir die unzuverlässigsten sind und uns immer quer stellen. Da macht kein anderes Land mit .
(07.07.2026, 15:29)roomsim schrieb: [ -> ]Ich könnte mir vorstellen, das die Franzosen und Spanier darin die Möglichkeit sehen, ihre noch nicht abgenommenen Flugzeuge "weiter zu bekommen" (Zusammen sind da noch 38 unausgelieferte Maschinen), die sie teilweise nicht wirklich wollen (sie wollten ihre Bestellung um 23 reduzieren).
UK, Türkei und Belgien werden es wahrscheinlich als billige Erweiterung ihrer zu kleinen Flotten sehen und Polen und Kroatien wird erspart eigene kleine Teilflotten zu betreiben.
Wenn ich das richtig im Kopf habe, hat Frankreich bisher erst 41 von 50 bestellten A400M in die Finanzplanung aufgenommen, Spanien möchte bisher nur 17 von 27 A400M abnehmen, die für das Land im Orderbuch von Airbus stehen. Das ergäbe zusammen 19 bisher ungewollte A400M, für die sich nun eine Rolle finden könnte. Damit würde das mögliche Produktionsende weiter aufgeschoben.
(08.07.2026, 13:11)Bairbus schrieb: [ -> ]Doch, beide Länder kooperieren mit der europäischen Tankerflotte.
Die Briten fliegen aber leider auch nicht die vollwertige Version der Franzosen und der NATO und die Flugzeuge gehören ihnen nicht, sondern sind nur gemietet.
Weder Briten noch Franzosen sind bei der
MMU dabei.
(08.07.2026, 10:45)Helios schrieb: [ -> ]Was soll denn "erste Geige" in dem Zusammenhang bedeuten?
Flapsig ausgedrückt, das stimmt, aber im Endeffekt war damit die Rolle z.B. der Niederlande bei der MMRTTU gemeint, oder Ungarns bei der SAC.
Wenn nun Staaten wie zum Beispiel Polen und Finnland einer multinationalen A400M-Flotte beitreten wollen, dann ist Deutschland durch Wunstorf die beste Wahl als Standort, da dort bereits die gesamte Support-Infrastruktur für die größte einzelne A400M-Flotte existiert.
Und Deutschland könnte endlich den (spätestens seit der Operation Spinnennetz) dringend nötigen Schritt tun und seine Lufttransportflotte auf zwei Standorte verteilen, statt hinter einem einzigen Zaun in Niedersachen 50 Flieger zu parken …
(08.07.2026, 19:29)muck schrieb: [ -> ]Flapsig ausgedrückt, das stimmt, aber im Endeffekt war damit die Rolle z.B. der Niederlande bei der MMRTTU gemeint, oder Ungarns bei der SAC.
Auf dem Niveau hat das doch aber kaum praktische Relevanz.
Zitat:Wenn nun Staaten wie zum Beispiel Polen und Finnland einer multinationalen A400M-Flotte beitreten wollen, dann ist Deutschland durch Wunstorf die beste Wahl als Standort, da dort bereits die gesamte Support-Infrastruktur für die größte einzelne A400M-Flotte existiert.
Und Deutschland könnte endlich den (spätestens seit der Operation Spinnennetz) dringend nötigen Schritt tun und seine Lufttransportflotte auf zwei Standorte verteilen, statt hinter einem einzigen Zaun in Niedersachen 50 Flieger zu parken …
Mehr Maschinen in Wunstorf zu stationieren, weil dort die Infrastruktur existiert, und dann deutsche Maschinen von dort wegverlegen, damit sich nicht zu viel an einem Standort konzentriert, ergibt für mich nicht allzu viel Sinn. Zumindest spricht es nicht bevorzugt für diesen Standort. Hinzu kommt, dass es überhaupt erstmal um die Frage einer deutschen Beteiligung gehen muss, denn für diese sehe ich aktuell auch keinen Grund.
(08.07.2026, 20:48)Helios schrieb: [ -> ]Auf dem Niveau hat das doch aber kaum praktische Relevanz.
Sehe ich nicht so. Allein schon aus Kostengründen ist die Frage interessant, aber auch unter geographischen Gesichtspunkten.
(08.07.2026, 20:48)Helios schrieb: [ -> ]Mehr Maschinen in Wunstorf zu stationieren, weil dort die Infrastruktur existiert, und dann deutsche Maschinen von dort wegverlegen, damit sich nicht zu viel an einem Standort konzentriert, ergibt für mich nicht allzu viel Sinn. Zumindest spricht es nicht bevorzugt für diesen Standort. Hinzu kommt, dass es überhaupt erstmal um die Frage einer deutschen Beteiligung gehen muss, denn für diese sehe ich aktuell auch keinen Grund.
Das sind zwei verschiedene Gesichtspunkte; aber zugegeben, ich hatte mich schwammig ausgedrückt.
So besser?
Deutschland als größter A400M-Betreiber, mit einer bereits umfangreichen Support-Infrastruktur für den Typ, Ausbildungskapazitäten, und auch aufgrund seiner zentralen Lage in Europa, wäre die ideale Host-Nation für einen multinationalen A400M-Verband.
Für unsere Alliierten scheint es mir am sinnvollsten, wenn die Basis dafür Wunstorf wäre, wo diese Infrastruktur vorhanden ist, und das relativ zentral gelegen ist.
Die Tatsache, dass man dann X zusätzliche Flugzeuge in Wunstorf unterbringen müsste, kann man—unabhängig davon—als Ansporn nutzen, endlich ein zweites Standbein für die deutsche A400M-Flotte zu suchen. Lechfeld war dafür ja bereits mehrmals im Gespräch, und zwar schon vor dem Ukraine-Krieg und den Risiken, die dieser aufgezeigt hat.